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Bilder in der Kinder- und Jugendliteratur

  • Ulrich Kreidt

Zusammenfassung

Im Untersuchungszeitraum nahmen die Bilder in der Kinder- und Jugendliteratur an zweierlei übergreifenden Entwicklungen teil: zum einen an der allgemeinen Stilentwicklung, welche von den Ausläufern der klassizistisch-nazarenischen Richtung über den Realismus (als vorherrschender Kunstdoktrin) bis an die Schwelle der Klassischen Moderne führte. Zum anderen schlug sich der zeitgenössische Wandel aller ›populären Künste‹ auch in diesem Bereich nieder, indem ehemals handwerklich-künstlerische Erzeugnisse für ein ›gehobenes‹ Publikum zunehmend ersetzt wurden durch industriell gefertigte Produkte für eine breitere Käuferschaft. Insbesondere die letztere Entwicklung veränderte nicht nur die Qualität der Bilder in der KJL, sondern führte zu einer erheblichen Steigerung ihrer Anzahl bzw. des Anteils illustrierter Titel an der Gesamtproduktion überhaupt. (Zur Bevorzugung des Begriffs ›Bilder‹ gegenüber dem Begriff ›Illustration‹ vgl. Thiele 2003, S. 72 f.) — Die Untersuchung einer Stichprobe aus knapp einem Zehntel der in diesem Zeitraum erschienenen ca. 25.000 Titel ergab, dass nicht weniger als 78 %, d. h. über 19.000 Titel mit Bildern ausgestattet waren. Dabei stellten natürlich die Bücher mittlerweile nur einen Teil der »Möglichkeiten der Bildbegegnung« für die Heranwachsenden dar, wie sie von Hans Ries (1992a, S. 19 ff.) für den Zeitraum von 1871 bis 1914 ausführlich beschrieben wurden.

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© Springer-Verlag GmbH Deutschland 2008

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  • Ulrich Kreidt

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