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Autorinnen verlassen ihr Puppenheim und Erproben Neue Ich-, Wirklichkeits- und Sprachverständnisse

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Zusammenfassung

Der Titel des vorliegenden Bandes Nora verläßt ihr Puppenheim — Europäische Autorinnen des 20. Jahrhunderts und ihr Beitrag zur ästhetischen Innovation spielt an auf das im Jahr 1879 in Kopenhagen uraufgeführte Theaterstück Ein Puppenheim von Henrik Ibsen, also auf Literatur, die weder von einer Frau noch aus dem 20. Jahrhundert stammt. Gleichwohl ist der Bezug zur in diesem Band im Folgenden verhandelten Thematik durchaus signifikant und eindeutig: Ausgangspunkt des Stücks aus der Feder des norwegischen Autors — das sich im deutschen Sprachraum unter dem Titel Nora durchgesetzt hat — ist die »Stellung der Frau in einer ausschließlich männlichen Gesellschaft«1, mit anderen Worten: Es geht um das zur Zeit Ibsens vieldiskutierte Thema der Frauenemanzipation.

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