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Polen

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Zusammenfassung

Rückblickend von den neunziger Jahren aus hatte der Posener Arbeiteraufstand im Juni 1956 den Beginn jenes sich noch dreieinhalb Jahrzehnte hinziehenden Zerfallsprozesses des von der Sowjetunion beherrschten Ostblocks eingeleitet. Am Ende dieses Prozesses—1989/90 — wurde in Polen eine parlamentarische Demokratie westlicher Prägung eingeführt. Gewerkschaften und die katholische Kirche waren die stärksten, die dynamischsten Reformkräfte, die auf die Ablösung der kommunistischen Parteidiktatur hingearbeitet hatten. Die Wahl des Krakauer Kardinals Karol Wojtyla (1920–2005) im Oktober 1978 zum Papst Johannes Paul II. gab der religiösen und zugleich nationalen Erneuerungsbewegung entscheidende Impulse. Zudem hatte die katholische Kirche immer wieder auch mehr oder weniger offen zum Widerstand gegen das atheistische, totalitäre Regime aufgerufen. Als Erzbischof von Krakau verkörperte Karol Wojtyla diesen Widerstand des Glaubens gegen den politischen Totalitarismus. Im Oktober 1956 kam es unter der Regierung Gomulkas allerdings zu einer gewissen Normalisierung des Verhältnisses von Staat und Kirche. Permanente wirtschaftliche Krisen lösten 1976 erneut Streiks und Unruhen unter der Bevölkerung aus. Die Notwendigkeit einer grundlegenden Gesellschafts- und Wirtschaftsreform war unübersehbar geworden. 1980 eskalierte der Protest gegen die Regierung in einer landesweiten Streikbewegung. In der Danziger Werft gründete Lech Wałęsa (geb. 1943) die erste unabhängige Gewerkschaft.

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