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Die Entstehung der deutschen Literaturwissenschaft als Literaturgeschichte

Vorgeschichte, Ziel, Methode und soziale Funktion der Literaturgeschichtsschreibung im deutschen Vormärz
Chapter

Zusammenfassung

In einer Publikation über »Germanistik 1806–1848« hat ein Kapitel über die Literaturgeschichtsschreibung streng genommen keinen legitimen Platz. Auf der ersten Germanistenversammlung in Frankfurt bestimmte der zum Vorsitzenden gewählte J. Grimm »die gegenstände […], um deretwillen wir hier versammelt sind«, als Sprache, Recht und Geschichte des deutschen Altertums. [1] Die Germanisten waren also diejenigen, die sich innerhalb der Sprachwissenschaft mit der germanischen Sprache, innerhalb der Rechtswissenschaft mit germanischem Recht und innerhalb der Geschichtswissenschaft mit germanischer Geschichte beschäftigten. Im deutschen Altertum lagen die »wechselseitigen beziehungen und Verbindungen der drei in der Versammlung vertretenen Wissenschaften« [2], das deutsche Altertum konstituierte den Gegenstandsbereich der Germanistik. Die neuere deutsche Literatur lag außerhalb dieses Objektbereiches. Als A. H. Korff die frühe Germanistik als »Wissenschaft der Sprache und Dichtung der deutschen Vergangenheit und alles dessen, was dazugehört, um diese zu verstehen, […] als deutsche Altertumskunde« [3] definierte, hatte sich der spätere Wandel des Charakters der Germanistik hinterrücks in seine Formulierung eingeschlichen: Sprache und vor allem Dichtung rücken in den Mittelpunkt, Geschichte und Rechtsgeschichte werden zu Hilfswissenschaften.

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Anmerkungen

  1. 1.
    Grimm, J.: Über die wechselseitigen Beziehungen der drei in der Versammlung vertretenen Wissenschaften, in: ders., Kleine Schriften, hrsg. v. E. Xippel, Bd. 7, Berlin 1884, S. 556.Google Scholar
  2. 2.
  3. 3.
    Korff, H. A.: Geist der Goethezeit, IV. Teil: Hochromantik, Leipzig 1853, S. 175.Google Scholar
  4. 4.
    Vgl. Conrady, K. O.: Einführung in die Neuere deutsche Literaturwissenschaft, Reinbeck 1967, S. 21.Google Scholar
  5. 5.
    Vgl. dazu: Wapnewski, P.: Ansichten einer neuen Altgermanistik, in: Ansichten einer künftigen Germanistik, hrsg. v. J. Kolbe, München 1969, S. 105–118.Google Scholar
  6. 6.
    Vgl. Richter, D.: Ansichten einer marktgerechten Germanistik. Kritik literaturwissenschaftlicher Studienreformmodelle, in: Das Argument Jg. 14 (1972), H. 3/4, S. 314–325, bes. S. 318.Google Scholar
  7. 7.
    Grimm, W.: Antrittsrede in der Akademie, gehalten am 8. Juli 1841, in: ders., Kleinere Schriften, hrsg. v. G. Hinrichs, Bd. 1, Berlin 1881, S. 505 ff.Google Scholar
  8. 8.
    Marx, K./Engels, F.: Die deutsche Ideologie, in: dies., Werke, hrsg. v. Institut für Marxismus-Leninismus beim ZK der SED (MEW), Bd. 3, S. 26 f.Google Scholar
  9. 10.
    Jahrbuch für Literaturgeschichte, hrsg. b. R. Gosche, Jg. 1 (1865), S. 7.Google Scholar
  10. 11.
    Paul, H.: Geschichte der germanischen Philologie, in: Grundriß der germanischen Philologie, hrsg. v. H. Paul, Straßburg 1891, S. 95.Google Scholar
  11. 12.
    Hoffmann, H.: Die deutsche Philologie im Grundriß. Ein Leitfaden für Vorlesungen, Breslau 1836.Google Scholar
  12. 13.
    Rezension (anonym) von Hoffmann, a.a.O., in: Heidelberger Jahrbücher der Literatur, Jg. 1837, S. 207.Google Scholar
  13. 14.
    Deutsche Philologie im Aufriß, hrsg. v. W. Stammler, Berlin/Bielefeld 1852. Zur Geschichte der Germanistik vgl. bes.: Dünninger, J.: Geschichte der deutschen Philologie, Bd. 1, S. 79–215.Google Scholar
  14. 15.
    Conrady, a.a.O., S. 25.Google Scholar
  15. 16.
    Mündt, Th.: Geschichte der Literatur der Gegenwart, Leipzig 1853.Google Scholar
  16. 17.
    Rosenkranz, K.: Die deutsche Literaturwissenschaft von 1836–1842. Eine Übersicht. In: ders., Reden und Abhandlungen zur Philosophie und Literatur, dritte Folge, Leipzig 1848, S. 189–202.Google Scholar
  17. 18.
    Schultz, F.: Die philosophisch-weltanschauliche Entwicklung der literaturhistorischen Methode, in: Philosophie der Literaturwissenschaft, hrsg. v. E. Ermatinger, Berlin 1930, S. 35, S. 2.Google Scholar
  18. 19.
    Vgl. Lämmert, E. u. a.: Germanistik — eine deutsche Wissenschaft, Frankfurt 1968.Google Scholar
  19. 20.
    Ihre extremste Form nimmt diese generell vorhandene Tendenz in der Publikation von Maren-Griesebach, M.: Methoden der Literaturwissenschaft, Bern und München 1970.Google Scholar
  20. 22.
    Raumer, R. v.: Geschichte der germanischen Philologie, vorzugsweise in Deutschland, München 1870.Google Scholar
  21. 23.
    Ebd., S. 658–684.Google Scholar
  22. 24.
    Paul, aa..O., S. 137.Google Scholar
  23. 25.
    Ebd., S. 95.Google Scholar
  24. 26.
    Raumer, a.a.O., S. 679.Google Scholar
  25. 27.
    Vgl. Rosenkranz, a.a.O.Google Scholar
  26. 28.
    Passow, W. A.: Neue Erscheinungen auf dem Gebiete deutscher Literaturgeschichte, in: Blätter für literarische Unterhaltung, Jg. 1854, S. 745–750.Google Scholar
  27. 29.
