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Umweltpolitik und Umweltbelastung

Das Ausmaß der Umweltbelastung und Umweltzerstörung beim Untergang der DDR 1989/90
  • Hannsjörg F. Buck
Part of the Am Ende des realen Sozialismus book series (RSOZ, volume 2)

Zusammenfassung

Es gibt wohl keinen gesellschaftspolitischen Bereich der ehemaligen DDR, in dem zwischen propagiertem Anspruch und düsterer Realität eine solche riesige Lücke klaffte wie auf dem Gebiet des Umweltschutzes.

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Anmerkungen

  1. 1.
    Vgl. die Verfassung der DDR vom 6. April 1968, in: GB1. der DDR, Teil I, Nr. 8, S. 199ff., hier S. 208.Google Scholar
  2. 2.
    Vgl. hierzu das Programm der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands (verabschiedet auf dem IX. Parteitag, 18.-22. Mai 1976 ). Berlin (Ost) 1976, S. 26.Google Scholar
  3. 3.
    In dem Standardwerk der ehemaligen sozialistischen Staatengemeinschaft und Wirtschaftsallianz (RGW) heißt es zum Thema „Sozialismus und Umweltschutz“: „In den kapitalistischen Ländern, in denen die ökonomische und politische Macht in der Hand kapitalistischer Monopole liegt, sind der Verderb und die Zerstörung günstiger Naturverhältnisse ein unausbleibliches Resultat des wissenschaftlich-technischen Fortschritts. Umweltschutz ist mit dem Wesen des Kapitalismus schlechthin unvereinbar. […] In den sozialistischen Ländern bilden die rationelle Nutzung, die Erhaltung und Reproduktion der Naturressourcen sowie der schonende Umgang mit der Natur Grundlagen für die Entwicklung der Produktivkräfte und die Erhöhung des Volkswohlstandes, sind sie ein Element der Wirtschaftstätigkeit und der Kultur. Vgl. Akademie für Staats- und Rechtswissenschaft der DDR (Hrsg.), Sozialismus und Umweltschutz (Recht und Leitung in den Mitgliedsländern des RGW). Berlin (Ost) 1982, S. 19/20.Google Scholar
  4. 4.
    Vgl. hierzu das Gesetz über die planmäßige Gestaltung der sozialistischen Landeskultur in der DDR — Landeskulturgesetz — vom 14. Mai 1970, in: GB1. der DDR, Teil I, Nr. 12, S. 67ff.Google Scholar
  5. 5.
    Vgl. die Fünfte Durchführungsverordnung zum Landeskulturgesetz — Reinhaltung der Luft — vom 17. Januar 1973, in: GB1. der DDR, Teil I, Nr. 18, S. 157ff. in der Neufassung vom 12. Februar 1987, in: GB1. der DDR, Teil I, Nr. 7, S. 51ff.; das Wassergesetz vom 2. Juli 1982, in: GBI. der DDR, Teil I, Nr. 26, S. 467ff. und die Erste Durchführungsverordnung zum Wassergesetz vom 2. Juli 1982, ebenda, S. 477ff.; die Zweite Durchführungsverordnung zum Wassergesetz — Anwendung ökonomischer Regelungen für die Reinhaltung der Gewässer und zur rationalen Nutzung des Grund-und Oberflächenwassers vom 16. Dezember 1970, in: GB1. der DDR, Teil I, Nr. 3, S. 25ff.; abgelöst durch die im wesentlichen bis 1989 geltende Zweite Durchführungsverordnung zum Wassergesetz — Abwassergeld und Wassernutzungsentgelt vom 2. Juli 1982, in: GB1. der DDR, Teil I, Nr. 26, S. 485ff.; die Dritte Durchführungsverordnung zum Wassergesetz — Schutzgebiete und Vorbehaltsgebiete — vom 2. Juli 1982, in: GB1. der DDR, Teil I, Nr. 26, S. 487ff.; die Anordnung über Abwassereinleitungsentgelt vom 2. Februar 1984, in: GBI. der DDR, Teil I, Nr. 5, S. 70/71, ergänzt und geändert durch die Anordnung Nr. 2 über Abwassereinleitungsentgelt vom 1. Juni 1987, in: GB1. der DDR, Teil I, Nr. 14, S. 164/165; die Verordnung zum Schutz des land- und forstwirtschaftlichen Bodens und zur Sicherung der sozialistischen Bodennutzung — Bodennutzungsverordnung — vom 26. Februar 1981, GB1. der DDR, Teil I, Nr. 10, S. 105ff.; die Verordnung über Bodennutzungsgebühr vom 26. Februar 1981, in: GB1. der DDR, Teil I, Nr. 10, S. 116 ff; die Anordnung über die Inkraftsetzung der Liste der Schadstoffe vom 20. Februar 1981, in: GB1. der DDR, Sonderdruck Nr. 1059, abgelöst durch die Neufassung dieser Anordnung vom 30. September 1985, in: GB1. der DDR, Sonderdruck Nr. 1059/1 und die Zweite Durchführungsbestimmung zum Giftgesetz — Verzeichnis eingestufter Gifte — vom 16. August 1984, in: GB1. der DDR, Sonderdruck Nr. 1192, ebenfalls abgelöst durch die Neufassung dieser Anordnung vom 5. Dezember 1988, in: GB1. der DDR, Sonderdruck Nr. 1192/1.Google Scholar
