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Das spanische Theater nach 1975

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Zusammenfassung

In den fast vier Jahrzehnten des Franco-Regimes hatte sich im spanischen Theater eine weitgehend privatwirtschaftliche Organisationsform durchgesetzt. Deren Folge war die Festlegung der Bühnen auf ausschließlich an kommerziellen Interessen orientierte Spielpläne, über deren inhaltliche Verflachung keinerlei Illusionen bestanden. Es war reines Unterhaltungstheater, Operetten, Komödien- und Salonstücke, das jedwedes künstlerisches, gar avantgardistisches Experiment verweigerte, zudem gesellschaftskritische Töne strikt vermied. Ökonomische Zwänge, staatliche Zensur und diese vorwegnehmende Selbstzensur, die das gesamte kulturelle und intellektuelle Leben des Landes lähmten, wirkten auf fatale Weise zusammen. Die privaten Bühnen und die beiden einzigen spanischen Staatstheater, das Teatro Espanol und das Teatro María Guerrero in Madrid, befanden sich in dieser Hinsicht in der gleichen Situation. Eine gewisse Sonderstellung nahm das 1954 gegründete Teatro National de Cámara y Ensayo (TNCE) ein, das »nach außen als Aushängeschild für den wachsenden Liberalismus des Regimes dienen sollte. Aber selbst die studentischen Theatergruppen bewegten sich bis Anfang der sechziger Jahre weitgehend im Fahrwasser der staatlichen Kulturpolitik.« (W. Floeck 1997, 15).

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