    Grässe, G.: Übersicht der seit 1840 erschienenen vorzüglichen Schriften über die deutsche Literaturgeschichte, in: Allgemeine Literatur-Zeitung, Dezember 1842, S. 554–592.Google Scholar
  28. 30.
    Bibliographisches Jahrbuch für den deutschen Buch-, Kunst- und Landkartenhandel, Jg. 1853, Bd. 1, S. 6 ff.Google Scholar
  29. 31.
    Ebd., Bd. 2 (Messkatalog Michaelis 1853).Google Scholar
  30. 32.
    Muschg, W.: Das Dichterporträt in der Literaturgeschichte, in: Philosophie der Literaturwissenschaften, a.a.O., S. 311.Google Scholar
  31. 33.
    Vgl. Conrady, a.a.O., S. 44.Google Scholar
  32. 34.
    Jauss, H. R.: Literaturgeschichte als Provokation der Literaturwissenschaft, Frankfurt 1970, S. 14.Google Scholar
  33. 35.
    Vgl. die Rezension (anonym) von: Rosenkranz, K., Handbuch einer allgemeinen Geschichte der Poesie Tl. 1, Leipzig 1832, in: Blätter für literarische Unterhaltung, Jg. 1833, S. 1088.Google Scholar
  34. 36.
    Jauss, a.a.O., S. 14.Google Scholar
  35. 37.
    Marx, K.: Zur Kritik der Hegeischen Rechtsphilosophie. Einleitung. In: MEW (a.a.O.), Bd. 1, S. 383.Google Scholar
  36. 38.
    Lüdemann, W. v.: Rezension von: Laube, H.: Geschichte der deutschen Literatur, Stuttgart 1839, in: Blätter für literarische Unterhaltung, Jg. 1840, S. 949.Google Scholar
  37. 39.
    Zit. nach MEW, Bd. 3, S. 457 (Aus Heine: Deutschland, ein Wintermärchen. Kaput VII).Google Scholar
  38. 40.
    »Meine alte Prophezeiung von dem Ende der Kunstperiode, die bei der Wiege Goethes anfing und bei seinem Sarge aufhören wird, scheint ihrer Erfüllung nahe zu sein. Die jetzige Kunst muß zugrunde gehen, weil ihr Prinzip noch im abgelebten, alten Regime, in der heiligen römischen Rechtsvergangenheit wurzelt. Deshalb, wie alle welken Reste der Vergangenheit, steht sie in unerquicklichstem Widerspruch mit der Gegenwart.« Heine, H.: Französische Maler, in: Werke und Briefe, hrsg. v. H. Kaufmann, Berlin 1961, Bd. 4, S. 343. Vgl. dazu auch: Preisendanz, W. »Der Funktionsübergang von Dichtung und Publizistik bei Heine«, in: Die nicht mehr schönen Künste — Grenzphänomen des Ästhetischen, hrsg. v. H. R. Jauss, München 1968, S. 343–347.Google Scholar
  39. 41.
    Goethe an Zelter am 6. 6. 1825, in: Briefwechsel zwischen Goethe und Zelter in den Jahren 1796 bis 1832, hrsg. v. F. W. Riemer, Bd. IV, Berlin 1834, S. 44.Google Scholar
  40. 42.
    Vgl. die Vorrede Hegels zur zweiten Ausgabe der »Wissenschaft der Logik«, Frankfurt/M. 1969 (Suhrkamp Ausgabe), Werke Bd. 5, S. 33 f.Google Scholar
  41. 43.
    Zit. nach Dietze, W.: Junges Deutschland und deutsche Klassik, Berlin 1962, S. 128. Vgl. insgesamt das Kapitel »Das Bewußtsein der Zeitenwende« bei Dietze, S. 121–134.Google Scholar
  42. 44.
    Vgl. auch Dietze, a.a.O., S. 126.Google Scholar
  43. 45.
    Rosenkranz, K.: Das Centrum der Spekulation. Eine Komödie, Königsberg 1840, S. 3.Google Scholar
  44. 46.
    Dietze, a.a.O., S. 151 f.Google Scholar
  45. 47.
    Ebd., S. 170.Google Scholar
  46. 48.
    Zit. ebd., S. 171.Google Scholar
  47. 49.
    Heine, H.: Die romantische Schule, in: Werke und Briefe in zehn Bänden, hrsg. v. H. Kaufmann, Bd. 5, S. 126.Google Scholar
  48. 50.
    Danzel, Th. W.: Über die Behandlung der Geschichte der neueren deutschen Literatur. Rede, gehalten am 11. 9. 1849 für das Ernestische Stipendium, das die Universität Leipzig an Privatdozenten vergab. Publiziert und im Folgenden zit. nach: Meisterwerke deutscher Literaturkritik, hrsg. und eingeleitet von H. Mayer, Berlin 1956, Bd. 2, S. 361–370, hier S. 363.Google Scholar
  49. 51.
    Siehe z. B. Streisand, J.: Geschichtliches Denken von der deutschen Frühaufklärung bis zur deutschen Klassik, Greifswald 1964.Google Scholar
  50. 52.
    Mottek, W.: Wirtschaftsgeschichte Deutschlands, Berlin 1969, Bd. 2, S. 132.Google Scholar
  51. 53.
    Fetscher, I.: Geschichtsphilosophie. In: Fischer Lexikon Philosophie, Frankfurt/Hamburg 1969, S. 76–95, hier S. 81.Google Scholar
  52. 54.
    »Ein Briefwechsel von 1843«, Karl Marx an A. Rüge im September 1843, in: Marx-Engels-Gesamtausgabe (MEGA) hrsg. v. Rjasanow, D., Bd. 1/1, S. 573.Google Scholar
  53. 55.
    Heine, H.: Die romantische Schule, a.a.O., S. 152 f.Google Scholar
  54. 56.
    K. Marx, zit. nach Dietze, a.a.O., S. 181.Google Scholar
  55. 57.
    G. G. Gervinus, zit. nach Muschg, aa..O., S. 299.Google Scholar
  56. 58.
    Vgl. Anm. 137.Google Scholar
  57. 59.
    Danzel, a.a.O., S. 363 f.Google Scholar
  58. 60.
    Vgl. die späteren Kapitel über die Literaturgeschichten von Vilmar und Gelzer, S. 227 ff.Google Scholar
  59. 61.
    Marggraf, H.: Die deutsche Literaturgeschichtsschreibung und Rudolf Gottschall, in: Blätter für literarische Unterhaltung, Jg. 1855, G. 35, S. 633.Google Scholar
  60. 62.
