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Germanistik — eine Form bürgerlicher Opposition

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Zusammenfassung

Was man in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts unter dem Namen ›Germanist‹ verstand und verstehen konnte, sei an einigen Zitaten aus zeitgenössischen Dokumenten erläutert.

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Anmerkungen

  1. 5.
    Verhandlungen der Germanisten zu Frankfurt am Main am 24., 25. und 26. September 1846. Frankfurt a. M. 1847. S. 5 f.Google Scholar
  2. 6.
    »Über die wechselseitigen beziehungen und die Verbindung der drei in der Versammlung vertretenen Wissenschaften«; in: Jacob Grimm, Kleinere Schriften; hg. v. E. Ippel, Bd. 7, Berlin 1884, S. 556 ff. oder Verhandlungen Ffm, S. 11–18; Über den namen der germanisten«; in: J. Grimm, Kl.Schr., Bd. 7, S. 568 f. oder Verhandlungen Ffm., S. 103–105; »Über den werth der ungenauen Wissenschaften«; in: J. Grimm, Kl. Schr., Bd. 7, S. 563 ff. oder Verhandlungen Ffm., S.58–62.Google Scholar
  3. 7.
    Verhandlungen Ffm., a.a.O., S. 103.Google Scholar
  4. 8.
    Verhandlungen a.a.O., S. 103 f.Google Scholar
  5. 9.
    2 Theile, Stuttgart 1828.Google Scholar
  6. 10.
    A.a.O. I, 222.Google Scholar
  7. 11.
    A.a.O. 284 f.Google Scholar
  8. 12.
    A.a.O., S. 249–251.Google Scholar
  9. 13.
    Verhandlungen Ffm, S. 60.Google Scholar
  10. 14.
    A.a.O., S. 59.Google Scholar
  11. 15.
    A.a.O., S. 251.Google Scholar
  12. 16.
    A.a.O., S. 252.Google Scholar
  13. 17.
    Rudolf von Raumer, Geschichte der Germanischen Philologie. München 1870.Google Scholar
  14. 17a.
    Sigmund von Lempicki, Geschichte der deutschen Literaturwissenschaft bis zum Ende des 18. Jahrhunderts. Göttingen 1920.Google Scholar
  15. 18.
    Raumer, a.a.O., S. 456.Google Scholar
  16. 19.
    Raumer, a.a.O., S. 296.Google Scholar
  17. 20.
    Raumer, a.a.O., S. 378.Google Scholar
  18. 21.
    Lempicki, a.a.O., S. 13 f.Google Scholar
  19. 22.
    H. A. Korff, Geist der Goethezeit. Bd. IV, Leipzig 19582, S. 173.Google Scholar
  20. 23.
    Jürgen Habermas, Strukturwandel der Öffentlichkeit. Neuwied u. Berlin 1969 (4. Aufl.), S. 45 f.Google Scholar
  21. 24.
    Karl Gustav von Hille, Der Teutsche Palmenbaum: Das ist/Lobschrift Von der Hochlöblichen/Fruchtbringenden Gesellschaft Anfang/Satzungen/Vorhaben …; Nürnberg 1647, S. 14.Google Scholar
  22. 25.
    A.a.O., S. 215.Google Scholar
  23. 26.
    Der Terminus ›germanistische Bewegung‹ oder ›Bewegung‹ dient hier — und so wurde er auch von Historikern des 19. Jahrhunderts verwendet — zur Kennzeichnung sozialer Strömungen und politischer Tendenzen, die noch keine breite Öffentlichkeit, keine ideologische Konsistenz und keine organisatorische Solidität (wie etwa eine Partei) erreicht haben.Google Scholar
  24. 27.
    Vgl. Friedrich Paulsen, Geschichte des gelehrten Unterrichts. Bd. 2, Leipzig 1897, 2. Aufl., S. 690.Google Scholar
  25. 28.
    Christian Thomasius, Deutsche Schriften; hg. v. P. v. Düffel, Stuttgart 1970, S. 193.Google Scholar
  26. 29.
    J. Andreas Fabricius, Abriss einer allgemeinen Historie der Gelehrsamkeit. Bd. I, Leipzig 1752, S. 153 f. — Vgl. Heinrich Hoffmann von Fallersleben, Die Deutsche Philologie im Grundriß. Ein Leitfaden zu Vorlesungen. Breslau 1836, S. Vf.Google Scholar
  27. 30.
    Reinbek bei Hamburg 1966.Google Scholar
  28. 31.
    Gottfried August Bürger, Sämmtliche Werke, Bd. 3, Göttingen 1844, S. 369 ff.Google Scholar
  29. 32.
    Bürger, a.a.O., S. 378 ff.Google Scholar
  30. 33.
    Bürger, a.a.O., S. 397.Google Scholar
  31. 34.
    Bürger, a.a.O., S. 405 f.Google Scholar
  32. 35.
    Anonymus, Lehrer der Teutschen Sprache. — In: Allgemeiner Litterarischer Anzeiger, 14. IV. 1801, Sp. 549 f.Google Scholar
  33. 36.
    Allgemeine Deutsche Biographie. Herausgegeben durch die Histor. Commission der Königlichen Akademie der Wissenschaften (Bayern); 56 Bde., Leipzig 1875 ff.Google Scholar
  34. 37.
    Vgl. Jürgen Kuczynski, Die Bewegung der deutschen Wirtschaft von 1800 bis 1946. Meisenheim a. Gl. 1948, S. 195 f.Google Scholar
  35. 38.
    Vgl. Brockhaus’ Konversations-Lexikon, Leipzig 1903, Bd. 13, S. 401.Google Scholar
  36. 39.
    Angaben nach Frank Eyck, Deutschlands große Hoffnung. Die Frankfurter Nationalversammlung 1848/49. München 1963, S. 102.Google Scholar
  37. 40.
    Max Weber, Die protestantische Ethik. Eine Aufsatzsammlung. München u. Hamburg 1969, S. 359 f. (Vorlesung 1919/20).Google Scholar
  38. 41.
    Eyck, a.a.O., S. 103.Google Scholar
  39. 42.
    Eyck, a.a.O., S. 106.Google Scholar
  40. 43.
    Eyck, a.a.O., S. 106.Google Scholar
  41. 44.
