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Theater auf Zypern

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Zusammenfassung

In enger Beziehung zum griechischen Theater entwickelte sich das Theater auf Zypern, dessen Bevölkerung etwa zu 80 % Griechisch spricht und der Kultur Griechenlands eng verbunden ist. Das heute noch in einen größeren griechischen und einen kleineren türkischen Landesteil gespaltene Land wurde erst 1960 eine autonome Republik westlicher Prägung. Bis dahin stand Zypern unter britischer Kolonialherrschaft. Das Theaterleben bestritten seit Beginn des 20. Jahrhunderts professionelle Theatertruppen, die von Griechenland aus die Insel bereisten. Erst Anfang der vierziger Jahre (1942) wurden auf Zypern eigene semiprofessionelle Ensembles gegründet. In Nikosia waren es vier, die überwiegend Unterhaltungstheater boten, Operetten, Lustspiele mit lokalen Themen und satirische Revuen. Als Spielstätten dienten vielfach leere Lagerhallen, vor allem aber Kinos. Bis in die vierziger Jahre traten auf Zypern ausschließlich Männer auf der Bühne auf. Es waren dies aber auch die Jahre, in denen sich der Theaterbetrieb nach dem Vorbild des griechischen Theaters schrittweise professionalisierte. Autoren wie Costas Montis (1914–2004), Lefteris Yiannides (1914–1986) oder Costas Markides (1894–1968) schrieben Stücke für diese Ensembles. (vgl. D. Rubin 1994 I, 186) Die führenden Regisseure, aber auch viele Schauspieler stammten anfangs noch aus Griechenland. Von der britischen Kolonialregierung erhielt die neue Theaterbewegung keinerlei Unterstützung.

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© Springer-Verlag GmbH Deutschland 2007

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