    Concordanz der poetischen National-Literatur der Deutschen, hrsg. v. Berlepsch, Erfurt 1847, Bd. 1, H. 1, S. 35.Google Scholar
  61. 63.
    Matthias, A.: Geschichte des deutschen Unterrichts, in: Handbuch des deutschen Unterrichts auf höheren Schulen, Bd. 1/1, München 1907, S. 389.Google Scholar
  62. 64.
    Der berüchtigte preußische Polizeiminister v. Kamptz wurde 1824 zugleich Direktor der Unterrichtsabteilung im Ministerium Altenstein. Er versuchte durch Spitzel und Leselisten die Verbreitung beinahe aller Werke der neueren deutschen Literatur zu unterbinden. Die Gründe für die Angst des Feudalismus vor den Wirkungen dieser Literatur in den Schulen sind exemplarisch dargestellt in einer Abhandlung von Hülsmann, einem bekannten Theoretiker des Deutschunterrichts, im Programm des Gymnasiums von Duisburg 1842. Hülsmann wendet sich scharf gegen Analyse und Interpretation der deutschen Literatur, weil dadurch die Schüler zu Lüge und Anmaßung verführt würden. Diese Literatur sei wegen ihres heidnischen, pantheistischen Charakters abzulehnen, sie habe sich vom Lebensgrund des Evangeliums abgewandt: »Statt hingegebenen Glaubens und kindlichen Vertrauens entweder das Genügen an der scheinbar reinen Menschennatur oder frühe Resignation, statt Buße und Vergebung der Stolz der Tugend, statt Gnade und Umbildung durch Gottes Geist freie natürliche Entwicklung, statt Wort Gottes die Alten und einige Neue; statt Kirche die Kunst, das Theater, […] statt des lebendigen Glaubens an Gericht und an die Ewigkeit ein unsicheres Hoffen oder ein trübes oder stolzes Resi-Deutsche Philologie im Grundriß. Einleitfaden zu Vorlesungen. Breslau 1836, gnieren, oder bewußtes Beschränken auf die Schönheit und Fülle der Gegenwart.“ Die Angst der Reaktion vor den gesellschaftlichen Folgen des Deutschunterrichts reflektiert sich sehr deutlich in der Entwicklung der preußischen Lehrpläne für Gymnasien. Der erste, in der Reformzeit unter Mitwirkung von F. A. Wolff und Schleiermacher durch Süvern erstellte erste preußische Lehrplan sah 44 Deutschstunden vor und räumte dem Deutschunterricht neben dem in Mathematik und den alten Sprachen eine prominente Stellung ein. (Unterrichtsverfassung der Gymnasien und Stadtschulen. Vom 12. 1. 1816, verfaßt unter der Leitung von J. W. Süvern. In: Mushacke, Preußischer Schulkalender für 1858, Berlin 1857. Neuerdings auch in: Schulreform in Preußen 1809–1819. Entwürfe und Gutachten. Bearbeitet von L. Schwelm, Weinheim 1966, S. 59–99). Der 1837 entstandene Normallehrplan reduzierte den Deutschunterricht um die Hälfte und weitete statt dessen den Religionsund Lateinunterricht aus. Ziegler, Th., Geschichte der Pädagogik. In: Handbuch der Erziehungswissenschaft und Unterrichtslehre, hrsg. v. A. Baumeister, Bd. 1/1, München 1895, S. 311.Google Scholar
  63. 65.
    »Daß die ästhetisch zergliedernde und kommentierende Methode nichts taugt, ist eben zur genüge dargethan. Wohl aber wird die Schule vermögen, dramatische wie epische Poesien den Schülern dadurch aufzuschließen, daß sie ihnen richtig und schön vorgelesen werden […] Mein Vorschlag geht nun dahin: Das Lesen der dramatischen Werke und der wenigen hier in Betracht kommenden epischen Gedichte beginnt drei Jahre vor dem Abgang zur Universität. Rechnet man, daß diesem wichtigsten und großartigsten Teile der ganzen neueren deutschen Literatur wöchentlich eine Stunde gewidmet werde, so macht das vier bis fünf Stunden im Monat. Ich schlage nun vor, diese vier bis fünf Stunden im Monat auf einen Tag zu verlegen und diesen Tag den versammelten Schülern der drei obersten Klassen ein ganzes Drama vorzulesen.« Raumer, R. v.: Der Unterricht im Deutschen. In: Raumer, K. v.: Geschichte der Pädagogik vom Wiederaufblühen klassischer Studien bis auf unsere Zeit, Stuttgart 1847, S. 136.Google Scholar
  64. 66.
    Zit. nach Paulsen, F.: Geschichte des gelehrten Unterrichts, Leipzig 1921, S. 471.Google Scholar
  65. 67.
    Vgl. z. B. die Forderungen der Landesschulkonferenz der Lehrer an den höheren Schulen: 1. »Beschränkung des altsprachlichen Unterrichts gegenüber dem modernen, besonders dem Unterricht in der deutschen und den lebendigen fremden Sprachen, sowie den Naturwissenschaften; 2. Beschränkung des Lateinischen zugunsten des Griechischen; 3. Beschränkung der Schreib- und Sprechübungen zugunsten der Lektüre.« Ebd., S. 474.Google Scholar
  66. 68.
    Der Lehrplan von 1856 sieht statt der Ausweitung des Deutschunterrichts, wie sie in der Revolution von 1848 gefordert worden war, selbst gegenüber dem Lehrplan von 1837 noch eine weitere Reduktion des Deutschunterrichts vor. Vgl. Budde, G.: Die Pädagogik der preußischen höheren Knabenschulen, Langensalza 1910, S. 174.Google Scholar
  67. 69.
    Zit. nach Berndt, E.: Die pädagogischen Bewegungen des Jahres 1848. In: Die neue Schule 3 (1848), H. 5, S. 146.Google Scholar
  68. 70.
    Danzel, a.a.O., S. 365.Google Scholar
  69. 71.
    Mündt, Th.: Allgemeine Literaturgeschichte, Berlin 1846, Bd. 2, S. 181.Google Scholar
  70. 72.
    Danzel, W.: Rezension der Literaturgeschichte von Th. Mündt, in: Leipziger Repertorium der deutschen und ausländischen Literatur, Jg. 4 (1846) H. 11, S. 404.Google Scholar
  71. 73.