    Die Bewegung hatte in den ersten Jahren enormen Zulauf. Schon im März 1845 war die Gruppe, die sich durch römische Bannflüche nicht behelligen ließ, so stark, daß sie unter hervorragender Mitwirkung von Robert Blum zu Leipzig ein eignes Konzil veranstalten konnte. In Österreich und Bayern verboten und ausgewiesen, fanden die katholischen Dissidenten in Preußen Duldung. Ende 1846 zählte man sechzigtausend Deutschkatholiken, davon die Hälfte in Schlesien. Der Erfolg dieser Bewegung erklärt sich aus der Tatsache, daß sie den theologischen Kampf gegen Roms Klerikalhegemonie mit demokratischen und nationalen Forderungen verband. So forderte sie allgemeines Wahlrecht, ja sogar (wenigstens in Gemeindeinstitutionen) Stimmrecht für Frauen und erklärte die religiöse Bewegung als ein Mittel zur »socialpolitischen Agitation«.Google Scholar
  42. 45.
    Zur Geschichte des Deutschkatholizismus vgl. Kampe, Geschichte der religiösen Bewegung der neuern Zeit. Bd. 4, Leipzig 1860.Google Scholar
  43. 46.
    Preußen hatte 1816 ca. 10,4 Millionen, Österreich 1818 ca. 13,4 Millionen Einwohner, wobei indes zu berücksichtigen ist, daß beträchtliche Teile ihres Territorialbestandes nicht zum Bund gehörten.Google Scholar
  44. 47.
    Friedrich Paulsen, Geschichte des gelehrten Unterrichts auf den deutschen Schulen und Universitäten vom Ausgang des Mittelalters bis zur Gegenwart. 2. Aufl., Bd. 2, Leipzig 1897, S. 282.Google Scholar
  45. 48.
    Paulsen, a.a.O., S. 284.Google Scholar
  46. 49.
    Paulsen, a.a.O., S. 283.Google Scholar
  47. 50.
    Paulsen, a.a.O., S. 267.Google Scholar
  48. 51.
    F. Paulsen, a.a.O., S. 142.Google Scholar
  49. 52.
    Es waren dies: Bouterwek, Büsching, Carriere, Danzel, Docen, Ettmüller, Gervinus, Goettling, Gruppe, Hettner, Hillebrand, Horn, Mundt, Schildener, A. W. Schlegel, Fr. Schlegel, J. Schmidt, Stahr, Tittmann, Vischer und Wilbrandt.Google Scholar
  50. 53.
    s.S. 273 ff.Google Scholar
  51. 54.
    Wilhelm Scherer, Vorträge und Aufsätze zur Geschichte des geistigen Lebens in Deutschland und Österreich. Berlin 1874, S. 411.Google Scholar
  52. 55.
    Georg Gottfried Gervinus, Geschichte der poetischen National-Literatur der Deutschen. 4. Theil. 2. Aufl., Leipzig 1843, S. VII.Google Scholar
  53. 56.
    Georg Wilhelm Friedrich Hegel, Ästhetik. hg. v. H. G. Hotho, redigiert von F. Bassenge. Berlin u. Weimar o. J., S. 22.Google Scholar
  54. 57.
    Verhandlungen Ffm, a.a.O., S. 104.Google Scholar
  55. 58.
    In: Janus. Jahrbücher deutscher Gesinnung, Bildung und That. hg. v. V. A. Huber. 1. Bd., Halle 1847, S. 261 ff.Google Scholar
  56. 59.
    Gelzer, a.a.O., S. 261.Google Scholar
  57. 60.
    Friedrich Engels, Ernst Moritz Arndt (1841). — In: MEW, Ergänzungsband II, S. 121 f.Google Scholar
  58. 61.
    Vgl. Werner Conze, Das Spannungsfeld von Staat und Gesellschaft im Vormärz. — In: W. C. (Hg.), Staat und Gesellschaft im deutschen Vormärz. Stuttgart 1962, S. 207–269; S. 224.Google Scholar
  59. 62.
    Gelzer, a.a.O., S. 261 ff.Google Scholar
  60. 63.
    Gelzer, a.a.O., S. 263–267.Google Scholar
  61. 64.
    Gelzer, a.a.O., S. 267 f.Google Scholar
  62. 65.
    Vgl. S. 21.Google Scholar
  63. 66.
    Johann Gottlieb Fichte, Deduzierter Plan einer zu Berlin zu errichtenden höhern Lehranstalt … (1807); zitiert nach Ernst Anrich (Hg.), Die Idee der deutschen Universität. Darmstadt 1956, S. 184.Google Scholar
  64. 67.
    Friedrich Schleiermacher, Gelegentliche Gedanken über Universitäten in deutschem Sinn. (1808). Zitiert nach der Ausgabe von Anrich, a.a.O., S. 225 ff.Google Scholar
  65. 68.
    Vgl. Erhard Agricola, W. Fleischer, H. Protze (Hgg.), Die deutsche Sprache. Leipzig 1969, S. 197 u. 239.Google Scholar
  66. 69.
    Vgl. Karl Gottfried Hugelmann, Stämme, Nation und Nationalstaat im deutschen Mittelalter. Stuttgart 1955, S. 284.Google Scholar
  67. 70.
    Hugelmann, a.a.O., S. 269 f.Google Scholar
  68. 71.
    Ernst Moritz Arndt fragt und antwortet in dem Lied, das 1813 zum Lieblingslied des Lützowschen Freikorps wurde, »Was ist des Deutschen Vaterland?« Strophe 6 u. 7: »Was ist das Deutsche Vaterland? So nenne mir das große Land! Ists, was der Fürsten Trug zerklaubt? Vom Kaiser und vom Reich geraubt? O nein! nein! nein! Mein Vaterland muß größer sein. Was ist das Deutsche Vaterland? So nenne endlich mir das Land! So weit die Deutsche Zunge klingt Und Gott im Himmel Lieder singt, Das soll es sein! Das, wackrer Deutscher, nenne dein!« (Zitiert nach »Deutsche Wehrlieder für das Königlich-Preussische Frei-Corps. hg. v. F. L. Jahn. (o. O.) Ostern 1813.« Lied 1. Auch Theodor Körner reimt in seinem Lied »Die Freischar« im Winter 1812/13: (3. Str.:) »Doch Brüder sind wir allzusamm’, Und das schwellt unsern Mut. Uns knüpft der Sprache heilig Band, Uns knüpft ein Gott, ein Vaterland, Ein treues, deutsches Blut!« (ebd. Lied 3) Im August 1812 schreibt der siebenundzwanzigjährige Johann Andreas Schmeller in Basel ein »Deutsches Lied«, in dem es heißt: »Es reicht des Deutschen Vaterland, Soweit man deutsches denkt und spricht. Was Gott durch Sinn und Wort verband, Das trennt der Fürsten Grenzpfal nicht.« Zitiert nach Joh. Andr. Schmeller, Tagebücher 1801–1852; hg. v. Paul Ruf, 3 Bde, München 1954, Bd. I, S. 158.)Google Scholar
  69. 72.
