Einleitung: Wissen und Bildung in der antiken Philosophie

  • Christof Rapp
  • Tim Wagner

Zusammenfassung

Von der frühen griechischen Philosophie bis zur Spätantike stehen die verschiedenen Formen, aber auch die Grenzen von Wissen und Wissenserwerb immer wieder im Zentrum der Theoriebildung. Anders als die moderne, für den Wissensbegriff zuständige Teildisziplin der Philosophie, die Erkenntnistheorie oder Epistemologie, betrachtet die antike Philosophie den Wissensbegriff aber nur selten isoliert, sondern behandelt ihn in der Regel im Zusammenhang mit einigen anderen Begriffen und Grundfragen. Insbesondere ist in der antiken Philosophie der Wissensbegriff mit Fragen der Ethik verknüpft: Verschiedene Schulen betonen auf unterschiedliche Weise den Gedanken, dass ein im ethischen Sinne gutes Handeln und ein guter Charakter notwendig mit einer besonderen Form des Wissens verknüpft sind; und umgekehrt wird oft auch die Möglichkeit des Wissens von bestimmten Voraussetzungen in der Person und Lebensführung des Wissenden abhängig gemacht. In dieser Schnittmenge von Fragen nach dem Wissen, nach der einer Wissensform angemessenen Art der Weitergabe und Vermittlung von Wissen und nach der Lebensführung hat auch die philosophische Auseinandersetzung mit Erziehung und Bildung ihren Ort.

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© Springer-Verlag GmbH Deutschland 2006

Authors and Affiliations

  • Christof Rapp
  • Tim Wagner

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