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Rumänien

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Zusammenfassung

Die Gründung der Volksrepublik Rumänien wurde mit der Verabschiedung der Verfassung von 13. April 1948 vollzogen. Dies war der erste Schritt, das Land in den von Moskau beherrschten Block sozialistischer Staaten zu integrieren. 1949 erfolgte der Beitritt zum Rat für Wirtschaftliche Zusammenarbeit (COMECON) und 1955 zum Warschauer Pakt. Damit war Rumänien auf allen politischen und wirtschaftlichen Ebenen in die Einflußsphäre der Sowjetunion eingebunden. Dies bedeutete den Ausschluß all jener Entwicklungen und Positionen aus dem aktuellen kulturellen Leben, die als »bürgerlich« galten. Letztlich lief es darauf hinaus, den Kontakt vor allem zu den zeitgenössischen künstlerischen Entwicklungen westlicher Provenienz abzubrechen. Die rumänische Staatsführung unter dem Generalsekretär der Kommunistischen Partei, Gheorghe Gheorghiu-Dej (1901–1965), vollzog die Anpassung von Gesellschaft, Kultur und Staat an einen streng auf Moskau gerichteten Kurs zunächst mit aller Konsequenz. Zu Beginn der sechziger Jahre jedoch — Gheorghiu-Dej wurde 1961 Vorsitzender des Staatsrats — fand eine Kurskorrektur statt. Ohne den Machtanspruch der Kommunistischen Partei im Innern in Frage zu stellen, verfolgte Rumänien nun eine Politik größerer Selbständigkeit gegenüber der Sowjetunion, insbesondere auf dem Gebiet der Außenpolitik. Diese Richtung setzte auch Gheorghiu-Dej s Nachfolger Nicolae Ceau§escu (1918–1989) nach seiner Amtseinführung 1967 fort. Jene Selbständigkeit fand ihren Ausdruck etwa auch darin, daß sich Rumänien im August 1968 nicht am Einmarsch der Warschauer Pakt-Staaten in die ČSSR beteiligte.

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