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Lebensstile als Selektionskriterien — Zur Funktion „biographischer Signale“ in der Rekrutierungspolitik von Arbeitsorganisationen

  • Hans-Willy Hohn
  • Paul Windolf
Chapter
Part of the Biographie und Gesellschaft book series (BUG, volume 4)

Zusammenfassung

Das Verteilungsprinzip am Arbeitsmarkt gleicht mit der anhaltenden Beschäftigungskrise einem Matthäus-Effekt: wer hat dem wird gegeben; oder genauer: wer auf eine stabile und kontinuierliche Beschäftigung zurückblicken kann, hat gute Chancen auch in Zukunft nicht arbeitslos zu werden und seine berufliche Position zu verbessern. Wem es hingegen zu Beginn des Eintritts oder Wiedereintritts in das Erwerbsleben nicht gelang, eine stabile Beschäftigung einzugehen, trägt in der Folge ein hohes Risiko, kurzfristigen Beschäftigungsverhältnissen nachgehen zu müssen und häufig oder dauerhaft arbeitslos zu werden.

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Copyright information

© Leske + Budrich, Opladen 1988

Authors and Affiliations

  • Hans-Willy Hohn
  • Paul Windolf

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