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  • Cheryce Kramer
  • Helmut Müller-Sievers

Zusammenfassung

Seit jeher hat die Institution Universität Kritiker produziert, die, wie der Greis in Nietzsches Szenario „Über die Zukunft unserer Bildungsanstalten“, den jeweiligen Zustand der Universitäten als Zerfall in eine „akroamatische“1 Maschine beklagen. Doch hört dieser Zerfall nicht auf, nicht aufzuhören, hat sich doch die Verschaltung von Professorenmündern und Studentenohren als bündig und effizient erwiesen. Auch wenn sich heute das interne Netz der Universitätsmaschine nicht mehr vorwiegend akroamatisch von Mund zu Ohr realisiert, sondern von sprechenden Fingern zu lauschenden Augen, können noch immer Gespräche überhört werden, in denen der Verfall der Bildung, ihre Verbreitung und Verflachung beklagt werden.

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Anmerkungen

  1. 1.
    F. Nietzsche, Über ciie Zukunft unserer Bildungsanstalten, in: Werke in drei Bänden, Hg. Karl Schlechta. München 1973, Bd. 3, S. 252. Den Begriff “akroamatisch” benutzt der Altphilologe Nietzsche, um die lange Tradition des Universitätsbetriebes herauszustellen: akroamatisch heißen diejenigen Texte Aristoteles’, die zur Vorlesung in der Akademie bestimmt waren.Google Scholar

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© Westdeutscher Verlag GmbH, Opladen 1990

Authors and Affiliations

  • Cheryce Kramer
  • Helmut Müller-Sievers

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