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Die Stellung des Menschen im Weltall

  • A. S. Eddington
Chapter
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Zusammenfassung

Unsere stärksten Fernrohre erfassen an tausend Millionen Sterne. Jede Steigerung ihrer Leistungsfähigkeit vergrößert noch diese Anzahl, und es ist kaum möglich, ihr eine Grenze zu setzen. Nichtsdestoweniger sind Anzeichen für ein gewisses Nachlassen vorhanden, und es steht fest, daß die uns umgebende Sternverteilung sich nicht gleichförmig in die Unendlichkeit des Raumes fortsetzt. Betrachtet man den Himmel mit immer stärkeren Fernrohren und wählt diese so, daß bei jedem neuen Fernrohr der Bereich der erfaßten Sterne um eine Größenklasse wächst, so steigt anfangs die Zahl der erfaßten Sterne bei jeder Stufe auf das Dreifache. Doch nimmt dieser Faktor ab, so daß an der Grenze der Sichtbarkeit, die unsere Riesen-Teleskope erreichen, das Hinzukommen einer Größenklasse die Anzahl der gesehenen Sterne nur mit 1,8 multipliziert; auch erfolgt die Abnahme des Faktors auf den letzten Stufen außerordentlich schnell.

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Notes

Literatur

  1. Hubble hat kürzlich einen sehr viel größeren Wert (1011 Lichtjahre) für den Radius in Vorschlag gebracht. Aber obgleich auch er von den Spiralnebeln ausgeht, ist die Voraussetzung zu seiner Berechnung eine andere und meiner Ansicht nach unannehmbar. Sie beruht auf einer Theorie über den geschlossenen Raum, die Einstein früher aufgestellt hatte, die jetzt aber allgemein fallen gelassen ist. Die oben auseinander «gesetzte Theorie (wir verdanken sie W. de Sitter) ist wohl äußerst speku» lativ, aber sie ist der einzige Schlüssel, den wir zu den Größenverhältnissen des Raumes besitzen.Google Scholar
  2. Es scheint ein besonders glücklicher Umstand gewesen zu sein, daß die ersten Forscher, welche den Mars photographierten, keine für Photographie geeigneten Teleskope hatten, sondern zu diesem Zwecke erst visuelle Teleskope herrichten mußten und infolgedessen auf die Verwendung gelben Lichtes angewiesen waren, das, wie wir gesehen haben, zur Erzielung guter Resultate wesentlich ist.Google Scholar
  3. Der Mars kann nur auf niedrigen Breiten und aus großer Höhe unter günstigen Bedingungen beobachtet werden. Daher sind Astronomen, die sich nicht in dieser vorteilhaften Lage befinden, wenig geneigt, sich aus so vielen strittigen Punkten eine feste Meinung zu bilden.Google Scholar

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© Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH 1931

Authors and Affiliations

  • A. S. Eddington

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