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In Weimar 1792/94 — Hausfreund und Kunstgenosse Goethes

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Zusammenfassung

Meyer wurde ais Freund Goethes sogleich in die Weimarer Gesell-schaft und Geselligkeit aufgenommen. Seine Bekanntschaft mit Herder sowie die Huld, die ihm die Herzogin Anna Amalia entge-genbrachte, taten ein übriges. Bereits am 17. Februar 1792 hatte Meyer seinen ersten Auftritt in der von Goethe im Vorjahr gegrün-deten »Freitagsgesellschaft«. Goethe selbst, Böttiger, Knebel, Voigt d. Ä. und Bertuch referierten bzw. lasen vor, ehe der Neuankömmling seine Premiere erhielt: »Am Schluß hatte H [err] Meyer, der Schweizer Maler, der bei Göthe wohnt, und viele Jahre in Italien zugebracht hat, sein neuestes Gemälde holen und vor uns aufstellen lassen. Meyer hat nach den neuen prismatischen Versuchen von Göthe das Colorii eingerichtet, und man muß gestehn, es thut auch jetzt am Abend unerwartet herrliche Wirkung. Aber auch von der Seite des Gegenstandes und der Composition verdient dieß sehr schöne Stück die laute Bewunderung, die besonders beide Herzo-ginnen darüber äuserten. Es stelli die Gebrüder Castor und Pollux vor, wie sie beide zu gleicher Zeit die zwei Töchter des Leucippus rauben. Beide holde Mädchen liegen ihren Räubern schon in den Armen, halten sich aber von oben noch fest umschlungen. Dieß und die dahinter stehenden Roße machen eine herrliche, reiche Gruppe. Köpfe und das ganze Costum sind nach ächten Antiken.

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