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Theater in Deutschland

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Zusammenfassung

Die bedingungslose Kapitulation aller Teile der Deutschen Wehrmacht zwischen dem 7. und dem 9. Mai 1945 beendete offiziell den Zweiten Weltkrieg. Nach der Auflösung der letzten Reichsregierung in Flensburg am 23. Mai übernahmen die vier Alliierten Militärgouverneure die Regierungsgewalt im Deutschen Reich. Das Land wurde in vier Besatzungszonen aufgeteilt, Berlin in vier Sektoren. Die Gebiete östlich von Oder und Neiße kamen unter polnische Verwaltung. In der Konferenz von Potsdam im Juli/August 1945 wurde die künftige Deutschlandpolitik der Siegermächte beschlossen. Dabei war die Neuordnung Deutschlands auf demokratischer Grundlage und unter Wahrung der nationalen Einheit eines der zentralen Ziele. Ein Alliierter Kontrollrat wurde als oberstes Regierungsorgan eingesetzt. Entmilitarisierung und eine Entnazifizierungskampagne erschienen den Alliierten als die vordringlichsten Aufgaben auf diesem Wege. Diesem Zweck diente auch die Einsetzung eines Militärtribunals im August 1945 in Nürnberg, das 23 der führenden Hauptkriegsverbrecher unter Anklage stellte und ein Jahr später 20 von ihnen verurteilte. An vielen Orten wurden von den Alliierten Filme von den Greueltaten in den Konzentrationslagern gezeigt, um der deutschen Bevölkerung das Ausmaß der NS-Verbrechen ins Bewußtsein zu bringen. (vgl. I. Fetscher 1991, 12f.). Zur gleichen Zeit kam es auf Landesebene zur Bildung politischer Parteien und Gewerkschaften. Diese sollten die Kernzellen beim Aufbau eines demokratischen Staatswesens bilden.

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© Springer-Verlag GmbH Deutschland 2007

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