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Zusammenfassung

Ich habe manchmal gedacht, es müsse recht unterhaltend sein, einer Diskussion zwischen dem Observator der staatlichen Sternwarte und, sagen wir, Professor Bergson über das Wesen der Zeit zuzuhören. Professor Bergson ist als Autorität auf diesem Gebiet allgemein anerkannt, und da es die Aufgabe des staatlichen Observators ist, die genaue Zeit für den täglichen Ablauf unseres Lebens anzugeben, wird er ja wohl darüber im Klaren sein, was er bestimmen soll. Wir wollen die Diskussion um einige zwanzig Jahre zurückverlegen in eine Zeit, wo die Verbreitung der Einsteinschen Ideen noch keine gegenseitige Annäherung herbeigeführt hatte. Wahrscheinlich würde es zu einer heftigen Meinungsverschiedenheit gekommen sein, und ich vermute, daß der Philosoph die am besten formu-Herten Beweisgründe hätte vorbringen können.

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Notes

Literatur

  1. Die gemessene Lichtgeschwindigkeit ist das Mittel aus der Geschwindigkeit hin und zurück. Die Geschwindigkeit in nur einer Richtung kann nämlich erst nach Festlegung der Jetzt-Linien gemessen werden, und kann daher nicht dazu benutzt werden, diese zu finden. Wir geraten also bei Konstruktion der Jetzt-Linien in eine Sackgasse, aus der wir nur mit Hilfe einer willkürlichen Festsetzung einen Ausweg finden. Man ist daher dahin übereingekommen (relativ zum Beobachter), die Lichtgeschwindigkeit in zwei entgegengesetzten Richtungen als gleich anzunehmen. Infolgedessen beruhen aber die hierdurch gefundenen Jetzt-Linien ebenfalls auf Übereinkunft.Google Scholar
  2. In Abb. 4 ist der Maßstab so gewählt, daß eine Sekunde Zeit 100000 km im Raume entspricht. Wenn wir jedoch unseren Maßstab mehr unseren Wahrnehmungen anpassen, so daß etwa eine Sekunde einem Meter entspricht, so werden die Jetzt-Gesehen-Linien fast horizontal und man wird dann leicht verstehen, warum die Kegel, welche die vier Dirnensionen aneinanderheften- fälschlich für Schnitte gehalten werden konnten, die sie trennen.Google Scholar
  3. In der allgemeinen Relativitätstheorie (Kap. VI) kommen Maßsysteme vor, in denen der Lichtgeschwindigkeit nicht immer derselbe konstante Wert beigelegt wird. Aber immer noch ist sie der Faserung der absoluten Weltstruktur zugeordnet.Google Scholar
  4. Irgendein Vorbehalt dieser Art ist selbstverständlich notwendig. Für manche Zwecke benutzt man z. B. ein Bezugsgerüst, das mit der Erde rotiert. Relativ zu diesem Gerüst durchlaufen die Sterne Tag für Tag Kreisbahnen mit enormer Geschwindigkeit.Google Scholar

Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH 1931

Authors and Affiliations

  • A. S. Eddington

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