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Archäologie des Archivs

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Zusammenfassung

„Unsere Begegnung, die erste, stand unter dem Zeichen H.H. Jahnns. Düsterer Abend“ (Foucault 19893, 15), so lauten die Worte, in die Foucault das Befremden kleidete, das Rolf Italiaander bei ihm auslöste, als er von seiner Bekanntschaft mit Hans Henny Jahnn erzählte. Diese Worte mögen auch die Unterschiedlichkeit der Lektüreerfahrungen verdeutlichen, denen die vorliegende Arbeit ihr Zustandekommen verdankt. Dabei war es ursprünglich gar nicht vorgesehen, die Prosa Jahnns mit dem Denken Foucaults in Beziehung zu setzen; die Lektüre bestimmter Texte Foucaults diente mir bisher als Ausgangspunkt für verschiedene literaturtheoretische Fragestellungen und berührte sich nicht mit diversen literaturpraktischen Tätigkeiten, dokumentarischen Projekten, die von Schriften Jahnns ihren Ausgang nahmen. Anfangs sollte die vorliegende Arbeit ausschließlich der Prosa Hans Henny Jahnns gewidmet sein und der Frage nach seiner Bedeutung für die literarische Moderne nachgehen. Die Einbeziehung des Foucaultschen Denkens ergab sich erst im Nachhinein und aus einem Dilemma heraus. In den Tagebüchern von Jahnns Intimus Hans Erich Nossack fand ich kürzlich Worte, die das Problem treffend auf den Punkt bringen, indem gefragt wird, wo der Grund dafür liege, „daß im Falle Jahnn weder Freunde noch Feinde daran gezweifelt haben, daß er und sein Werk mehr als nur zeitgenössische Literatur waren? Das ist doch sehr selten unter Mitlebenden.

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