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Einführung

  • Annette Czerwanski
Chapter
Part of the Reihe Schule und Gesellschaft book series (SUGES, volume 23)

Zusammenfassung

Nicht-staatliche Förderprogramme für Schulen haben in Deutschland Konjunktur — sie stoßen in jüngerer Vergangenheit auf das zunehmende Interesse jener gesellschaftlichen Instanzen, die vornehmlich in die schulische Bildungs- und Erziehungsarbeit involviert sind: vor allem bei den Schulen, aber auch bei den Initiatoren bzw. Programmanbietern und beim Staat. Als Anbieter treten unterschiedlichste Institutionen auf: Initiativen und Vereine, politische und private Stiftungen, Zeitungsverlage und andere Großunternehmen. Sie initiieren oder unterstützen die Arbeit von Schülerinnen bzw. Lehrerinnen auf ganz unterschiedliche Weise, sie fördern sie eher materiell oder eher ideell, kurz- oder längerfristig und mit unterschiedlichem Eigeninteresse. Dies könnte angesichts der Tatsache, dass das deutsche Schulsystem staatlicher Verantwortung untersteht, überraschen: Hält der Staat keine ausreichende Unterstützung für seine Schulen bereit? Was kann eine nichtstaatliche Unterstützung leisten? Diese Fragen, auf die ich in der folgenden Skizze eingehe, führen zum Problemaufriss der vorliegenden Arbeit.

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Literatur

  1. 1.
    Die nachstehenden Beispiele lassen sich in der Regel nicht in der einschlägigen Literatur finden, sondern werden der Öffentlichkeit über Informationsbroschüren und Ausschreibungsunterlagen zugänglich gemacht. Ein alphabetisches Verzeichnis der hier aufgeführten Trägerorganisationen und ihrer Programme findet sich im Anhang.Google Scholar
  2. 2.
    Steuerbegünstigte Stiftungen sind nach der Abgabenordnung dazu verpflichtet, gemeinnützige Zwecke zu verfolgen. Damit wird weitgehend ausgeschlossen, dass die private Unterstützung von öffentlichen Angelegenheiten, also auch die von Schule, einem etwaigen partikularen Stiftungsinteresse unterliegt, das sich auf einen engen Personenkreis beschränkt. Dass stif-tungsfinanzierte Aktivitäten aktuell sind, zeigt sich nicht zuletzt in der politischen Bestrebung, das Stiftungsrecht zu reformieren und Stiftungsarbeit als „dritte Kraft“neben Staat und Unternehmen „salonfähiger“zu machen (z.B. Buhl 1998).Google Scholar
  3. 3.
    Dieser Anteil ergibt sich auf der Basis von bundesweit knapp 39.000 allgemeinbildenden Schulen (ohne Vorklassen und Schulkindergärten) und 9.000 beruflichen Schulen (vgl. Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft, Forschung und Technologie 1997:44ff).Google Scholar
  4. 4.
    Diese Prqjektgruppe hat das Förderprogramm vor allem in den 80er und frühen 90er Jahren an den Universitäten Tübingen und Jena wissenschaftlich beraten und begleitet und in jener Zeit zahlreiche Beiträge veröffentlicht (vgl. Kap. 2.1.3 und 2.3.1). Damit haben die Robert Bosch Stiftung und die Akademie für Bildungsreform (vgl. Projektgruppe Praktisches Lernen 1998) in den 80er Jahren — zu einer Zeit, als die Bildungsreform der 70er Jahre stagnierte -deutliche Akzente in Richtung einer pädagogischen, einzelschulbezogenen Schulreform gesetzt.Google Scholar

Copyright information

© Leske + Budrich, Opladen 2000

Authors and Affiliations

  • Annette Czerwanski

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