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Theater für Kinder und Jugendliche

  • Otto Brunken

Zusammenfassung

Während andere Gattungen der Kinder- und Jugendliteratur bereits in der ersten Hälfte des 19. Jhs. entscheidende Umgestaltungsprozesse durchliefen, erhielt das Kinder- und Jugendtheater erst in der zweiten Jahrhunderthälfte ein neues Gesicht. Auf eine Formel gebracht, lässt sich die Entwicklung bis zum Ende des Untersuchungszeitraums so charakterisieren, dass aus der pädagogischen Veranstaltung ›Kindertheater‹, gedacht für die Aufführung bzw. Lektüre im Familienkreis, ein Element der Unterhaltungsindustrie des Kaiserreichs wurde, ausgerichtet auf die öffentlich-professionelle Präsentation. Dabei blieb die erzieherische Konnotation der Stücke zwar mehr oder weniger erhalten, dezidiert pädagogische Funktionen wurden aber in Spezialkontexte (Schulen, Jugendvereine etc.) verwiesen. Im Laufe dieser Entwicklung fand jedoch eine starke Ausdifferenzierung der in der ersten Jahrhunderthälfte noch sehr homogenen Gattung statt. Um der Vielfalt gerecht zu werden, gliedert das vorliegende Kapitel das Material nach den zwei wichtigsten Hauptgruppen, ›Personentheater‹ und ›Figurentheater‹, denen die jeweils einschlägigen Subgenres zugeordnet werden. Die Darstellung wird dabei auf typische Texte exemplarisch, auf die wichtigsten Neuerungen ausführlich eingehen: auf das Weihnachtsmärchen (im Autorenprofil zu Görner), auf das Kasperlspiel (im Autorenprofil zu Pocci) und auf das Papiertheater (im Werkprofil zu Schreibers Kindertheater). Am Anfang steht ein Überblick über die Gesamtentwicklung der Gattung.

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© Springer-Verlag GmbH Deutschland 2008

Authors and Affiliations

  • Otto Brunken

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