    Arthur Schopenhauer, Sämtliche Werke. Bd. 6. Wiesbaden 1947, S. 519.Google Scholar
  70. 73.
    August Zeune, Der fremde Götzendienst. Eine Vorlesung als Einleitung zu dem Vortrage über das Nibelungenlied zu Berlin im Christmond 1813. Gedruckt am Rhein im zweiten Jahre der deutschen Freiheit. S. 28. — Allerdings hat der Patriotismus Zeunes, wie später noch zu zeigen sein wird, auch bornierte deutschtümelnd-chauvinistische Züge.Google Scholar
  71. 74.
    Ernst Moritz Arndt, Ausgew. Werke, hg. v. R. Geerds. Leipzig o. J., Bd. IX, S. 111.Google Scholar
  72. 75.
    Kurt Lenk, ›Volk und Staat‹. Strukturwandel politischer Ideologien im 19. und 20. Jahrhundert. Stuttgart, Berlin, Köln, Mainz, S. 99.Google Scholar
  73. 76.
    Diese Notwendigkeit erläutert Karl Marx 1844 folgendermaßen: »Keine Klasse der bürgerlichen Gesellschaft kann diese Rolle spielen, ohne ein Moment des Enthusiasmus in sich und in der Masse hervorzurufen, ein Moment, worin sie mit der Gesellschaft im allgemeinen fraternisiert und zusammenfließt, mit ihr verwechselt und als deren allgemeiner Repräsentant empfunden und anerkannt wird, ein Moment, worin ihre Ansprüche und Rechte in Wahrheit die Rechte und Ansprüche der Gesellschaft selbst sind, worin sie wirklich der soziale Kopf und das soziale Herz ist. Nur im Namen der allgemeinen Rechte der Gesellschaft kann eine besondere Klasse sich die allgemeine Herrschaft vindizieren. Zur Erstürmung dieser emazipatorischen Stellung und damit zur politischen Ausbeutung aller Sphären der Gesellschaft im Interesse der eignen Sphäre reichen revolutionäre Energie und geistiges Selbstgefühl allein nicht aus.« — K. M., Zur Kritik der Hegeischen Rechtsphilosophie. Einleitung. (1844). zitiert nach MEW Bd. 1, S. 388.Google Scholar
  74. 76a.
    Adelung, Wörterbuch. Bd. 6, 1780. Sp. 1613. — Vgl. Wolfgang Emmerich, Zur Kritik der Volkstumsideologie. Frankfurt/M. 1971, S. 30.Google Scholar
  75. 77.
    Friedrich Paulsen, a.a.O., S. 248.Google Scholar
  76. 78.
    Vgl. S. 48.Google Scholar
  77. 79.
    Vgl. S. 7.Google Scholar
  78. 80.
    Paulsen, a.a.O., S. 263.Google Scholar
  79. 81.
    Genaueres hierzu s. S. 202 ff.Google Scholar
  80. 82.
    Adam H. Müller, Vorlesungen über die deutsche Wissenschaft und Literatur. Dresden 1807, 2. Aufl. (Erstaufl. 1805), S. 5.Google Scholar
  81. 83.
    Karl Bartsch, Romantiker und germanistische Studien in Heidelberg 1804–1808. (= Rede zum Geburtsfeste des höchstseligen Großherzogs Karl Friedrich von Baden, 22. Nov. 1881) Heidelberg 1881, S. 7 f.Google Scholar
  82. 84.
    Bartsch, a.a.O., S. 15.Google Scholar
  83. 85.
    Bartsch, a.a.O., S. 15.Google Scholar
  84. 86.
    Ernst Behler, Friedrich Schlegel. Reinbek 1966, S. 105.Google Scholar
  85. 87.
    Behler, a.a.O., S. 105.Google Scholar
  86. 88.
    In einem Brief vom 17. 1. 1817 teilt Jahn mit: »Heute habe ich meine Vorträge über deutsches Volkstum begonnen. Es war ein halbtausend Zuhörer. Über Wahrheit und Freiheit habe ich geredet, Zeitgeist, Begeisterung und freiwillige Sprecher, die darauf von gewählten Worthaltern müssen abgelöst werden.« — Zitiert nach: Willi Schröder, Burschenturner im Kampf um Einheit und Freiheit. Berlin 1967, S. 153.Google Scholar
  87. 89.
    R. v. Raumer, a.a.O., S. 320.Google Scholar
  88. 90.
    Josef Körner, Nibelungenforschungen der deutschen Romantik. 2. Aufl., Darmstadt 1968, S. 166.Google Scholar
  89. 91.
    Josef Körner, a.a.O., S. 66 f.Google Scholar
  90. 92.
    Genaueres über ihn s. S. 227 ff. d. Bd. 92a Ausführliches darüber s. S. 231 f.Google Scholar
  91. 93.
    Genaueres über die Entwicklung der nationalen Literaturgeschichtsschreibung s. S. 167–271 d. Bd.Google Scholar
  92. 94.
    Vgl. S. 13 ff.Google Scholar
  93. 95.
    Vgl. Karl F. Otto, Die Sprachgesellschaften des 17. Jahrhunderts. Stuttgart 1972, S. 33 ff.Google Scholar
  94. 96.
    Angesichts der Tatsache, daß der nationalpolitische Aufschwung Frankreichs durch nationalsprachliche Wissenschaft und Literatur gefestigt und verstärkt wurde, gelangte Leibniz zu der Überzeugung, daß auch in Deutschland aus politischen Gründen »vor allen Dingen die Gemüter aufgemuntert und der Verstand erweckt werden müsse, welcher aller Tugend und Tapferkeit Seele ist,« und er schlug deshalb vor, »es sollten einige wohlmeinende Personen zusammentreten und unter höherem Schutz eine Deutschgesinnte Gesellschaft stiften, deren Absehen auf alles dasjenige gerichtet sein solle, so den deutschen Ruhm erhalten oder auch wieder aufrichten könne. Und solches zwar in den Dingen, so Verstand, Gelehrsamkeit und Beredsamkeit einigermaßen betreffen können, und dieweil solches alles vornehmlich in der Sprache erscheint, als welche ist eine Dolmetscherin des Gemüts und eine Behalterin der Wissenschaft, so würde unter anderm auch dahin zu trachten sein, wie allerhand nachdenkliche, nützliche, auch annehmliche Kernschriften in deutscher Sprache verfertigt werden möchten.« — Gottfried Wilhelm Leibniz, Ermahnung an die Deutschen, ihren Verstand und ihre Sprache besser zu üben, samt beigefügtem Vorschlag einer deutschgesinnten Gesellschaft. (1679), zit. nach der Sonderausgabe der Wiss. Buchgesellschaft, Darmstadt 1967, S. 23 f.Google Scholar
  95. 97.
