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Maler seines Gönners — Meyer sieht Goethe

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Zusammenfassung

Im Kleinen Eßzimmer des Goethe-Wohnhauses am Weimarer Frauenplan hängt ein in Aquarellfarben gemaltes Porträt des Hausherrn, das der damals schon seit einigen Jahren im Hause lebende Johann Heinrich Meyer um 1794/95 geschaffen hat. Der heutige Besucher, der vom Gelben Saal aus in den durch eine Kordel abgegrenzten Nachbarraum hineinschaut, kann es da nicht sehen, denn es hängt innen — aus der Sicht des Betrachters — links neben der Tür. Erst in der Folge des weiteren Rundgangs, wenn man, von den Christiane-Zimmern kommend, an der kleinen Vorwärmküche vorbei erneut und nun von der anderen Seite in das kleine Eßzimmer blicken kann, nimmt man es an der gegenüberliegenden Wand wahr, doch eher nebenbei, als nebensächliches Bildnis, denn man hat den Raum ja schon »gesehen«. Tagtäglich widerfährt dem Porträt damit sozusagen im Kleinen, was im Großen, nämlich seit über 200 Jahren, sein Schicksal ist: das verkannteste Goethe-Bildnis überhaupt zu sein.

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© Springer-Verlag GmbH Deutschland 2001

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