    Danzel, W.: Rezension von R. E. Prutz’ Vorlesungen über die deutsche Literatur der Gegenwart, in: Leipziger Repertorium der deutschen und ausländischen Literatur, Jg. 6 (1848) H. 33, S. 210.Google Scholar
  72. 74.
    Hoffmann, H.: Die deutschen Studien auf preußischen Universitäten und Schulen. In: Deutsche Jahrbücher für Wissenschaft und Kunst, Jg. 1842, Nr. 186 vom 6. 7. 1842, S. 741.Google Scholar
  73. 75.
    Haym, R.: Die romantische Schule, Berlin 1920, S. 827 ff.Google Scholar
  74. 76.
    Baxa, J.: Friedrich Schlegels Vorlesungen über die Geschichte der älteren und neueren Literatur im Urteile der Wiener Polizeihofstelle, in: Der Wächter 8 (1926).Google Scholar
  75. 77.
    Hopf, W.: August Vilmar, ein Lebens- und Zeitbild, Marburg 1913, Bd. 1, S. 343.Google Scholar
  76. 78.
    Vgl. Haym, a.a.O., S. 828.Google Scholar
  77. 79.
    Anonyme Rezension von Schröer, K. J.: Geschichte der deutschen Literatur, Pest 1853, in: Heidelberger Jahrbücher der Literatur, Jg. 1953, S. 883.Google Scholar
  78. 80.
    Hopf, a.a.O., Bd. 1, S. 346.Google Scholar
  79. 81.
    Schultz, a.a.O., S. 32 f.Google Scholar
  80. 82.
    Benjamin, W.: Gesammelte Schriften, hrsg. v. R. Tiedemann und H. Schweppenhäuser, Frankfurt/Main 1972, Bd. III, S. 290.Google Scholar
  81. 83.
    Weimann, R.: Vergangenheit und Gegenwart in der Literaturgeschichte. In: Literaturgeschichte und Mythologie, Berlin und Weimar 1971, S. 59.Google Scholar
  82. 84.
    Conrady, a.a.O., S. 43.Google Scholar
  83. 85.
  84. 86.
    Mayer, H.: Danzel als Literaturhistoriker. In: Danzel, Th. W.: Zur Literatur und Philosophie der Goethezeit, hrsg. v. H. Mayer, Stuttgart 1962, S. X–XV.Google Scholar
  85. 87.
    Jahrbuch für deutsche Literaturgeschichte, hrsg. v. A. Henneberger, Jg. 1 (1855), S. VIII ff.Google Scholar
  86. 88.
    Danzel, a.a.O., S. 366.Google Scholar
  87. 89.
    Ebd., S. 365.Google Scholar
  88. 90.
    Engels, F.: Wilhelm Wolff, in: MEW, Bd. 19, S. 63.Google Scholar
  89. 91.
    Lukács, G.: Die Zerstörung der Vernunft, in: Werke, Bd. 9, Neuwied 1966, S. 55.Google Scholar
  90. 92.
    Ebd. S. 60. Die Frage nach den gesellschaftlichen Ursachen des Verlustes der Einsicht in die Gesetzmäßigkeiten historischen Fortschritts kann im Rahmen dieses Aufsatzes nicht zu beantworten versucht werden. Das gilt um so mehr, als Erklärungsversuche, die sich auf den grundlegenden Faktor, die ökonomischen Veränderungen, beschränken, augenfällig unzureichend sind, wie sich z. B. in der Argumentation von K. Korsch zeigt: zweifellos haben die bürgerlichen Philosophen, indem sie die Gesetze gesellschaftlichen Fortschritts formulierten, nur in mystifizierter Form die wirkliche Daseinsform der Bourgeoisie in ihrer ersten, aufsteigenden Phase ausgesprochen, indem sie »die Akkumulation des Kapitals zu einem kosmischen Gesetz des Fortschritts aufblähte« (Korsch, K., Karl Marx, Frankfurt 1967, S. 174). Erst mit der kapitalistischen Produktionsweise entsteht der Zwang zur permanenten Revolutionierung der Produktivkräfte und der materiellen Produktionsbedingungen, erst mit ihr werden zunehmend alle gesellschaftlichen Bereiche und Agenten, einschließlich des Kapitalisten selbst, einem universellen Zwangsmechanismus mit dem alleinigen Zweck der Verwertung des Kapitals und der fortschreitenden Kapitalakkumulation unterworfen. In dieser ersten Phase besteht ein relativ deutlich sichtbarer Zusammenhang zwischen ökonomischem Fortschritt und geschichtsphilosophischen Fortschrittstheorien. Problematisch — zumindest in seiner Anwendung auf deutsche Verhältnisse — ist jedoch Korschs Umkehrschluß: wie in der ursprünglichen Fortschrittsidee die aufsteigende, so kommt in ihrer späteren Umformung zu dem neutralen und skeptisch »wertefreien« Entwicklungsgedanken der modernen bürgerlichen Gesellschaftstheorie die absteigende Phase kapitalistischer Produktion zum Ausdruck (Korsch, a.a.O., S. 173), denn in Deutschland beginnt der große ökonomische Aufstieg der Bourgeoisie erst nach 1848, gleichzeitig mit dem Vordringen des Geschichtsrelativismus »der modernen bürgerlichen Gesellschafttstheorie«. Zwar entwickeln sich mit der kapitalistischen Ökonomie auch ihre Widersprüche, trotzdem kann die zweite Hälfte des 19. Jahrhunderts in Deutschland nicht als »absteigende Phase kapitalistischer Produktion« bezeichnet werden.Google Scholar
  91. 93.
    Marholz, W.: Literaturgeschichte und Literaturwissenschaft, Leipzig 1932, S. 2.Google Scholar
  92. 94.
    Schultz, a.a.O., S. 9 ff.Google Scholar
  93. 95.
    Knoop, G.: Die Gesamtdarstellungen der deutschen Literatur von August Wilhelm Schlegel bis zu Wilhelm Scherer, Phil. Diss. Münster 1952, S. 2.Google Scholar
  94. 96.
    Mundt, Th.: Die Literatur der Gegenwart, Berlin 1842, S. 355.Google Scholar
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  98. 100.