    Verhandlungen der Germanisten zu Frankfurt am Main am 24., 25 und 26. September 1846. Frankfurt/M. 1847, S. 230.Google Scholar
  96. 98.
    Ludwig Keller, Die Großloge zum Palmbaum und die sogenannten Sprachgesellschaften des 17. Jahrhunderts. — In: Monatshefte der Comenius-Gesellschaft. Jg. 16, H. 4, Berlin 1907, S. 189–236.Google Scholar
  97. 99.
    Vgl. G. Krause, Gottsched und Flottwell, die Begründer der Deutschen Gesellschaft in Königsberg. Leipzig 1893.Google Scholar
  98. 100.
    Vgl. Willi Schröder, Burschenturner im Kampf um Einheit und Freiheit. Berlin 1967, S. 80 ff. — Euler, a.a.O., S. XIII.Google Scholar
  99. 101.
    Der Vater des Dichters Theodor Körner.Google Scholar
  100. 102.
    Friedrich Meinecke, S. 8 f.Google Scholar
  101. 103.
    Brief vom 22.4.1814; — Meinecke, a.a.O., S. 15 f.Google Scholar
  102. 104.
    Meinecke, a.a.O., S. 15 f.Google Scholar
  103. 105.
    Meinecke, a.a.O., S. 17.Google Scholar
  104. 106.
    Meinecke, a.a.O., S. 27 ff.Google Scholar
  105. 107.
    Anonymus, Die Vertretung der neueren deutschen Sprache und Literatur an den Hochschulen des Deutschen Reiches. — In: Allgemeine Zeitung, Augsburg u. Stuttgart, 26. Oktober 1872 (Nr. 300), Beilage, S. 4581–4583.Google Scholar
  106. 108.
    Friedrich Ludwig Jahn, Werke, hg. v. Carl Euler, Bd. 1, Hof 1884, S. 9.Google Scholar
  107. 109.
    In der Ausgabe Eulers, a.a.O., S. 25 ff.Google Scholar
  108. 110.
    A.a.O., S. 28.Google Scholar
  109. 111.
    A.a.O., S. 30.Google Scholar
  110. 112.
    In der Eulerschen Ausgabe Bd. 1, S. 143 ff.Google Scholar
  111. 113.
    A.a.O., S. 146.Google Scholar
  112. 114.
    A.a.O., S. 147.Google Scholar
  113. 115.
    A.a.O., S. 146.Google Scholar
  114. 116.
    A.a.O., S. 147.Google Scholar
  115. 117.
    A.a.O., S. 154.Google Scholar
  116. 118.
    A.a.O., S. 155.Google Scholar
  117. 119.
    A.a.O., S. 155.Google Scholar
  118. 120.
    A.a.O., S. 156.Google Scholar
  119. 121.
    A.a.O., S. 154.Google Scholar
  120. 122.
    Willi Schröder, a.a.O., S. 61.Google Scholar
  121. 123.
    A.a.O., S. 82.Google Scholar
  122. 124.
    A.a.O., S. 83.Google Scholar
  123. 125.
    A.a.O., S. 84.Google Scholar
  124. 126.
    Carl Euler, Kurze Lebensgeschichte Jahns. — In: F. L. Jahn, Werke, hg. v. C. Euler, Bd. 1, Hof 1884, S. XII f.Google Scholar
  125. 127.
    R. v. Raumer, a.a.O., S. 320.Google Scholar
  126. 128.
    Ernst Moritz Arndt, Entwurf einer deutschen Gesellschaft. (1814) — Zitiert nach: E. M. Arndts ausgewählte Werke in sechzehn Bänden, hg. v. Heinrich Meisner u. Robert Geerds. Leipzig o. J. (1908), Bd. 13, S. 250–267. Hier S. 253.Google Scholar
  127. 129.
    Arndt, a.a.O., S. 255.Google Scholar
  128. 130.
    A.a.O., S. 253.Google Scholar
  129. 131.
    A.a.O.. S. 254.Google Scholar
  130. 132.
    A.a.O., S. 257.Google Scholar
  131. 133.
    A.a.O., S. 259.Google Scholar
  132. 134.
    A.a.O., S. 261.Google Scholar
  133. 135.
    A.a.O., S. 261.Google Scholar
  134. 136.
    A.a.O., S. 259.Google Scholar
  135. 137.
    A.a.O., S. 263.Google Scholar
  136. 138.
    A.a.O., S. 261.Google Scholar
  137. 139.
    A.a.O., S. 263 f.Google Scholar
  138. 140.
    Meinecke, a.a.O., S. 19 ff.Google Scholar
  139. 141.
    Meinecke, a.a.O., S. 27 f.Google Scholar
  140. 142.
    Meinecke, a.a.O., S. 28 f.Google Scholar
  141. 143.
    Meinecke, a.a.O., S. 33.Google Scholar
  142. 144.
    Meinecke, a.a.O., S. 18.Google Scholar
  143. 145.
    Meinecke, a.a.O., S. 31.Google Scholar
  144. 146.
    Zitiert nach Roland Feldmann, Jacob Grimm und die Politik. Kassel o. J. (1970), S. 82.Google Scholar
  145. 147.
    R. Feldmann, a.a.O., S. 93 f.Google Scholar
  146. 148.
    Feldmann, a.a.O., S. 98.Google Scholar
  147. 149.
    Feldmann, a.a.O., S. 100.Google Scholar
  148. 150.
    Zitiert nach Feldmann, a.a.O., S. 83.Google Scholar
  149. 151.
    Feldmann, a.a.O., S. 83.Google Scholar
  150. 152.
    Josef Körner, a.a.O., S. 63.Google Scholar
  151. 153.
    Herrmann Hettner, Die deutschen Universitäten und die deutsche Litteratur. — In: Allgemeine Zeitung, Stuttgart u. Augsburg, 31. 10. 1857, Nr. 304, Beilage, S. 4857.Google Scholar
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    W. Schröder, a.a.O., S. 130.Google Scholar
  156. 158.
