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Platon über den Wert der Wahrnehmung

  • Theodor Ebert

Zusammenfassung

Zu den verbreiteten Meinungen über Platons Philosophie gehört die Auffassung, dass Platon der Wahrnehmung keinen hohen Stellenwert bei der Gewinnung wirklicher Erkenntnis zubillige. Die eigentlichen Gegenstände der Erkenntnis seien die Ideen, und was immer man sich genau unter den Ideen vorzustellen hat, sie seien jedenfalls der Wahrnehmung nicht zugänglich und die Wahrnehmung könne uns, wie es scheint, auch keinerlei Hilfe bei ihrer Erkenntnis bieten. Die Wahrnehmung hat es mit Dingen zu tun, die im Gegensatz zu den Ideen unbeständig sind, schwankend, unzuverlässig, mit Gegenständen eben, die sich — in der Terminologie der platonischen Dialoge — »immer wieder anders verhalten«. Die Gegenstände wirklicher Erkenntnis seien dagegen unwandelbar, zuverlässig und garantieren durch eben diese Eigenschaften der über sie gewonnenen Erkenntnis Dauerhaftigkeit.

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Literatur

  1. Platonis Opera vol. I, ed. E. A. Duke et al., Oxford: Clarendon Press, 1995 (der Text des Phaidon ist von J. C. G. Strachan ediert).Google Scholar
  2. Rowe, Ch. J. 1993: Plato, Phaedo. Text and Commentary, Cambridge.Google Scholar
  3. Ebert, Th. 2004: Platon, Phaidon. Übersetzung und Kommentar, Göttingen.Google Scholar

Copyright information

© Springer-Verlag GmbH Deutschland 2006

Authors and Affiliations

  • Theodor Ebert
    • 1
  1. 1.ErlangenDeutschland

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