    Gervinus, G. G.: Prinzipien einer deutschen Literaturgeschichtsschreibung, in: Heidelberger Jahrbücher der Literatur, Jg. 26 (1833), H. 12, S. 1194–1239. Wiederabgedruckt und im folgenden zitiert nach: ders., Schriften zur Literatur, hrsg. v. G. Erler, Berlin 1962, S. 3–49. Rosenkranz, K.: Rezension von A. W. Bohtz Geschichte der neueren Deutschen Poesie, in: Jahrbücher für wissenschaftliche Kritik, Jg. 1833, S. 267–272 und S. 276–278.Google Scholar
  99. 101.
    Gervinus, Prinzipien, a.a.O., S. 3.Google Scholar
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    Rosenkranz, Rezension zu Bohtz, a.a.O., S. 267.Google Scholar
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  103. 105.
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    Unger, R.: Literaturgeschichte und Geistesgeschichte, in: Methoden der deutschen Literaturwissenschaft, hrsg. v. V. Zmegač, Frankfurt/Main 1971, S. 100.Google Scholar
  120. 123.
    Herder: Über die neuere deutsche Literatur, zweite Sammlung, in: Herder, J. G.: Sämtliche Werke, hrsg. v. B. Suphan, Berlin 1877 ff., Bd. 1, S. 294.Google Scholar
  121. 124.
    Herder, J. G.: Über die neuere deutsche Literatur. Erste Sammlung, in: Sämtliche Werke, Bd. 1, a.a.O., S. 139–143. Die folgenden Zitate finden sich ebd.Google Scholar
  122. 125.
    Lempicki, a.a.O., S. 406.Google Scholar
  123. 126.
    Herder: Über die neuere deutsche Literatur, a.a.O., S. 141.Google Scholar
  124. 127.
    Vgl. Fincke, F.: Die Gebrüder Schlegel als Literaturhistoriker, Phil.-Diss. Kiel 1961, S. 39.Google Scholar
  125. 128.
    Lempicki, a.a.O., S. 431 ff.Google Scholar
  126. 129.
    Ebd., S. 435.Google Scholar
  127. 130.
    Schmid, Ch. H.: Biographie der Dichter, Leipzig 1769–1770.Google Scholar
  128. 131.
    Kuttner, A.: Charaktere teutscher Dichter und Prosaisten von Kaiser Karl dem Großen bis aufs Jahr 1780, Berlin 1781.Google Scholar
  129. 132.
    Manso, J. K. F.: Übersicht der Geschichte der deutschen Poesie seit Bodmers und Breitingers kritischen Bemühungen, in: Charaktere der vornehmsten Dichter aller Nationen nebst kritischen und historischen Abhandlungen über alle Gegenstände der schönen Künste und Wissenschaften. Leipzig 1792–1808.Google Scholar
  130. 133.
    Schubart, C. F. D.: Kritische Skala der vorzüglichsten deutschen Dichter, in: dess. gesammelte Schriften und Schicksalen, Stuttgart 1839, Bd. 6, S. 132 ff.Google Scholar
  131. 134.
    Schmid, Ch. H.: Skizze einer Geschichte der teutschen Dichtkunst, in: Olla potrida, Jg. 1780–1790, Bd. 3–7.Google Scholar
  132. 135.
    Zit. nach Lempicki, a.a.O., S. 437.Google Scholar
  133. 136.
    Zit. ebd., S. 439.Google Scholar
  134. 137.
    Selbst J. G. T. Grässe, der Verfasser der letzten umfassenden Litterärgeschichte, weiß keine allgemein gültige, eindeutige Definition des Begriffs anzugeben. Er selbst teilt die Literaturgeschichte in Litterärgeschichte einerseits, die die Geschichte der Wissenschaft und der Wissenschaftler, der Schriften und der Schriftsteller aller Zeiten zum Gegenstand hat und die »Literaturgeschichte im engsten Sinn« die die innerwissenschaftliche Entwicklung behandelt, merkt aber an: »Nach anderen heißt die äußere Geschichte der Literatur Literaturgeschichte und die innere Litterärgeschichte« — Grässe, J. G. T.: Lehrbuch einer allgemeinen Literärgeschichte aller bekannten Völker der Welt, von der ältesten bis auf die neueste Zeit, Dresden 1837–1859, Bd. 1, § 11. Im allgemeinen waren wohl die Litterärgeschichten Enzyklopedien der Geschichte der Wissenschaft und der Künste, der Schriften und ihrer Verfasser und schlossen auch Biographie und Bibliographie in sich ein.Google Scholar
  135. 138.
    Eichhorn, J. G.: Geschichte der Litteratur, Göttingen 1805–1810.Google Scholar
  136. 139.
    Grässe, a.a.O., passim.Google Scholar
  137. 140.
    Wachler, L.: Handbuch der Geschichte der Litteratur, Frankfurt/Main 1833.Google Scholar
  138. 141.
    Lambeck, P.: Prodomus historiae literariae et tabula dupplex chronographia, Hamburg 1710.Google Scholar
  139. 142.
    Wachler, L.: Versuch einer allgemeinen Geschichte der Literatur. Für studierende Jünglinge und Freunde der Lehrsamkeit, Lemgo 1793.Google Scholar
  140. 143.
    Eichner, H.: Friedrich Schlegels Werdegang als Literaturhistoriker, in: Schlegel, F., Geschichte der alten und neuen Literatur, Bd. 6 der Kritischen Ausgabe von E. Behler, Paderborn, München, Wien 1961, S. XII.Google Scholar
  141. 144.
    Gedicke, F.: Über das Studium der Litterarhistorie nebst einem Beitrag zu dem Kapitel von den gelehrten Schustern, in: Berlinische Monatsschrift, Jg. 1783, S. 277–297.Google Scholar
  142. 145.
    Fincke, a.a.O., S. 11–58.Google Scholar
  143. 146.
    Schlegel, A. W.: Vorlesungen über schöne Literatur und Kunst, hrsg. v. J. Minor, Heilbronn 1884.Google Scholar
  144. 147.
    Ebd., S. 13.Google Scholar
  145. 148.
    1797 schrieb A. W. Schlegel an Herder: »Sie haben die Kunst, die verschiedensten Arten der Natur- und Volkspoesie jede in ihrem Ton und in ihrer Weise nachzubilden, auf eine vorher nie erreichte Höhe gebracht; ich würde stolz darauf seyn, wenn das aufmerksamste, häufig wiederholte Studium alles dessen was sie der Welt in diesem Fache geschenkt, mir Ansprüche auf den Namen ihres Schülers darin geben könnte.« Bernays, M.: Zur Entstehungsgeschichte des Schlegelschen Shakespeares, Leipzig 1872, S. 254.Google Scholar
  146. 149.
