Advertisement

Theater in der Volksrepublik Jugoslawien und in den Nachfolgestaaten Kroatien, Bosnien, Slowenien und Serbien-Montenegro

Chapter
  • 156 Downloads

Zusammenfassung

Die im November 1946 ausgerufene Föderative Volksrepublik Jugoslawien hatte sechs Nationalitäten — Serbien, Slowenien, Bosnien-Herzegowina, Kroatien, Mazedonien und Montenegro — als bundesstaatliches Gebilde zusammengefaßt und den in dieser Balkanregion jahrhundertelang existierenden Nationalitätenkonflikt, der immer auch ein ethnisch und religiös motivierter Konflikt war, in einer kommunistischen Gesellschaftsordnung neutralisiert. Der Persönlichkeit Titos (1892–1980) war es gelungen, diesem Staatsgebilde eine im Inneren wirksame und nach Außen hin wahrnehmbare Identität zu verschaffen. Titos Rolle im Befreiungskampf gegen die deutsche Besatzung, aber auch seine Vision eines »eigenen Wegs zum Sozialismus«, der den Führungsanspruch Moskaus für sein Land nicht gelten und ihn in den fünfziger Jahren zum Sprecher der nicht paktgebundenen Staaten der Dritten Welt werden ließ, trugen zum relativen Erfolg dieses föderativen Staats- und Gesellschaftsmodells bei. Zudem versuchte die jugoslawische Verfassung die durchaus noch virulenten Spannungen zwischen den Nationalitäten dadurch zu relativieren, daß diesen eine gewisse Selbständigkeit eingeräumt wurde, insbesondere in der kulturellen Sphäre. Generell auch sah das jugoslawische Modell ein weitaus höheres Maß an Mitbestimmung und Selbstverwaltung in den Bereichen der Produktion und der Kultur vor als in nahezu allen anderen sozialistischen Ländern. (vgl. Bd. IV, 927 ff.)

Preview

Unable to display preview. Download preview PDF.

Unable to display preview. Download preview PDF.

Copyright information

© Springer-Verlag GmbH Deutschland 2007

Authors and Affiliations

There are no affiliations available

Personalised recommendations