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Historismus und Aufführungspraxis

Einige Bemerkungen zur frühen Geschichte
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Zusammenfassung

Der Begriff „Aufführungspraxis“ ist noch verhältnismäßig jungen Datums. In Hugo Riemanns Musiklexikon taucht er erstmals in der 11. Auflage von 1929 auf — und dort auch nicht selbständig an entsprechender alphabetischer Stelle, sondern im Kontext mit dem Begriff „Interpretation“. Der Artikel beginnt mit Ausführungen zur Interpretation, wendet sich über „stilgetreue Interpretation“, über „originalgetreue Wiedergabe“ zur abschließenden Feststellung: „Aufgrund geschichtlicher Erkenntnis für Werke bestimmter Stilperioden hat sich eine Aufführungspraxis herausgebildet.“ Der Unterschied zwischen „Interpretation“ und „Aufführungspraxis“ liegt auf der Hand: „Aufführungspraxis“ meint die stilgeschichtlich verantwortbare, die aus den jeweils historischen Gegebenheiten heraus bestimmte und legitimierte „Interpretation“ früherer Musik, Musik aus einer zurückliegenden Epoche, sogenannter Alter Musik.

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Notizen

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