    »Nicht nur strömte die gebildete Jugend in hellen Haufen zu den Waffen, sonder — da Besitz und Bildung schon damals mannigfach verschiedene Begriffe waren — alle Schichten der Bevölkerung brachten ansehnliche Opfer, um Freiwillige auszurüsten, deren eigne Mittel dazu nicht ausreichten. Man hat berechnet, daß durch freiwillige Gaben für diesen Zweck weit über eine Million Taler aufgebracht worden ist. Fast noch populärer als die freiwilligen Jäger wurden die Freikorps, die Freiwillige aus dem außerpreußischen Deutschland in sich aufnehmen sollten. Am bekanntesten von ihnen sind die Lützower geworden.« — Franz Mehring, Gesammelte Schriften, hg. v. Th. Höhle, H. Koch u. J. Schleifstein. Bd. 6, Berlin 1965, S. 320.Google Scholar
  157. 159.
    Zitiert nach Mehring, a.a.O., S. 324.Google Scholar
  158. 160.
    Johann Andreas Schmeller, Tagebücher; hg. v. Paul Ruf. Bd. 1, München 1954, S. 175.Google Scholar
  159. 161.
    Schmeller, a.a.O., S. 180.Google Scholar
  160. 162.
    So heißt es unter dem Datum 10. Aug. 1812: »O des Gassenbubenwesens der Regierungen! […] Warlich die heutigen Nationen Europas sind nur achtungswerth durch die einzelnen, in unbekannter häuslicher Stille lebenden, guten Menschen, die sich enthalten; ihr Obenanstehendes ist nur verächtlicher Schaum, der mit Heimtükischheit, Verläumdung und Eigennutz sich bläht. Wie kanibalisch und poissardisch ist das öffentliche Betragen der Nationendarsteller noch gegeneinander, da man von so viel Bildung und Civilisirung spricht.« Und unterm 17. Aug. 1812: »Wir verdienen nicht Menschen zu sein, so lange wir elend genug sind, einen unter uns gewaltigen durch unsre Elendigkeit, zum Gott zu erheben. So ein Gott kann die Menschheit um Jahrhunderte zurücksetzen. Alle Völker, die in neuerer Zeit ihre Freiheit errangen blieben Republiken — man glaubte, bei der jetzigen Allgemeinheit menschlicher Ansichten könne gar nichts anders mehr geschehen — und sieh da … auch unter den Europäern des 19t. Jahrhunderts sind Auguste, Tiberiusse u.s.f. möglich. Unseliger Wahn, als könne ein Mensch durch etwas anders groß werden als eben durch das Menschliche, durch das, wodurch er allen gleich ist. […] Wahrlich es komt eine Zeit, in der jede Unterdrückung einen Rächer findet.« (a.a.O., S. 155) Oder am 18. Juni 1812: »Werden die Völker je glücklicher werden, bei denen das Verdienst, seines Vaters Sohn zu sein Reichthum und Ehre giebt? — Ja wahrlich, und halte man das Aussprechen dieser Wahrheit für Wahnsinn, für Verbrechen, nicht blos die Gleichheit vor dem Gesetze (denn diese Ungleichheit wäre das Abscheulichste) auch die Gleichheit (nicht der selbsterworbenen oder zu erwerbenden) der ererbten Güter muß noch auf Erden gesehn werden. Traurige Gleichheit der Person, durch die der Bettlerssohn sich conskribiren lassen muß wie der Herzogssohn, um für ein Vaterland zu bluten, das ihm nichts gegeben hat, als das Leben — ja das er auch im Falle des Erhungerns ohne Autorisation nicht einmal verlassen darf, dessen Leibeigener er ist. Der Staat hat doch schon so schneidend in das Verhältniß zwischen Eltern und Kindern gegriffen, er hat nicht viel patriarchalisches mehr — wann wird er dieses Ungleichheit stiftende Familienrecht aufheben und selbst als Vater alle seine Kinder möglichst gleich ausstatten?« (a.a.O., S. 157)Google Scholar
  161. 163.
    Meinecke, a.a.O., S. 45 ff.Google Scholar
  162. 164.
    Ludwig Snell an Ernst Löning, 10. 8. 1816; zit. nach Meinecke, a.a.O., S. 66.Google Scholar
  163. 165.
    Günter Steiger, Aufbruch. Urburschenschaft und Wartburgfest. Leipzig, Jena, Berlin 1967.Google Scholar
  164. 166.
    Willi Schröder, Burschenturner im Kampf um Einheit und Freiheit. Berlin 1967; S. 181 ff.Google Scholar
  165. 167.
    Vgl. Steiger, a.a.O., S. 130 ff.Google Scholar
  166. 168.
    Z. B. Friedrich Ferdinand von Kotzebues »Geschichte des deutschen Reiches von den Anfängen bis zu seinem Untergang« (1814/15) sowie verfassungsrechtliche und staatswissenschaftliche Schriften von Joh. Peter Ancillon und Karl Ludwig von Haller; — vgl. Günter Steiger, a.a.O., S. 112 ff.; Willi Schröder, a.a.O., S. 195 ff.; Carl Euler, a.a.O., S. XVII; Franz Mehring, a.a.O., S. 379 f.Google Scholar
  167. 169.
    Jener Zopf, der »als ein Symbol des Absolutismus galt und dessen Vernichtung sich speziell gegen den Kurfürsten von Hessen-Kassel wandte, der nach der Rückkehr in sein von den Franzosen befreites Land sein altes absolutistisches Herrschaftssystem wieder eingeführt hatte, zu dem als äußeres Zeichen auch der alte Militärzopf gehörte«. Steiger, a.a.O., S. 115 f.Google Scholar
  168. 170.
    Quellendruck in: Jahrbuch des Allgemeinen Deutschen Burschenbundes 1909, 4. Jg., Heidelberg 1909, S. 30; — vgl. Steiger, a.a.O., S. 116 f.Google Scholar
  169. 171.
    Zit. nach Steiger, a.a.O., S. 206.Google Scholar
  170. 172.
    In den Jahren 1820–1829 mußte auch Jacob Grimm in der kurfürstlich-hessischen Censur-Commission mitarbeiten, obwohl er doch in einem »freimüthigen Bericht« ausführlich »das unpassende und schändliche einer Zensur auseinander gesetzt« hatte; vgl. Feldmann, a.a.O., S. 123 ff.Google Scholar
  171. 173.
    Steiger, a.a.O., S. 207.Google Scholar
  172. 174.
    Steiger, a.a.O., S. 207.Google Scholar
  173. 175.
    Friedrich Engels, Ernst Moritz Arndt; in Telegraph für Deutschland, Nr. 2–5, Januar 1841. — In: MEW, Erg.-Bd. II, Berlin 1967, S. 118–131.Google Scholar
  174. 176.
    Engels, a.a.O., S. 121 ff.Google Scholar
  175. 177.
    Steiger, a.a.O., S.54 f.Google Scholar
  176. 178.
