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Portugal: Theater an der europäischen Peripherie

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Zusammenfassung

Zwei Sichtweisen der eigenen Situation sind offenbar tief eingeschrieben in das theaterkulturelle Selbstverständnis der Portugiesen: Nämlich, daß es dem Land an einer eigenständigen und stabil institutionalisierten Theatertradition fehle, ja, daß das Theater letztlich nicht die Stärke der Portugiesen sei, daß diese vielmehr »eine Ader für das Gedichteschreiben« hätten — so der Theaterautor und Theaterpolitiker Norberto Ávila 1978 -, und: das Bewußtsein ihrer europäischen Randlage, die das Theater in diesem Land früher bereits und noch bis heute den Anschluß an die Entwicklungen in den europäischen Theaterzentren hat verpassen lassen. Dies habe zum einen das Desinteresse dieser Zentren am portugiesischen Theater zur Folge, zum anderen den Hang der portugiesischen Theaterleiter, ihre Spielpläne seit jeher mit Stücken ausländischer Autoren zu bestreiten. Beide Thesen bedürfen sicherlich der Differenzierung. Dennoch beschreiben sie eine tatsächlich vorhandene Tendenz im Theaterwesen Portugals und wohl auch dessen Dilemma noch im letzten Drittel des 20. Jahrhunderts.

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© Springer-Verlag GmbH Deutschland 2007

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