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Berufsfelder

  • Heinrich Kaulen
  • Elisabeth Michael
  • Stephan Porombka

Zusammenfassung

Anders als Jura, Medizin und die meisten technisch-naturwissenschaftlichen Fächer bereitet Literaturwissenschaft wie die anderen Kulturwissenschaften nicht unmittelbar auf ein konkretes und spezifisches Berufsfeld vor. Vielmehr sind, wie Eberhard Lämmert mit Recht konstatiert, »die unscharfen Ränder der erreichbaren Berufsfelder […] mit der Eigenart des Faches gegeben« (Prinz/Wein-gart 1990, 185 f.), das seit seiner akademischen Institutionalisierung im 19. Jh. durch weiche Grenzen zu seinen Nachbardisziplinen und durch gleitende Übergänge zu unterschiedlichen Praxisbereichen konturiert wird. Entsprechend breit, vielfältig und heterogen sind in der Regel die Berufswünsche von Studienanfängern, die Optionen für studienbegleitende Praktika sowie die nach dem Studienabschluss de facto erreichbaren Berufskarrieren (vgl. Rathmann 2000, 182–237).

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  • Heinrich Kaulen
  • Elisabeth Michael
  • Stephan Porombka

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