    Heinrich Hoffmann von Fallersleben, Werke. Auswahl in drei Teilen, hg. v. A. Weldler-Steinberg. Berlin, Leipzig, Wien, Stuttgart o. J., Bd. I, Teil 2, S. 14.Google Scholar
  177. 179.
    H. Heine, Reisebilder II, Italien, Kap. I (Sämtliche Werke, ed. Karpeles, Bd. 6, Hamburg 1887, S. 9 f.Google Scholar
  178. 180.
    Marx, MEW I, S. 380. — Heine, Sämmtl. Werke, ed. Karpeles, Bd. XI, Hamburg 1887, S. 170.Google Scholar
  179. 181.
    Theodor Siebs, Zur Geschichte der germanistischen Studien in Breslau. — In: ZfdPh 43 (1911), S. 202–234; Zit. S. 203.Google Scholar
  180. 182.
    Vgl. Franz Mehring, Gesammelte Schriften, Bd. 6, a.a.O., S. 222.Google Scholar
  181. 183.
    S.o.S. 75.Google Scholar
  182. 184.
    Siebs, a.a.O., S. 203 f.Google Scholar
  183. 185.
    Siebs, a.a.O., S. 204.Google Scholar
  184. 186.
    Vgl. Karl Weinhold, Rede bei Antritt des Rektorats … der Königlichen Friedrich-Wilhelms-Universität zu Berlin am 15. October 1893. Berlin 1893. S. 6.Google Scholar
  185. 187.
    Weinhold, a.a.O., S. 5 f.Google Scholar
  186. 188.
    ADB Bd. 9, S. 157.Google Scholar
  187. 189.
    ADB Bd. 25, S. 210–215.Google Scholar
  188. 190.
    ADB Bd. 40, S. 650.Google Scholar
  189. 191.
    ADB Bd. 45, S. 121–128.Google Scholar
  190. 192.
    Carl Euler, Friedrich Ludwig Jahn. Sein Leben und Wirken. Stuttgart 1881. S. 617.Google Scholar
  191. 193.
    S. o. S. 63; vgl. W. Schröder, a.a.O., S. 80.Google Scholar
  192. 194.
    Euler, a.a.O., S.445 f.Google Scholar
  193. 195.
    Vgl. Carl Diesch, Bibliographie der Germanistischen Zeitschriften. Leipzig 1927; unter Nr. 3596.Google Scholar
  194. 196.
    Kläden, Ueber die Art und Einrichtung der berlinischen Gesellschaft für deutsche Sprache und Alterthumskunde. (Vorgelesen am Stiftungsfeste des 8. Januar 1850 bei Uebernahme des Ordneramtes.) — In: Germania, Neues Jahrbuch der Berlinischen Gesellschaft für Deutsche Sprache und Alterthumskunde. Hg. v. Fr. Heinr. von der Hagen. Bd. IX, Berlin 1850; S. 300–306. Zit. S. 300 f.Google Scholar
  195. 197.
    Lützower waren neben Jahn der Mathematiker und Pädagoge Ernst Ferdinand August (1795–1870; vgl. ADB Bd. I, S. 683 f.), der Lehrer, Historiker und Dichter Friedrich Christoph Förster (1791–1868; vgl. ADB Bd. VII, S. 185 ff.); der spätere Professor für klass. Philologie Karl Wilhelm Göttling (1793–1869; vgl. ADB Bd. IX, S. 487 ff.) war Sächs. Jäger, Franz Passow (1786–1833; vgl. ADB Bd. XXV, S. 210 ff.) war Turner und trat 1818 als Philologie-Ordinarius in der ›Breslauer Turnfehde‹ als engagierter Apologet das Turnwesens auf.Google Scholar
  196. 198.
    Vgl. Euler, a.a.O., S. 533 f.Google Scholar
  197. 199.
    Karl August Warnhagen von Ense, Denkwürdigkeiten und vermischte Schriften. 9 Bde., Leipzig 1843–1859. Zit. Bd. IX, S. 195 ff. — Vgl. Euler, a.a.O., S. 533 f.Google Scholar
  198. 200.
    Kläden, a.a.O., S. 304.Google Scholar
  199. 201.
    Vgl. Paulsen, a.a.O., Bd. II, S. 246.Google Scholar
  200. 202.
    Diese und alle folgenden Daten zu von der Hagens Breslauer Lehrtätigkeit sind entnommen Theodor Siebs, a.a.O., S. 204 f.Google Scholar
  201. 203.
    Nur dreimal hielt er nebeneinander zwei Kollegs.Google Scholar
  202. 204.
    Die Minimalbeteiligung betrug 3, die Maximalbeteiligung 36 Hörer!Google Scholar
  203. 205.
    Zum Vergleich: in der BRD gab es im Sommersemester 1971 allein ca. 418000 Studenten.Google Scholar
  204. 206.
    J. Grimms Kollegs wurden maximal von 32 und einmal sogar von 58 Hörern besucht; vgl. Hermann Gerstner, Brüder Grimm, Reinbeck 1973, S. 75. — Schmeller begann seine Vorlesungstätigkeit 1827 vor 5 Hörern und hatte später selten mehr als 10; vgl. Schmeller, Tagebücher, a.a.O., S. 57.Google Scholar
  205. 207.
    Vgl. ADB Bd. III, S. 645 f. 207a Vgl. ADB Bd. XL, S. 416–418.Google Scholar
  206. 208.
    Die Vorrede beginnt: »Der Zweck dieses Werkes ist eine literarische Grundlage zu einer ausgeführten Geschichte der älteren Deutschen Poesie. Nur die Werke und Überbleibsel, welche dieser angehören, d. i. innere und zugleich äußere poetische Form haben, kommen hier in Betracht: beides ist Ursprünglich unzertrennlich, und die poetische Prosa, so wie prosaische Poesien, sind neue Undinge. Der bei weitem größte und bedeutendste Theil der Deutschen Literatur bis in das sechzehnte Jahrhundert, gehört der Poesie an, und dieser ganze Zeitraum ist vorzugsweise der poetische; denn die eigentliche Bildung der Prosa fällt erst in’s fünfzehnte und sechzehnte Jahrhundert …«Google Scholar
  207. 209.
    Siebs, a.a.O., S. 205 f.Google Scholar
  208. 210.
    1815/16 vor 62, 1819/20 vor 36 und 1829 vor 84 Hörern; Siebs, a.a.O., S. 206.Google Scholar
  209. 211.
    Siebs, a.a.O., S. 206.Google Scholar
  210. 212.
    Siebs, a.a.O., S. 207.Google Scholar
  211. 213.
    Vgl. ADB, Bd. IX, S. 566 ff.Google Scholar
  212. 214.
