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Das Modell

  • Dieter Köster
Chapter
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Part of the Beiträge zur betriebswirtschaftlichen Forschung book series (BBFDUV, volume 89)

Zusammenfassung

Ökonomische Modelle dienen dazu, aus der unüberschaubaren Komplexität der zu beobachtenden Wirkungsbeziehungen die für einen Untersuchungsgegenstand jeweils relevanten herauszulösen, in analytischer Form abzubilden und mit mathematischer Exaktheit zu untersuchen. Insbesondere Simulationsmodelle sind dazu geeignet, durch Modellversuche Ursache-Wirkungsbeziehungen zu isolieren und damit zu einer kausalen Interpretation empirisch beobachtbarer Phänomene beizutragen. Um dabei realitätsnahe Aussagen treffen zu können, ist es notwendig, alle für den Untersuchungsgegenstand entscheidenden Beziehungen einzubeziehen, aber gleichzeitig die Komplexität so einzuschränken, daß die Kausalität analysierbar bleibt. Im zweiten Kapitel wurden der Untersuchungsgegenstand und die Fragestellungen definiert, mit deren Hilfe sich die im folgenden formulierten Anforderungen an das Modell ableiten lassen.

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Literatur

  1. 83.
    Vgl.: Wiese, H: Lern- und Netzeffekte im asymmetrischen Duopol, Heidelberg 1993, S. 13.CrossRefGoogle Scholar
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    Spiegel unterscheidet drei Rangstufen von Modellen: Lehrmodelle, die der Vermittlung von Sachverhalten dienen, Denkmodelle, die es dem Modellbildner erlauben, zu neuen Einsichten über das Bedingungsgefiige eines Sachverhaltes zu kommen, und Operationsmodelle, die sich mit exakten Daten beschicken lassen und bei geeigneter Fragestellung exakte Antworten liefern. Vgl.: Spiegel, B.: Gradientenmodelle in der Sozialpsychologie, Kölner Zeitschrift für Soziologie und Sozialpsychologie, 14, 1962, 18–38. hier: S. 20–21.Google Scholar
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    Spiegel, B.: Gradientenmodelle in der Sozialpsychologie, Kölner Zeitschrift fr Soziologie und Sozialpsychologie, 14, 1962, 18–38.Google Scholar
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    Zumindest im symmetrischen Fall kann in einem Hotelling-Ring eine elastische Nachfrage nur im monopolistischen Bereich entstehen, so daß eine elastische Nachfrage und ein echter Wettbewerb, bei dem mindestens für einen Teil der Konsumenten mehr als ein Produkt existiert, dessen Nutzen den Preis übersteigt, nicht gleichzeitig existieren können.Google Scholar
  9. 90.
    In analytischen Modellen führt die Erweiterung um eine Dimension zu einer erheblichen Ausweitung der Komplexität des Problems. Dennoch gibt es Beispiele für die Untersuchung von zweidimensionalen Hotelling-Modellen, z.B.: Beckmann, M.J.: Spatial Oligopoly as a Noncooperative Game, International Journal of Game Theory, 2, 1973, 263–268, hier: 266ff.CrossRefGoogle Scholar
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    Die Zahlungsbereitschaft ist in Anlehnung an die “basic willingness to pay for the product” (r) im Modell von Katz/Shapiro modelliert. Vgl.: Katz, M.L./Shapiro, C.: Network Externalities, Competition, and Compatibility, American Economic Review, 75, 1985, 424–440, hier: S. 426.Google Scholar
  11. 92.
    Die lineare Modellierung der Distanz ist eine Frage der Skalierung der Fläche und ist deshalb eine rein technische Entscheidung. Die lineare Modellierung der Netzeffekte hat dagegen auch inhaltliche Bedeutung: Sie wird hier ohne technische Notwendigkeit und trotz der Annahme, daß bei einer hohen Anzahl von Nutzern ein zusätzlicher Nutzer die Nachfrage weniger stark beeinflußt als bei einer geringen Anzahl, gewählt. Die Begründung liegt darin, daß sich bei abnehmenden Netzeffekten auch die Eigenschaft des Netzproduktes verändert: bei nur noch geringer Auswirkung der zusätzlichen Einheit auf die Nachfrage nach dem betrachteten Produkt kann nach der oben eingeführten Definition nicht mehr von einem “Netzprodukt” gesprochen werden, da die Netzeigenschaft die Nachfrage nicht mehr überwiegend beeinflußt. Die lineare Modellierung wird also aus Gründen der Abgrenzung der zu vergleichenden Kategorien “Netzprodukt” und “Nicht-Netzprodukt” vorgenommen. Für Analysen, in denen diese Abgrenzung nicht notwendig ist, kann die Konstante yib durch eine entsprechende Funktion ersetzt werden.Google Scholar
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    Economides, N.: The Economics of Networks, International Journal of Industrial Organization, 14, 1996, 673–700, hier: S. 680.CrossRefGoogle Scholar
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    Vgl. z.B.: Chou, C.F./Shy, O.: Do Consumers Gain or Lose When More People Buy the Same Brand, European Journal of Political Economy, 12, 1996, 309–330 sowie: die “Mix and Match”Literatur: Matutes, C./Regibeau, P.: “Mix and Match”: Product Compatibility Without Network Externalities, RAND Journal of Economics, 19, 1988, 221–234. Weitere Quellen nennt:CrossRefGoogle Scholar
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    Economides, N.: The Economics of Networks, International Journal of Industrial Organization, 14, 1996, 673–700, hier: S. 687.CrossRefGoogle Scholar
  15. 95.
    Produktionsmenge und Verkaufsmenge werden aus Vereinfachungsgründen gleich gesetzt. Lagerkosten entfallen somit.Google Scholar
  16. 96.
    Die Aufhebung dieser Annahme erfolgt in Kapitel 8.Google Scholar
  17. 97.
    Modellierung nach: Albach, H.: Kosteneffekte auf stagnierenden Märkten — Bemerkungen zum Verhältnis von Kapazitätsauslastung und Erfahrung, in: Bartels, H.G./Beuermann, G./Thome, R. (Hrsg.): Praxisorientierte Betriebswirtschaft. Festschrift für Prof. Dr. A. Angermann zum 65. Geburtstag, Münster 1987, 21–33, hier: S. 24; vgl. auchGoogle Scholar
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    Simon, H.: Preismanagement, Wiesbaden 1982, S. 195ff. Die Lernrate wird auf 0.10 festgelegt und liegt damit in einem Rahmen, der für die Elektroindustrie typisch ist (siehe: Simon, S.199).CrossRefGoogle Scholar

Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden 1999

Authors and Affiliations

  • Dieter Köster

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