  6. 6.
    Eine Übersicht über die grundlegenden Rechtsvorschriften zum Umweltschutz der DDR bis zum Jahre 1983 wird im Anhang des Nachschlagewerks ABC — Umweltschutz, 3. Auflage, Leipzig 1984, vorgelegt. Siehe außerdem folgende juristische Nachschlagewerke und Gesetzeskommentare: Autorenkollektiv, Landeskulturrecht, 1. Auflage, Berlin (Ost) 1986; Akademie für Staats- und Rechtswissenschaft und Ministerium für Umweltschutz und Wasserwirtschaft der DDR (Hrsg.), Wasserrecht, Textausgabe, Berlin (Ost) 1984 und dieselben: Wasserrecht, Kommentar, Berlin (Ost) 1987.Google Scholar
  7. 7.
    Vgl. die Bekanntmachung über die Bildung von Ministerien vom 3. Januar 1972, in: GB1. der DDR, Teil II, Nr. 2, S. 18/19 und das Statut des Ministeriums für Umweltschutz und Wasserwirtschaft — Beschluß des Ministerrates — vom 23. Oktober 1975, in: GBI. der DDR, Teil I, Nr. 43, S. 699ff.Google Scholar
  8. 8.
    Das nach den Vorgaben der marxistischen Politökonomie ermittelte (produzierte oder im Inland verwendete) „Nationaleinkommen” entspricht vom Begriff, nicht jedoch von der Berechnungsmethode her dem „Bruttoinlandsprodukt” der westlichen Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung (Sozialproduktsermittlung). Diese Erfassungsgröße der jährlichen gesamtwirtschaftlichen Leistung umfaßt die Summe aller in den „produzierenden Wirtschaftsbereichen“ hergestellten Güter und produktiven Leistungen (= Nettoproduktwerte). Nicht in die Ermittlung des Sozialprodukts einbezogen wurden die als „nichtproduktiv” betrachteten Dienstleistungen. Dazu gehörten nach dem Konzept der früheren östlichen Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung die Leistungen der Banken, Versicherungen, Vermittlungs-, Werbe-, Beratungs-, Nachrichten-, Schreib- und Übersetzungsbüros, der Wohnungswirtschaft, der Staatsverwaltung und Kommunalwirtschaft, der Touristikbüros und Beherbergungsstätten (Hotels), der Forschung, des Bildungswesens, der Gesundheitseinrichtungen und der Verschönerungsdienste (u.a. Kosmetik-und Friseursalons).Google Scholar
  9. 9.
    Vgl. zum Beleg das Statistische Jahrbuch der DDR 1990, S. 14, 15 und S. 146.Google Scholar
  10. 10.
    Vgl. Martin Heimbold, Staatsmonopolistische Umweltpolitik — Wesen und Bilanz. In: IPWBerichte, Heft Nr. 7/1977, Berlin (Ost), S. 29–36; Hans Reichelt (1972 bis 1989 Stellvertreter des Vorsitzenden des Ministerrates der DDR und Minister für Umweltschutz und Wasserwirtschaft), Die Mitverantwortung unserer Partei beim Schutz und der Gestaltung der natürlichen Umwelt. In: Der Pflüger, Berlin (Ost), Heft Nr. 12/1979, S. 1–7, hier S. 3; Harry Nick, Mensch und Umwelt. In: Einheit, Berlin (Ost), Heft Nr. 7/1979, S. 702–712, hier S. 704; Horst Paucke und Adolf Bauer, Umweltprobleme — Herausforderung der Menschheit. Berlin 1979; Lizenzausgabe, Verlag Marxistische Blätter, Frankfurt am Main 1980, S. 31 und S. 61 ff.; Herbert Schindler, Graben wir uns selbst das Wasser ab? Berlin (Ost) 1979, S. 31 ff. und Horst Paucke, Zum Verhältnis von Wirtschaftswachstum und Umweltbelastung. In: Zeitschrift für den Erdkundeunterricht, 34 (1982)-2/3, S. 49–55.Google Scholar
  11. 11.
    Siehe hierzu auch Hans Reichelt, Rationelle Nutzung und Schutz der Natur — eine globale Aufgabe hohen Ranges. In: Einheit, Berlin (Ost), 43 (1988)-10, S. 907–916, hier S. 907ff.Google Scholar
  12. 12.
    Horst Paucke, Umweltsituation der DDR. In: Wissenschaft und Fortschritt, hrsg. von der Akademie der Wissenschaften der DDR, Berlin (Ost), 40 (1990)-6, S. 153–156, hier S. 156.Google Scholar
  13. 13.
    Der Immissionsschutzgrenzwert lag in der DDR bis zuletzt bei 150 Milligramm pro Kubikmeter Luft (in der Bundesrepublik galt zur gleichen Zeit ein etwas härterer Grenzwert = 140 Milligramm pro Kubikmeter). In den S02-Krisenregionen der DDR wurde dieser oft mehrmals im Jahr deutlich überschritten.Google Scholar