    Unger, R.: Aufsätze zur Prinzipienlehre der Literaturgeschichte, Berlin 1929, S. 11.Google Scholar
  147. 150.
    Dünninger, a.a.O., S. 139 f.Google Scholar
  148. 151.
    Knoop, a.a.O., S. 12.Google Scholar
  149. 152.
    Mayer, H.: Literaturwissenschaft in Deutschland, in: Fischer-Lexikon der Literatur, hrsg. v. W. H. Friedrich und W. Killy, Bd. II/1, S. 320.Google Scholar
  150. 153.
    Wellek, R.: Geschichte der Literaturkritik 1750–1830, Neuwied 1959, S. 266.Google Scholar
  151. 154.
    Schlegel, F.: Lessings Geist aus seinen Schriften, in: Kritische Schriften, hrsg. v. W. Rasch, München 1964, S. 424.Google Scholar
  152. 155.
    Benjamin, W.: Der Begriff der Kunstkritik in der deutschen Romantik, in: ders., Schriften, Frankfurt 1955, Bd. 2, S. 475.Google Scholar
  153. 156.
    Ebd., S. 511.Google Scholar
  154. 157.
    Benjamin, W.: Literaturgeschichte, a.a.O., S. 288.Google Scholar
  155. 158.
    Bouterwek, F.: Geschichte der Poesie und Beredsamkeit seit dem Ende des 12. Jahrhunderts, Göttingen 1801–1819, S. 116.Google Scholar
  156. 159.
    Schlegel, F.: Literary Notebooks 1797–80, hrsg. v. H. Eichner, London 957, Nr. 135.Google Scholar
  157. 160.
    Ebd., Nr. 245.Google Scholar
  158. 161.
    Schlegel, F.: Lessings Geist aus seinen Schriften, aa..O., S. 395.Google Scholar
  159. 162.
    Schlegel, A. W.: Sämtliche Werke, hrsg. v. E. Böcking, Leipzig 1846/47, Bd. 11, S. 187.Google Scholar
  160. 163.
    Vgl. Fincke, a.a.O., S. 181 f.Google Scholar
  161. 164.
    Knoop, a.a.O., S. 7.Google Scholar
  162. 165.
    Schlegel, F.: Geschichte der alten und der neuen Literatur, a.a.O., S. 4.Google Scholar
  163. 166.
    Ebd., S. 313.Google Scholar
  164. 167.
    Wellek, a.a.O., S. 283.Google Scholar
  165. 168.
    Humbold, W. v.: Ansichten über Ästhetik und Literatur. Seine Briefe an Ch. G. Körner, hrsg. v. F. Jonas, Berlin 1880, S. 131.Google Scholar
  166. 169.
    W. B.: Ein Wort zu seiner Zeit, in: Morgenblatt für gebildete Stände, Jg. 1815, Nr. 273, S. 1091.Google Scholar
  167. 170.
    Arndt, F. M.: Einige Anmerkungen zur Länderkunde des Protestantismus und Schlegels Geschichte der alten und der neuen Literatur, in: ders., Schriften für und an seine lieben Deutschen, Bd. 3, Leipzig 1845, S. 3 f.Google Scholar
  168. 171.
    Körner, J. (Hrsg.): Krisenjahre der Frühromantik. Briefe aus dem Schlegelkreis, Brünn, Wien, Leipzig 1936/37, Bd. 2, S. 249.Google Scholar
  169. 172.
    Schmidt, J.: Geschichte der deutschen Literatur von Leibnitz bis auf unsere Zeit, Berlin 1890, Bd. 4, S. 426.Google Scholar
  170. 173.
    Vgl. Anm. 105.Google Scholar
  171. 174.
    Herder, Sämtliche Werke, a.a.O., Bd. 2, S. 112.Google Scholar
  172. 175.
    Heine, Romantische Schule, a.a.O., S. 28.Google Scholar
  173. 176.
    Dietze, a.a.O., S. 22.Google Scholar
  174. 177.
    Menzel, W.: Die deutsche Literatur, Stuttgart 1836, S. 33.Google Scholar
  175. 178.
    Wachler, L.: Vorlesungen über die Geschichte der teutschen Nationalliteratur, Frankfurt/Main 1834.Google Scholar
  176. 179.
    Ebd., S. 104.Google Scholar
  177. 180.
    Ebd., S. 322.Google Scholar
  178. 181.
    »Johann Christian Friedrich Hölderlin (geb. 1771, st. 1833) (richtig ist: 1843 K. H. G.) ist vertraut mit der classischen Literatur und mit Schiller, deutet tiefes Gefühl an und Aufregung durch den Sturm mächtiger Leidenschaften; in seinen ›Gedichten‹ (1826) findet sich, neben vielen unverkennbaren Nachbildungen, manche Eigenthümlichkeit des Geistes und Tones.« Ebd., S. 309.Google Scholar
  179. 182.
    Ebd., S. 171.Google Scholar
  180. 183.
    Menzel, a.a.O., S. 33 f.Google Scholar
  181. 184.
    Menzel, a.a.O., Bd. 2, S. 181.Google Scholar
  182. 185.
    Schlegel, A. W.: Sämtliche Werke, a.a.O., Bd. 2, S. 226.Google Scholar
  183. 186.
    Menzel, a.a.O., Bd. 2, S. 335.Google Scholar
  184. 187.
    Ebd., S. 337.Google Scholar
  185. 188.
    Ebd., S. 328.Google Scholar
  186. 189.
    Heine, H.: Über die »deutsche Literatur«. Von Wolfgang Menzel. In: Werke und Briefe in 10 Bänden, a.a.O., Bd. 4, S. 236 f. Daß Heine Menzels Literaturgeschichte 1828 trotz ihrer augenfälligen Schwächen positiv rezensiert, dürfte im wesentlichen zwei Gründe haben: einerseits begrüßt er sie als Versuch, die traditionelle, an den Schriftsteller- und Gelehrtenlexika orientierte Form der Literaturgeschichtsschreibung zu überwinden, zum anderen und vor allem lobt er sie deshalb, weil er sie — gerade auch die oben skizzierten Kapitel über Goethe — zwar nicht in allen Punkten für richtig hält, aber doch als Beitrag zur Überwindung der Kunstperiode wertet: »Das Princip der Goetheschen Zeit, die Kunstidee, entweicht, eine neue Zeit mit einem neuen Principe steigt auf, und, seltsam! wie das Menzelsche Buch merken läßt, sie beginnt mit Insurrektion gegen Goethe.«Google Scholar
  187. 190.
