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Die verlassenen Jünger

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Zusammenfassung

Goethe hatte sich gleich nach seiner Ankunft in Rom Tischbein und dessen hessischer Landsmannschaft angeschlossen, zu der noch Bury, Hirt, Trippel und Moritz zählten. Die abfällige Bemerkung des »Teufels-Müllers« darüber wurde bereits zitiert und verweist auf die Gruppen und Cliquen in der deutschen Bohème Roms. Bald stellte Goethe auch freundschaftliche Beziehungen zur Gruppe von Angelika Kauffmann, Reiffenstein und Hackert her, die zu den Erstgenannten in einer kritischen Distanz standen. In jener bereits genannten lustigen Namensliste figurieren diese Personen als »Santa Famiglia“: Reiffenstein ist »Dio Padre Onnipotente«, Philipp Hackert gilt als »Dio Figlio Redentore a causa di pranzi«, dessen Bruder Georg als »Dio Spirito Santo onnisciente«, Angelika Kauffmann als »Madonna«, der unerotische Gemahl Zucchi als »Santo Giuseppe«. Goethes Abreise hinterließ bei allen, die mit ihm verkehrt hatten, das Gefühl von Verlassenheit und Verlust. Harnack schrieb: »Wie Elias dem feurigen Wagen des auffahrenden Propheten, so blickten die in Rom zurückbleibenden deutschen Künstler dem nach den Nebeln des Nordens enteilenden Goethe mit dem schmerzlichen Gefühl der Verwaisung nach.

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© Springer-Verlag GmbH Deutschland 2001

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