Lernerfahrungen von Kindern und Jugendlichen in der mobilen Gesellschaft

  • Maria Limbourg
  • Antje Flade
  • Jörg Schönharting

Zusammenfassung

Das Hineinwachsen von Kindern und Jugendlichen in die mobile Gesellschaft läßt sich mit dem Begriff „Verkehrssozialisation“ charakterisieren. Unter Sozialisation wird der Prozeß verstanden, in dem das Individuum in der aktiven Auseinandersetzung mit der räumlich-materiellen, sozialen und gesellschaftlichen Umwelt seine eigenen charakteristischen Erlebens- und Verhaltensformen entwickelt (Schultz-Gambard 1978, Geulen und Hurrelmann 1982). Die Umwelt tritt dem Individuum dabei nicht als abstrakte Größe entgegen, sondern sie manifestiert sich in den jeweiligen konkreten Lebensbedingungen in der Familie, in der Schule und im Kindergarten, in der Wohnung und deren Umfeld, in Institutionen, Freizeiteinrichtungen und in öffentlichen Räumen, auf Plätzen und Straßen. Das Individuum ordnet sich nicht einfach unter oder paßt sich den umgebenden Bedingungen an, sondern es setzt sich aktiv mit der Umwelt auseinander — so die Idealvorstellung, die in den Definitionen von Sozialisation anklingt. Diese aktive Auseinandersetzung führt dazu, daß sich nicht nur das Individuum entwickelt, sondern mehr oder weniger auch die Umwelt verändert, z. B. reagieren Bezugspersonen auf das Verhalten des Kindes oder die physische Umwelt wird durch die Handlungen des Individuums umgeformt.

Preview

Unable to display preview. Download preview PDF.

Unable to display preview. Download preview PDF.

Copyright information

© Leske + Budrich, Opladen 2000

Authors and Affiliations

  • Maria Limbourg
    • 1
  • Antje Flade
  • Jörg Schönharting
    • 1
  1. 1.Universität EssenDeutschland

Personalised recommendations