    Menzel, a.a.O., Bd. 2, S. 16.Google Scholar
  188. 191.
    Gervinus, G. G.: Geschichte der poetischen Nationalliteratur der Deutschen, Leipzig 1836–1842. Seit der dritten Auflage überarbeitet unter dem Titel: Geschichte der deutschen Dichtung, Leipzig 1871.Google Scholar
  189. 192.
    Mayer, Literaturwissenschaft, a.a.O., S. 322.Google Scholar
  190. 193.
    Dünninger, a.a.O., Sp. 168.Google Scholar
  191. 194.
    Völker, P. G.: Die inhumane Praxis einer bürgerlichen Wissenschaft. Zur Methodengeschichte der Germanistik. In: Das Argument 10 (1968), Nr. 49, S. 431 bis 454, hier S. 439 ff.Google Scholar
  192. 195.
    Mehring, F.: Die Lessing-Legende, in: Gesammelte Schriften, hrsg. v. T. Höhle, H. Koch, J. Schleifenstein, Bd. 9. Berlin 1963, S. 49.Google Scholar
  193. 196.
    Vgl. das umfassende, fast vollständige Literaturverzeichnis bei Carl, R. P.: Prinzipien der Literaturbetrachtung bei G. G. Gervinus, Bonn 1969, S. 177–197.Google Scholar
  194. 197.
    Gervinus, G. G.: Schriften zur Literatur, hrsg. v. G. Erler, Berlin 1962, S. 145 bis 317.Google Scholar
  195. 198.
    Rosenkranz, K.: Rezension von Gervinus’ Geschichte der Poetischen Nationalliteratur der Deutschen, in: Jahrbücher für wissenschaftliche Kritik, Jg. 1836, Nr. 36, S. 36.Google Scholar
  196. 199.
    Grässe, J. G. Th.: Rezension von Gervinus’ Geschichte der Poetischen Nationalliteratur der Deutschen, in: Deutsche Jahrbücher für Wissenschaft und Kunst, Jg. 1842, Nr. 57, S. 236.Google Scholar
  197. 200.
    Ulrici, H.: Rezension des 3. Bandes von Gervinus’ Geschichte der Poetischen Nationalliteratur der Deutschen, in: Allgemeine Literatur-Zeitung, Jg. 1842, Nr. 186, S. 266.Google Scholar
  198. 201.
    Anonym: Über Gervinus’ neuere Literaturgeschichte, in: Bläter für literarische Unterhaltung, Jg. 1843, Nr. 108, S. 429.Google Scholar
  199. 202.
    Ebd., S. 434.Google Scholar
  200. 203.
    Rothacker, E.: Einleitung in die Geisteswissenschaften, Tübingen 1920, S. 169.Google Scholar
  201. 204.
    Gervinus, Selbstkritik, in: Hinterlassene Schriften, Wien 1872, S. 79.Google Scholar
  202. 205.
    Erler, G.: Gervinus als Literaturhistoriker. In: G. G. Gervinus, Schriften zur Literatur, a.a.O., S. XVIII.Google Scholar
  203. 206.
    Ranke, L. v.: Georg Gottfried Gervinus. Rede zur Eröffnung der 12. Plenarversammlung der historischen Kommission, in: Historische Zeitschrift 27 (1871), S. 134–146, hier S. 142.Google Scholar
  204. 207.
    Gervinus, G. G.: Einleitung zur Geschichte der poetischen Nationalliteratur, a.a.O., S. 10.Google Scholar
  205. 208.
  206. 209.
  207. 210.
    Ebd., S. 7.Google Scholar
  208. 211.
    G. G. Gervinus Leben. Von ihm selbst. Hrsg. v. J. Keller, Leipzig 1893, S. 266.Google Scholar
  209. 212.
    Rinne, K. F.: Innere Gesschichte der Entwicklung der deutschen Nationalliteratur, Leipzig 1842, S. 535 bzw. S. 539.Google Scholar
  210. 213.
    Wo Rinne den Funktionswandel der Literatur damit erklärt, daß zunehmend auch die »reellen Interessen Gewicht auf Gewicht in die Waagschale des Lebens werfen«, nähert er sich punktuell sogar dem materialistischen Standpunkt, ohne freilich diese punktuelle Einsicht weiter klären und methodisch fruchtbar machen zu können. Ebd., S. 536.Google Scholar
  211. 214.
    Gervinus, Einleitung, a.a.O., S. 16.Google Scholar
  212. 215.
    Ebd., S. 15.Google Scholar
  213. 216.
    Marx, K.: Grundrisse der Kritik der politischen Ökonomie, Berlin 1953, S. 23. Vgl. auch: Brecht, B.: Me-ti, Buch der Wendungen, in: Gesammelte Werke in 20 Bänden, Frankfurt 1967, Bd. 12, S. 534: »Me-ti empfahl äußerste Vorsicht bei der Anwendung des Begriffs Volk. Er hielt es für erlaubt, von einem Volk zu sprechen im Gegensatz zu anderen Völkern oder in der Satzform die Völker selber (im Gegensatz zu ihren Regierungen). Für gewöhnlich jedoch schlug er die Bezeichnung Bevölkerung vor, da sie nicht das künstlich einheitliche hat, daß das Wort Volk vortäuscht. Es wird nämlich oft gebraucht, wo eigentlich nur Nation gemeint ist oder gemeint sein kann, was eine Bevölkerung mit besonderer Staatsform bedeutet. Die Interessen einer solchen Nation sind aber nicht immer die Interessen des Volkes.«Google Scholar
  214. 217.
    Engels, F.: Die Rolle der Gewalt in der Geschichte, in: MEW, Bd. 21, S. 422.Google Scholar
  215. 218.
    Erler, a.a.O., S. 32.Google Scholar
  216. 219.
    Deutsche Zeitung vom 26. 4. 1848, S. 922.Google Scholar
  217. 220.
    Zit. nach Schilfert, G./Schleier, H.: G. G. Gervinus als Historiker. In: Studium über deutsche Geschichtswissenschaft, Bd. 1, Berlin 1963, S. 165.Google Scholar
  218. 221.
    Mehring, Lessing-Legende, a.a.O., S. 50.Google Scholar
  219. 222.
