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Quantensprünge und Faschismus

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Zusammenfassung

Die landläufige Identifikation Einsteins mit Kopernikus bzw. Galilei, zwei eindeutig positiv konnotierten Figuren der Wissenschafts-, ja der Menschheitsgeschichte, war völkischen Kräften natürlich ein Dorn im Auge. In z.T. grotesk anmutenden Umdeutungen versuchte man daher, die historischen Sympathieträger für die eigene Sache zu vereinnahmen. So war in Philipp Lenards Galilei-Portrait unter fadenscheiniger Bezugnahme auf die politische Situation der Weimarer Republik von „machthabenden Dunkelgeistern“ die Rede, gegen die sich die „Lichtgeister […], die neues Wissen bringen“2, erst noch durchsetzen müßten. Der Physik-Nobelpreisträger verkaufte Galilei als eine Art nationalsozialistischen Wahrheitsbringer, dem die verhaßte „Novemberrepublik“ nur mit massiver Repression zu begegnen wüßte.

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© Springer-Verlag GmbH Deutschland 2001

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