    Vgl. ADB, Bd. IV, S. 457 f.Google Scholar
  213. 215.
    1845 wurde an der Wiener Universität erstmals eine Vorlesung über deutsche Sprache gehalten (von Hermann Suttner), aber erst nach der 48er Revolution wurden in Prag, Wien, Krakau und Pest Dozenturen für Deutsche Philologie eingerichtet, die von Karl August Hahn, Theodor Georg von Karajan, Karl Weinhold und Wilhelm Gärtner eingenommen wurden. — Ausführlich darüber: Josef Körner, Deutsche Philologie (in Österreich); in: J. W. Nagl, J. Zeidler, E. Castle (Hgg.), Deutsch-österreichische Literaturgeschichte. Bd. 3, Wien 1930; S. 48–95.Google Scholar
  214. 216.
    Die Universität München trat an die Stelle der alten Jesuitenuniversität Ingolstadt, die seit 1800 in Landshut untergebracht war. Vgl. Paulsen, a.a.O., Bd. II, S. 246.Google Scholar
  215. 217.
    ADB Bd. XXXI, S. 786–792.Google Scholar
  216. 217a.
    Vgl. Paul Ruf, Schmellers Persönlichkeit. In: Johann Andreas Schmeller, Tagebücher 1801–1852; hg. v. P. Ruf, Bd. I, S. 1+–86+. Zit.: S. 46+.Google Scholar
  217. 218.
    Schmeller, Tagebücher; a.a.O., Bd. I, S. 156.Google Scholar
  218. 219.
    Ebd., S. 160.Google Scholar
  219. 220.
    Ebd., S. 168.Google Scholar
  220. 221.
    München, Druck u. Verlag v. J. J. Lentner. 1827.Google Scholar
  221. 222.
    A.a.O., S. 4.Google Scholar
  222. 223.
    A.a.O., S. 3.Google Scholar
  223. 224.
    A.a.O., S. 3.Google Scholar
  224. 225.
    A.a.O., S. 4 f.Google Scholar
  225. 226.
    A.a.O., S. 19 f.Google Scholar
  226. 227.
    Die lateinische (!) Originalfassung der Antrittsvorlesung in: Jacob Grimm, Kleinere Schriften, Bd. VI, Berlin 1882, S. 411–417; eine deutschsprachige Zusammenfassung derselben unter dem Titel »Auszug aus der Rede über das Heimweh«: a.a.O., Bd. V, S. 480–482. — Grimm kannte wohl Schmellers Rede, denn die beiden standen in Briefwechsel.Google Scholar
  227. 228.
    S. o. S. 54 u. Anm. 73.Google Scholar
  228. 229.
    Kl. Schr., Bd. V, S. 480.Google Scholar
  229. 230.
  230. 231.
  231. 232.
  232. 233.
    A.a.O., S. 482.Google Scholar
  233. 234.
    ADB, Bd. III, S. 213–216.Google Scholar
  234. 235.
    ADB, Bd. XII, S. 375–378; Paulsen, a.a.O., Bd. I, S. 602 ff., Bd. II, S. 34–42.Google Scholar
  235. 236.
    Karl Weinhold, a.a.O., S. 3 f.Google Scholar
  236. 237.
    Heinrich Hoffmann von Fallersleben, Die Deutsche Philologie im Grundriß. Ein Leitfaden zu Vorlesungen. Breslau 1836.Google Scholar
  237. 238.
    A.a.O., S. VI.Google Scholar
  238. 239.
    A.a.O., S. VI f.Google Scholar
  239. 240.
    A.a.O., § 46–71.Google Scholar
  240. 241.
    A.a.O., § 9–29.Google Scholar
  241. 242.
    A.a.O., § 41–45.Google Scholar
  242. 243.
    A.a.O., § 72.Google Scholar
  243. 244.
    A.a.O., § 73.Google Scholar
  244. 245.
    Hans Glinz, Sprachwissenschaft heute: Stuttgart 1967, S. 11.Google Scholar
  245. 246.
    A.a.O., S. V.Google Scholar
  246. 247.
    Eberhard Lämmert, Germanistik — eine deutsche Wissenschaft. — In: E. Lämmert, W. Killy, K. O. Conrady, P. v. Polenz, Germanistik — eine deutsche Wissenschaft. Frankfurt a. M. 1967, S. 9–41. Zit. S. 10.Google Scholar
  247. 248.
    Glinz, a.a.O., S. 11.Google Scholar
  248. 249.
    Glinz, a.a.O., S. 12f.Google Scholar
  249. 250.
    Brockhaus Enzyklopädie, Bd. 7, Wiesbaden 1969, S. 168.Google Scholar
  250. 251.
    Jacob Grimm examinierte in Göttingen Lehramtskandidaten (vgl. Gerstner a.a.O., S. 76), Lachmann, der in Berlin ebenfalls Staatsexamina abhielt, beklagte sich über die schlechten Literaturkenntnisse der zukünftigen Gymnasiallehrer; und Hoffmann machte ausführliche Vorschläge zu Verbesserung der Ausbildung von Deuschlehrern. (s. Heinrich Hoffmann von Fallersleben, Mein Leben. Aufzeichnungen und Erinnerungen. Bd. 3, Hannover 1868, S. 137–146.)Google Scholar
  251. 252.
    Vgl. Gebhardt, Handbuch der deutschen Geschichte. 9. bearb. Aufl., Hg. v. H. Grundmann, Bd. 3, Stuttgart 1970. S. 123.Google Scholar
  252. 253.
    Steiger, a.a.O., S. 25.Google Scholar
  253. 254.
    Gebhardt, a.a.O., S. 121.Google Scholar
  254. 255.
    Gebhardt, a.a.O., S. 121 f.Google Scholar
  255. 256.
    Zit. nach Feldmann, a.a.O., S. 175.Google Scholar
  256. 257.
    Feldmann, a.a.O., S. 188.Google Scholar
  257. 258.
    Basel 1838; in: Jacob Grimm, Kl. Schr., a.a.O., Bd. 1, S. 25–56.Google Scholar
  258. 259.
    Feldmann, a.a.O., S. 131.Google Scholar
  259. 260.
    Briefwechsel des Freiherrn Karl Hartwig Gregor von Meusebach mit Jacob und Wilhelm Grimm. Hg. v. Camillus Wendeler. Heilbronn 1880. S. 137.Google Scholar
  260. 261.
    Briefe der Brüder Grimm an Savigny. Hg. in Verbindung mit I. Schnack von Wilh. Schoof. Berlin 1953. S. 359.Google Scholar
  261. 262.
  262. 263.
