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Theater in Italien

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Zusammenfassung

Der Ruf nach einer grundlegenden Reform begleitet die Geschichte des italienischen Theaters seit dem Ende des 19. Jahrhunderts, als es in den meisten europäischen Staaten darum ging, Theater als eine im nationalen Kulturverständnis fest verankerte Institution zu etablieren. Mit der Gründung von Nationaltheatern entsprachen viele Länder dieser kulturpolitischen Forderung. Stets ging es dabei auch um die Anerkennung einer Verpflichtung von Staat und den Kommunen für den Unterhalt öffentlicher Theater, um deren Subventionierung und den Erlaß von Theatergesetzen, die diesen Arbeitsbereich rechtlich ordnen und vor Intendantenwillkür schützen sollten. In Italien hatte das Theater wegen des vollständigen Fehlens stationärer Bühnen keine wirkliche Chance, von diesem europaweiten Trend zu profitieren. Hinzu kam, und dies mag ursächlich mit dieser instabilen institutionellen Struktur des italienischen Theaterwesens verbunden sein, daß das Theater in diesem Lande zumindest seit dem ersten Jahrzehnt des 20. Jahrhunderts bis weit zu dessen Ende hin im kulturellen Leben des Landes nur eine zweitrangige Rolle gespielt hat. Das italienische Operntheater, vor allem, wo es ein touristisch attraktiver Faktor war, und eine künstlerisch so herausragende Bühne wie das Piccolo Teatro di Milano seit Ende der vierziger Jahre waren und sind Ausnahmen, obwohl auch diese Institutionen immer wieder in die theaterpolitischen Wirrnisse des Landes involviert und durch die öffentliche Hand notorisch unterfinanziert sind.

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© Springer-Verlag GmbH Deutschland 2007

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