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Die Religionskritik des Hobbes Ein Beitrag zum Verständnis der Aufklärung (1933/1934)

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Zusammenfassung

Wenn der Kampf zwischen Glauben und Unglauben »das eigentliche, einzige und tiefste Thema aller Welt- und Menschengeschichte«1 ist, so gebührt der Religionskritik des Hobbes die grösste Aufmerksamkeit. Unter den zahlreichen Bestreitungen der Religion, der offenbarten wie der natürlichen, welche das klassische Zeitalter der Religionskritik — das 17. und das 18. Jhdt. — hervorgebracht hat, gibt es nicht viele, die an geschichtlicher Wirksamkeit, gibt es wenige, die an Entschiedenheit der Leugnung, gibt es keine, die an Radikalität der Begründung mit derjenigen, die in Hobbes’ Leviathan vorliegt, zu vergleichen wäre. Zwar ist Spinozas theologisch-politischer Traktat, wie Hobbes selbst anerkannt hat, »kühner« als der Leviathan, d.h. rücksichtsloser im Ziehen und Aussprechen von Konsequenzen; aber diese Kühnheit ist erkauft um den Preis des Verzichts auf die eigentliche Grundlegung der Kritik, die sich viel eher im Leviathan als im theologisch-politischen Traktat findet.

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Notizen

  1. 2.
    C. E. Vaughan, Studies in the history of political philosophy before and after Rousseau, Manchester 1925, I 23 und 55.Google Scholar
  2. 14.
    J. Lips, Die Stellung des Thomas Hobbes zu den politischen Parteien der grossen englischen Revolution, Leipzig 1927, 75–82Google Scholar
  3. Z. Lubienski, Die Grundlagen des ethisch-politischen Systems von Hobbes, München 1932, 253–274Google Scholar
  4. 240.
    vgl. hierzu die klare Darlegung von F. Brandt, Thomas Hobbes’ mechanical conception of nature, Copenhagen/London 1928, bes. 342 und 370.Google Scholar
  5. 254.
    vgl. E. Gilson, La liberie chez Descartes, Paris 1913, bes. 92 und 102ff.Google Scholar
  6. 263.
    Vgl. hierzu John Laird, Hobbes, London, 1934, bes. 94 ff.Google Scholar
  7. 269.
    Den Vorurteils-Charakter des H.schen Materialismus hat klar erkannt Basil Willey, The seventeenth century background, London 1934, n. 98f.Google Scholar
  8. 280.
    Vgl. hierzu und zu unseren Ausführungen im Text G. Krüger, Philosophie und Moral in der Kantischen Kritik, 1931, § 24 (»Die Seinsidee des englischen ›Empirismus‹ bei Kant«).Google Scholar

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© Springer-Verlag GmbH Deutschland 2008

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