    Kl. Schr. I, S. 42.Google Scholar
  263. 264.
    Wilhelm Scherer, Jacob Grimm. 2. erw. Aufl., hg. v. S. vd. Schulenburg. Berlin 1921. S. 197.Google Scholar
  264. 265.
    Brief an Lachmann, 13. V. 1840. — Briefwechsel der Brüder Jacob und Wilhelm Grimm mit Karl Lachmann. Hg. v. A. Leitzmann. Bd. 2, Jena 1927. S. 710.Google Scholar
  265. 266.
    Vgl. Feldmann, a.a.O., S. 60 ff. u. passim.Google Scholar
  266. 267.
    Johann Friedrich Herbart, Erinnerungen an die Göttingische Katastrophe im Jahre 1837. Ein Posthumum. Hg. v. F. Taute. Königsberg 1842. — Vgl. Feldmann, a.a.O., S. 204 ff.Google Scholar
  267. 268.
    Zit. nach Feldmann, a.a.O., S. 204.Google Scholar
  268. 269.
    Brief an Dahlmann, 6. IX. 1842. — Briefwechsel zwischen Jacob und Wilhelm Grimm, Dahlmann und Gervinus. Hg. v. Eduard Ippel. Bd. 1, Berlin 1885. S. 466.Google Scholar
  269. 270.
    Gerstner, a.a.O., S. 83.Google Scholar
  270. 271.
    Vgl. Feldmann, S. 205.Google Scholar
  271. 272.
    Kl. Schr. I, S. 36 f.Google Scholar
  272. 273.
    Wolfgang Emmerich, Zur Kritik der Volkstumsideologie. Frankfurt/M. 1971. S. 52.Google Scholar
  273. 274.
    Kl. Schr. I, S. 29 ff.Google Scholar
  274. 275.
    Kl. Schr. I, S. 31.Google Scholar
  275. 276.
    Heinrich Gerstenberg, Deutschland über alles! Vom Sinn und Werden der deutschen Volkshymne. München 1933. — Im Vorwort schreibt Gerstenberg: »… habe ich die freudige Genugtuung, dieses ›Lied der Deutschen‹ in die große deutsche Volksbewegung der Gegenwart einmünden zu sehen …«Google Scholar
  276. 277.
    Vgl. Heinrich Hoffmann von Fallersleben, Mein Leben. Aufzeichnungen und Erinnerungen. 6 Bde., Hannover 1868. — Hier: Bd. 3, passim.Google Scholar
  277. 278.
    Gerstenberg, a.a.O., S. 45.Google Scholar
  278. 279.
    Zit. nach: Heinrich Hoffmann von Fallersleben, Werke. Auswahl in drei Teilen. Hg. v. Augusta Weldler-Steinberg. Berlin, Leipzig, Wien, Stuttgart o. J. — Hier: II, S. 82.Google Scholar
  279. 280.
    Mein Leben, Bd. 3, S. 208.Google Scholar
  280. 281.
  281. 282.
    A.a.O., S. 209.Google Scholar
  282. 283.
    A.a.O., S. 210 f.Google Scholar
  283. 284.
    A.a.O., S. 212.Google Scholar
  284. 285.
    Werke, a.a.O., II, S. 45.Google Scholar
  285. 286.
    Werke, a.a.O., II, S. 65.Google Scholar
  286. 287.
    Vgl. Mein Leben, a.a.O., Bd. 3, S. 227 ff.Google Scholar
  287. 288.
    Werke, a.a.O., II, S. 81Google Scholar
  288. 289.
    Mein Leben, a.a.O., Bd. 3, S. 227.Google Scholar
  289. 290.
    A.a.O., S. 252.Google Scholar
  290. 291.
    »Humanitätsstudien«, Werke, a.a.O., S. 33; »Virtus philologica«, a.a.O., S. 35.Google Scholar
  291. 292.
    »Entwickelung auf historischem Wege«, a.a.O., S. 46; »Die historische Schule«, a.a.O., S. 56.Google Scholar
  292. 293.
    »Die Denkmalwütigen«, a.a.O., S. 15; »Walhalla«, a.a.O., S. 19.Google Scholar
  293. 294.
    Vgl. den Beitrag von U. Schulte-Wülwer, S. 281.Google Scholar
  294. 295.
    Hoffmann ›feiert‹ die Denkmalserrichtung als Wiederkehr »Armins« in seine Heimat. Das Gedicht beginnt: »Uns ist in alten Sagen gar wunderviel gesagt Wonach in unsern Tagen das Publikum nicht fragt. Ich aber will berichten, was heute nur geschieht, Nur schöne neue Geschichten. Und also hebt sich an das Lied.« Die Germanisten eilen herbei den Nationalheros fachmännisch zu inspizieren: »Auch kamen in selber Stunde von München und von Berlin Zwei berühmte Mitglieder der berühmten Akademien: Herr Zeune war der eine (der fehlt bei keinem Fest!) Der andere war Herr Maßmann, die sollten forschen aufs allerbest’. Der eine nur erdkundlich, wie Germania damals war, Ob blaue Augen hatten die Teutonen und blondes Haar? Der andere philologisch, wie sich selber schrieb’ Armin, Ob deutsch, ob teutsch, was richtig und welches vorzuziehn?« Die Göttinger eilen herbei und ernennen den Helden zum Doctor juris utriusque; und der bedankt sich: »Gut, daß ich es noch erfahre — was ich getan an Rom, Ist also recht gewesen, ist recht bis auf diesen Tag! Gott gebe, daß es den Sieben, wie’s mir jetzt geht, ergehen mag!« — Werke, a.a.O., II, S. 40 ff.Google Scholar
  295. 296.
    Vgl. Mein Leben, a.a.O., Bd. 3, S. 235 ff. u. passim.Google Scholar
  296. 297.
    Zur weiteren Erklärung einiger Details des Flugblatts: Das Eichhörnchen auf dem Gerüst hinter dem Katheder, das mittels Vorhängeschlössern die Lehrfreiheit unterbindet, ist der Kultusminister Eichhorn. Er und neben ihm einige Nachteulen und Käuze hindern durch Kette und Stricke den deutschen Adler am Aufstieg. Links im Hintergrund schieben ein Schaf und ein Esel im Pfaffenrock einen Paravent vor die Sonne der Wissenschaft und Aufklärung. Ein kreuzfrommes Lamm betritt den Katheder, um anstatt der progressiven Professoren die Lehre zu übernehmen.Google Scholar
  297. 298.
    Gebhardt, a.a.O., Bd. 3, S. 125.Google Scholar

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© Springer-Verlag GmbH Deutschland 2000

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