    Gervinus, G. G.: Über Börners Briefe aus Paris, in: Gesammelte kleine historische Schriften, Karlsruhe 1838, S. 397. Gervinus Kritik der Jungdeutschen gehört sicher zu den borniertesten Teilen seiner literarhistorischen Schriften. In der schon erwähnten Rezension der Literaturgeschichten von Bohtz und Herzog, schreibt er über das junge Deutschland: »[…] unordentliche Genien bekämpfen unsere romantische Schule, wenn auch nicht mit erlaubten Waffen; wilde Geister ohne Klarheit und ohne Wissen reißen unsere großen Heroen in den Kot; anbrüchige Jünglinge nehmen es sich heraus, ihre moralischen Charaktere zu verdammen; hirnlose Schwärmer vermissen in ihnen ihre politischen Tollheiten und knüpfen daran ihre Verurteilung […]«. A.a.O., S. 42. Gervinus Klassenposition entspricht es, daß er in seiner Literaturgeschichte durchgehend Schriftsteller »ohne den innigsten Sinn für Religionsbande für Volkstümlichkeit, für Vaterland und Gesetz« heftig kritisiert (Gervinus, Grundzüge der Historik, in: Schriften zur Literatur, a.a.O., S. 102). So ist er zu einer adäquaten Beurteilung von R. M. J. Lenz völlig außerstande, weil er ihn für einen solchen gesetz- und vaterlandslosen Dichter hält, der zudem noch einer herumschweifenden Lebensart, »unzweckmäßige[r] Beschäftigung« und sogar »häufigen Umgangs mit Frauenzimmern« pflog, also Lastern, die Gervinus Philistermoral zutiefst zuwider waren. Geschichte der poetischen Nationalliteratur, a.a.O., Bd. 4, S. 581.Google Scholar
  220. 223.
    Gervinus, G. G.: Grundzüge der Historik, in: Schriften zur Literatur, a.a.O., S. 62.Google Scholar
  221. 224.
    Ebd., S. 68.Google Scholar
  222. 225.
    Ebd., S. 69.Google Scholar
  223. 226.
    Gervinus’ Leben, a.a.O., S. 237 f.Google Scholar
  224. 227.
    Gervinus, G. G.: Grundzüge der Historik, a.a.O., S. 102 f.Google Scholar
  225. 228.
    Marx, K.: Theorien über den Mehrwert, MEW Bd. 26/2, S. 112.Google Scholar
  226. 229.
    Vgl. dazu Haug, W. F.: Die Bedeutung von Standpunkt und sozialistischer Perspektive für die Kritik der politischen Ökonomie, in: Das Argument Jg. 14 (1972), S. 561–586.Google Scholar
  227. 230.
    Gervinus, G. G.: Grundzüge der Historik, a.a.O., S. 85 bzw. S. 88.Google Scholar
  228. 231.
    Hegel, G. W. F.: Vorlesungen über die Philosophie der Geschichte, in: Werke, a.a.O., Bd. 12, S. 19.Google Scholar
  229. 232.
    Ebd., S. 21.Google Scholar
  230. 233.
    Gervinus, G. G.: Grundzüge der Historik, a.a.O., S. 85. Vgl. auch Carl, a.a.O., S. 24 f.Google Scholar
  231. 234.
    Gervinus, G. G.: Geschichte der poetischen Nationalliteratur, a.a.O., Bd. 4, S. 11.Google Scholar
  232. 235.
    Ebd., Bd. 1, S. 477.Google Scholar
  233. 236.
    Ebd., Bd. 4, S. 9.Google Scholar
  234. 237.
    Ebd., Bd. 1, Einleitung, S. 12 f.: »Der ästhetische Beurteiler zeigt uns eines Gedichtes Entstehung aus sich selbst, sein inneres Wachstum und Vollendung, seinen absoluten Werth, sein Verhältnis zu seiner Gattung und etwa zu der Natur und dem Charakter des Dichters. Der Ästhetiker tut am besten, das Gedicht so wenig als möglich mit anderen zu vergleichen, dem Historiker ist die Vergleichung ein Hauptmittel zum Zweck. Er zeigt uns nicht eines Gedichtes, sondern aller poetischen Produkte Entstehung aus der Zeit, aus dem Kreis ihrer Ideen, Thaten und Schicksale, er weist darin nach, was diesen entspricht oder widerspricht, er sieht den Ursachen ihres Werdens und ihren Wirkungen nach und beurtheilt ihren Werth hauptsächlich nach diesen, er vergleicht sie mit dem Größten der Kunstgattung gerade dieser Zeit und dieser Nation, in der sie entstanden, oder, je nach dem er seinen Gesichtskreis ausdehnt, mit den weiteren analogen Erscheinungen in anderen Zeiten und Völkern.«Google Scholar
  235. 238.
    Vgl. auch Carl, a.a.O., S. 70.Google Scholar
  236. 239.
    Vico unterschied in der Weltgeschichte ebenfalls ein Religionszeitalter, ein poetisches Zeitalter und ein heroisches Zeitalter, in dem die Klassen und Staaten entstehen. Vico, G.: Die neue Wissenschaft über die gemeinschaftliche Natur der Völker, München 1924.Google Scholar
  237. 240.
    Hegel: Vorlesungen über die Geschichte der Philosophie, Hamburg 1963 (Ausgabe Hoffmeister), S. 148.Google Scholar
  238. 241.
    Gervinus, G. G.: Geschichte der poetischen Nationalliteratur, Einleitung, a.a.O., Bd. 1, S. 12. »Es [das Buch, die Geschichte der poetischen Nationalliteratur K. H. G.] weicht besonders darin von allen literarischen Handbüchern und Geschichten ab, daß es nichts ist als Geschichte. Ich habe mit der ästhetischen Beurteilung der Sachen nichts zu tun, ich bin kein Poet und kein belletristischer Kritiker.«Google Scholar
  239. 242.
    Vgl. Carl, a.a.O., S. 116.Google Scholar
  240. 243.
    Gervinus, G. G.: Geschichte der poetischen Nationalliteratur, a.a.O., Bd. IV, S. 336.Google Scholar
  241. 244.
    Vgl. Carl, a.a.O., S. 81–105 und Erler, a.a.O., S. LX–LXVI.Google Scholar
  242. 245.
    Kracauer, S.: Über Erfolgsbücher und ihr Publikum, in: Das Ornament der Masse, Frankfurt 1963, S. 67.Google Scholar

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