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Griechenland

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Zusammenfassung

Erst im letzten Drittel des 20. Jahrhunderts erhielt das Theater in Europas ältester Theaternation jene Freiheit, die eine offene künstlerische Entfaltung zuließ, in einem befriedeten Staat, frei von Zensur und anderen, indirekten Repressalien. Dem Theater wurde nun auch jene öffentliche Zuwendung zuteil, ihm jener Stellenwert im kulturellen Leben der Gesellschaft eingeräumt, wie das zu dieser Zeit in beinahe allen anderen europäischen Staaten längst zu den gesellschafts- und kulturpolitischen Selbstverständlichkeiten gehörte. Diese neue Theaterpolitik wurde ermöglicht durch den politischen Umbruch, der im Juli 1974 stattfand. Nach dem Ende der Militärdiktatur, die das Land seit 1967 zu erdulden hatte, war Griechenland unter dem Ministerpräsidenten Kostas Karamanlis wieder zur parlamentarischen Demokratie zurückgekehrt. Der Wahlsieg der Panhellenistischen Sozialistischen Bewegung (PASOK) 1981 und die Ernennung von Andreas Papandreou (1919–1996), einer Symbolfigur des Widerstands gegen die Junta, zum Ministerpräsidenten, wurde als der eigentliche Beginn einer gesellschaftlichen und politischen Erneuerung gefeiert. In der kulturellen Sphäre war die Ernennung der international bekannten Bühnen- und Filmschauspielerin Melina Mercouri (1925–1994), die ebenfalls der Widerstandsbewegung angehört hatte, zur Kulturministerin ein demonstrativer Akt. Es sollte ein Zeichen sein hinsichtlich der Bedeutung, die Künstlern und Intellektuellen bei der Gestaltung der Gesellschaft künftig zukommen würde.

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© Springer-Verlag GmbH Deutschland 2007

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