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Freundschaft mit dem Ehepaar Herder

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Zusammenfassung

Johann Heinrich Meyer befand sich im Januar 1789 in einer schwierigen Situation. Im Sommer des Vorjahres war er nach Neapel gereist, wo er sich trotz der Nähe des Freundes Tischbein und anderer römischer Bekannter zunehmend unwohl fühlte. Zu dem physischen Abbau — dunkle Ankündigung einer heraufziehenden lebensbedrohlichen Krankheit — gesellte sich drückende Geldnot, die ihn zwang, sich als Zeichenlehrer zu verdingen. In dieser Bedrängnis lernte er Johann Gottfried Herder kennen, der in Begleitung der Herzogin Anna Amalia Anfang Januar 1789 in Neapel eingetroffen war und dort bis Mitte Februar bleiben sollte. Nur etwa einen Monat lang (Meyer kehrte im Februar nach Rom zurück) hatten beide Männer gelegentlich und in größerer Gesellschaft miteinander zu tun, aber die gegenseitige Sympathie muß sich sehr schnell eingestellt haben. Meyer betonte im Brief an Goethe vom 21. Februar 1789 Herders »zuvorkommende Güte und Freundlichkeit« ihm gegenüber, was er in seiner damaligen Verfassung als besonders wohltuend und beglückend empfand. Er habe ihn »herzlich lieb gewonnen« und wolle gern »sein Freund« werden, schrieb er. Freilich ließen die neapolitanischen Umstände ein näheres Kennenlernen nicht zu.1

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© Springer-Verlag GmbH Deutschland 2001

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