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Handlungsorientierte Medienpädagogik

  • Dieter Baacke

Zusammenfassung

Die Medienerziehung führt seit jeher in den Schulen ein Schattendasein. Dies ist erstaunlich, denn die heutigen Schüler und Schülerinnen leben in reich aggregierten und strukturierten Medienwelten, das meint: Fernseh- und Videogeräte, Schallplattenspieler und Cassettenrecorder, Lautsprecherboxen und Tuner, Kofferradio und Walkman, Unterhaltungsillustrierte sowie Jugendzeitschriften und Tageszeitungen, Schulbücher und Literatur aller Art vom Sachbuch bis zur Belletristik, Kinos und Kinofilme, Telespiele und Computerprogramme, Discotheken sowie Videobars und Spielhallen, Videoclips und Werbung unterschiedlicher Art an unterschiedlichen Präsentationsorten, Post sowie Bank, Kaufhaus und Schule als Computerlern- und Nutzungsorte — Medien als Gerätschaften, Übertragungskanäle, Institutionen und Soft-Ware-Anbieter sind heute allgegenwärtige, jugendliche Lebenswelten sozusagen in Querstrukturen durchdringende Sozialisationsinstanzen. Sie vernetzen in bis heute nicht aufgeklärter Art die historisch ausdifferenzierten Ordnungsräume wie Familie und Elternhaus, Schule und Lernstätte, Freizeit und Gruppe, indem sie Symbole in Form von bewegten und unbewegten Zeichen, Tönen und Zeichen-Ton-Doppelcodierungen in institutionell definierten, örtlich und zeitlich abgrenzbare Kontexte tragen und so mit neuen Wirklichkeitsebenen durchwirken.

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© Springer Fachmedien Wiesbaden 1992

Authors and Affiliations

  • Dieter Baacke

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