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Einsteinbilder

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Zusammenfassung

Man kann darüber streiten, ob der deutsche Antisemitismus schon im Vorfeld des Ersten Weltkriegs eine Sonderstellung im europäischen Vergleich einnahm oder nicht.2 In jedem Fall wird die Frage, wie es in den 20er und 30er Jahren zur explosionsartigen Ausbreitung antisemitischer Paranoia und Gewalt kam, nicht ohne Verweis auf den enormen Publikationserfolg der sog. Protokolle der Weisen von Zion zu beantworten sein, des mit Abstand wichtigsten „Beweismaterials“ für die nazistische Theorie von der Verschwörung des „internationalen Judentums“. Das nachweislich gefälschte, um 1919 von Rußland nach Deutschland gelangte Dokument enthält angebliche geheime Aufzeichnungen über insgesamt 24 konspirative Zusammenkünfte einer multinationalen jüdischen Untergrundregierung, die den Weg des Judentums an die ultimative Weltherrschaft vorzeichnen.3 In Deutschland zirkulierten die Protokolle in den 20er Jahren in mehreren Versionen4 — jede einzelne mit beachtlichen Auflagenzahlen. Zur Frage, wann und wo sich die „Weisen von Zion“ zu ihren geheimen Sitzungen zusammengefunden haben sollten- diese Information blieben die Protokolle nämlich schuldig—, wurden verschiedene Antworten gegeben. Die populärste lautete, man habe sich 1897 abseits des offiziellen Geschehens auf dem Baseler Gründungskongreß der Zionistischen Weltorganisation getroffen.5

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Notizen

  1. 1.
    Krieck: Einstein und Krönungsstein. - In: Volk im Werden 8 (1940), S. 142–143, hier: S. 143.Google Scholar

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© Springer-Verlag GmbH Deutschland 2001

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