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Tschechisches und slowakisches Theater

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Zusammenfassung

Im Februar 1948 gelang es der tschechoslowakischen Kommunistischen Partei mit einem von der Sowjetunion unterstützten Staatstreich, die alleinige Regierungsmacht in der Tschechoslowakei zu übernehmen. Vorbereitet war dies bereits seit 1945, in den Jahren der Regierung der Nationalen Front. Der Machtwechsel führte zu einer Neuordnung der Tschechoslowakei nach dem Vorbild des sowjetischen Gesellschaftsmodells und zu deren Eingliederung in den von der Sowjetunion beherrschten Wirtschaftsverbund COMECON (seit 1949) und in das militärische Bündnis des Warschauer Pakts (seit 1955). Innenpolitische Gegner dieser Entwicklung wurden konsequent ausgeschaltet. Zum Höhepunkt dieser »Säuberungspolitik« kam es Anfang der fünfziger Jahre, als der Konflikt zwischen Stalin und Tito um die Durchsetzung eines von Moskau unabhängigen nationalen Wegs zum Sozialismus ausgebrochen war und auf die Tschechoslowakei überzugreifen drohte. (vgl. Kap.: Jugoslawien) Die Folge dieses totalitären Zugriffs waren besonders rigorose Zensurmaßnahmen und die verschärfte Verfolgung von Repräsentanten der Opposition, einer sozialistischen Reformbewegung, die vor allem in der kulturellen Sphäre eine breite Anhängerschaft besaß. Intellektuelle und Künstler, vornehmlich aus dem Theaterbereich, hatten in der jüngeren Geschichte der Tschechoslowakei stets zur Phalanx der nationalen Autonomiebewegungen gehört, ebenso zum Widerstand gegen den Hitler-Faschismus.

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