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Zum Einsatz atomisierter Organisationen

  • Balz Ryf

Zusammenfassung

Im allgemeinen ist man sich ideell sehr schnell einig, daß man Humanpotential ausschöpfen sollte. Geht es dann aber um konkrete Konzepte, wird immer wieder die ökonomische Machbarkeit in Frage gestellt. Man überlegt, inwieweit sich solche Konzepte auch „rechnen“ lassen (wenn man die hier vorgestellten Unternehmen und insbesondere Semco betrachtet, muß man eigentlich schon die Frage als falsch gestellt bezeichnen. Diese Unternehmen sind nicht trotz ihrer Humankonzepte wirtschaftlich erfolgreich, sondern wegen dieser Konzepte). Sehr oft wird dabei übersehen, daß für die Erhöhung der Wirtschaftlichkeit eines Unternehmens, in diesem Fall beispielsweise für die Arbeitsproduktivität, zwei Stellschrauben existieren: Kosten und Leistung. Eine Erhöhung der Arbeitsproduktivität erhält man nämlich nicht nur durch eine Senkung der mitarbeiterbezogenen Aufwendungen, sondern auch dadurch, daß man das bestehende Potential besser nutzt und dementsprechende Leistungen generiert (Laukamm/Walsh, Aktivierung, 103 f.). Für eine sinnvolle Entscheidungsgrundlage sind also sowohl Kosten- als auch Leistungsseite einer detaillierten Quantifizierung zu unterziehen. Dies kann sich in der Praxis als ausgesprochen schwierig erweisen.

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Literatur

  1. 16.
    Aschoff, Humanvermögen, 62 f. Übersichten über vorhandene Ansätze finden sich in Beyer, Personallexikon, 161 ff.; Berthel, Personal-Management, 359 ff.; Schönfeld, Accounting.Google Scholar
  2. 17.
    Vgl. hierzu den Begriff „Erfolgspotential“ bei Gälweiler (Unternehmensführung, 26). Gälweiler, der eigentliche Begründer dieses Gedankengutes, versteht darunter „das gesamte Gefüge aller jeweils produkt- und marktspezifischen erfolgsrelevanten Voraussetzungen, die spätestens dann bestehen müssen, wenn es um die Erfolgsrealisierung geht.“ Vgl. weiter dazu den Begriff „Strategische Erfolgsposition“ bei Pümpin (Management), welcher den Potentialgedanken insofern erweitert, als er zusätzlich zur Produkt- und marktmäßigen Dimension noch die funktionelle Dimension hinzufügt.Google Scholar
  3. 18.
    Natürlich gibt es auch Gegenbeispiele: Die Aussplittung der fusionierten ABB in über 3000 Profit-Centers (Hirn, Brüter, 217) scheint recht erfolgreich zu verlaufen. Hier ist jedoch zu beachten, daß vielerlei andere Beweggründe (strategische, produktionstechnische etc.) mindestens so bedeutend sind wie die Ausschöpfung von Humanpotential.Google Scholar

Copyright information

© Betriebswirtschftlicher Verlag Dr. Th. Gabler GmbH, Wiesbaden 1993

Authors and Affiliations

  • Balz Ryf

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