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Mehrfachauswertungen qualitativer Daten mit Hilfe eines deduktiven Schemas und MAXqda

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Zusammenfassung

In diesem Beitrag soll ein theoriegeleitetes Ordnungs- und Auswertungsschema vorgestellt werden, das zur Vereinfachung der Auswertung von Leitfadeninterviews im Bereich der Qualitätssicherung innerhalb der Gesundheitssystemforschung entwickelt wurde. Das Verfahren kombiniert das Struktur-ProzessErgebnis-Modell (Donabedian) mit der Akteur-Situation-Dimension (Esser/Coleman). Es hilft dem Forscher bei der Kategorisierung von Interviewsequenzen. Die Vorteile dieses Schemas liegen vor allem in der universellen Anwendbarkeit und der Zeitersparnis bei mehrfacher Auswertung desselben Datenmaterials (z.B. bezüglich unterschiedlicher Dimensionen bei der Entwicklung eines Fragebogens).

Das Verfahren der Auswertung mit Hilfe des Computerprogrammes MAXqda und die Ergebnisse der Anwendung dieser Auswertungstechnik sollen am Beispiel einer Patientenbefragung erläutert werden. Die Befragung fand in zwei Kliniken (Bundeswehrkrankenhaus Ulm und Universitätskliniken Köln) statt. Es wurden vierzig Leitfadeninterviews durchgeführt. Die Auswahl der Befragten erfolgte mittels einer geschichteten Stichprobe. Praktischer Nutzen und Grenzen des Schemas sowie des Auswertungsprogrammes MAXqda sollen am Beispiel dieser Befragung demonstriert werden.

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Anmerkungen

  1. 2.
    Ein Erweiterungsvorschlag für MAXqda aus unserer Sicht wäre eine Tonspur, auf der (in digitaler Form) das Originalinterview rnidaufen könnte. Schön wäre auch, wenn bei der Ausgabe der Codings ebenfalls die Originalaufzeichnungen wiedergegeben werden könnten.Google Scholar
  2. 3.
    Hier wurde der achte Schritt mit „Fallkontrastierung“, der neunte mit „Typendefinition“ und der zehnte mit „Zuordnung der (real-)Fälle zu den Idealtypen“ beschrieben werden (vgl. Borgetto 2001).Google Scholar
  3. 4.
    Als Struktur kann in unserem Zusammenhang z.B. die Anzahl und Qualifikation der Ärzte und des Pflegepersonals aufgefasst werden. Prozesse finden sich in den organisatorischen Abläufen oder in bestimmten Behandlungsroutinen wieder. Ergebnisse sind z.B. die Zufriedenheit oder auch der veränderte Gesundheitszustand der PatientInnen.Google Scholar
  4. 5.
    Der Input des Arztes konnte, da wir nur Interviews mit den Patienten fiihren konnten, nur aus der subjektiven Perspektive des Patienten analysiert werden. Selbiges gilt für alle anderen Situations-Kategorien.Google Scholar
  5. 6.
    Einige Kategorien, die theoretisch gebildet wurden und andere, die als Restkategorien erstellt wurden, fanden keine praktische Anwendung.Google Scholar

Copyright information

© VS Verlag für Sozialwissenschaften/GWV Fachverlage GmbH, Wiesbaden 2004

Authors and Affiliations

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