Advertisement

Zürich im letzten Viertel des 18. Jahrhunderts

Chapter
  • 14 Downloads

Zusammenfassung

Zürich stellte am Firmament der ideellen deutschen Gelehrtenrepublik um 1750 einen Stern erster Größe dar. Unter dem Einfluß Rousseauschen Gedankenguts entstanden seit der Mitte des Jahrhunderts zahlreiche freie Vereine, die sich sozialen, landesgeschichtlichen und militärischen Fragen, dem Studium der Naturwissenschaften sowie dem künstlerischen Leben zuwandten. Das aufblühende literarische Leben Zürichs festigte den Ruhm der Stadt als schweizerisches Athen aufs neue. Die Wurzeln dieser Entwicklung lagen in der ersten Hälfte des Jahrhunderts. Johann Jakob Bodmer und Johann Jakob Breitinger sind die beiden Geister gewesen, die in jahrzehntelanger gemeinsamer Tätigkeit zum allmählichen Aufschwung einer deutschen Literatur beitrugen. Bodmer hatte sich als Zürcher Kunstschriftsteller und Kritiker einen Namen gemacht, er übersetzte John Miltons Paradise Lost ins Deutsche, betonte die Vorbildrolle altenglischer Literatur und gab mittelhochdeutsche Dichtungen aus der Manessischen Handschrift des 14. Jahrhunderts heraus, was das Deutsche als Dichtersprache wieder ins Bewußtsein hob. Bodmer und Breitinger bekämpften die Frankreich angelehnte Literaturauffassung des Leipziger Poesie-professors Johann Christoph Gottsched.

Preview

Unable to display preview. Download preview PDF.

Unable to display preview. Download preview PDF.

Copyright information

© Springer-Verlag GmbH Deutschland 2001

Authors and Affiliations

There are no affiliations available

Personalised recommendations