  14. 14.
    Akademie der Wissenschaften der DDR, Institut für Soziologie und Sozialpolitik: Sozialpolitik konkret. Zur Umweltsituation in der DDR, (Zur sozialpolitischen Relevanz von Umweltdaten der DDR). Bearbeiter Maier und Franke, Broschüre, Berlin (Ost) Frühjahr 1990, S. 11.Google Scholar
  15. 15.
    Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit: Eckwerte der ökologi- schen Sanierung und Entwicklung in den neuen Ländern. Bonn, November 1991, S. 15.Google Scholar
  16. 16.
    Vgl. zum Beleg Klaus Wettig, Zur Lage der Umwelthygiene in der Deutschen Demokratischen Republik. In: Thomas Elkeles u.a. vom Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung (Hrsg.), Prävention und Prophylaxe (Theorie und Praxis eines gesundheitspolitischen Grundmotivs in zwei deutschen Staaten 1949–1990). Berlin 1991, S. 264–439, hier S. 264/65.Google Scholar
  17. 17.
    Die Ende 1982 von der SED-Führung durchgesetzte Verschärfung der Geheimhaltung über das Ausmaß der Umweltbelastungen und der Umweltschäden in der DDR wurde von der Regierung der DDR nach der „Wende“, und zwar am 13. November 1989, wieder aufgehoben. An diesem Tage wurde auf der 11. Sitzung der Volkskammer Hans Modrow (SED) zum Vorsitzenden des Ministerrates der DDR gewählt. Er löste den zurückgetretenen Willi Stoph (SED) in diesem Amt ab. Die Verordnung über die Aufhebung des Geheimhaltungsbeschlusses wurde von dem gleichen Fachminister unterschrieben (Hans Reichelt, DBD), der 1982 neben Stoph das Geheimhaltungs-Dekret unterzeichnet hatte. Vgl. die Verordnung über Umweltdaten vom 13. November 1989, in: GB1. der DDR, Teil I, Nr. 22, S. 241/42 und den Artikel Koalitionsregierung Modrow mit großer Mehrheit gewählt. In: Neues Deutschland vom 20. November 1989, S. 1, 3 und 4.Google Scholar
  18. 18.
    Da die DDR trotz aller Versuche zur Perfektionierung ihrer Geheimhaltungsmaßnahmen immer wieder in die negativen Schlagzeilen der internationalen Presse geriet und dort zutreffend als der in Westeuropa größte Umweltsünder vorgeführt wurde, erließ die SED-Führung am 27. Februar 1984 noch eine weitere „Abdichtungs“-Anordnung (AO Nr. 2). Durch sie wurde flächendeckend bestimmt, daß alle gemessenen oder berechneten Werte der Konzentration von Inhaltsstoffen (Schadstoffe, Gifte) in den Umweltmedien (Luft, Gewässer, Boden usw.) und in Lebewesen (Menschen und Tieren), soweit sie die Grenzwerte überschritten, als Staats-oder Dienstgeheimnis zu behandeln sind. Näheres siehe bei Hans-Henry Wieczorek, Umweltschäden in der DDR (Dargestellt an einer Analyse von Bekämpfungsaktionen gegen den Forstschädling Nonne (Lymantria monache L.) in den Jahren 1980 bis 1984). Giessener Abhandlungen zur Agrar- und Wirtschaftsforschung des europäischen Ostens, Bd. 184, Berlin 1992, S. 148–152.Google Scholar
  19. 19.
    Vgl. hierzu auch Deutsche Presse-Agentur — Hintergrundinformation —: Umweltschutz in der DDR. Teil I, Bonn, 14. Juni 1990, S. 1–11, hier S. 10/11.Google Scholar
  20. 20.
    Vgl. Ministerium für Naturschutz, Umweltschutz und Wasserwirtschaft der DDR: Umweltbericht DDR (Information zur Analyse der Umweltbedingungen in der DDR und zu weiteren Maßnahmen). 1. Auflage, Berlin (Ost), hrsg. im März 1990, S. 65. Bei dieser Ausgabe des Umweltberichts DDR handelt es sich um eine erweiterte Fassung der Vorlagen für den Runden Tisch vom Januar 1990 und vom 15. Februar 1990.Google Scholar
  21. 21.
    Vgl. Hannsjörg F. Buck und Bernd Spindler, Luftbelastung in der DDR durch Schadstoffemissionen (Ursachen und Folgen). In: Deutschland Archiv, 15 (1982)-9, S. 943–958, hier S. 943ff.Google Scholar
  22. 22.
    stammten 85,0 v.H., 1980 78,7 v.H., 1985 82,7 v.H. und 1988 85,0 v.H. der in der DDR erzeugten Elektroenergie aus der Umwandlung von Rohbraunkohle und Braunkohlenbriketts. Der restliche Primärenergiebedarf wurde durch Kernenergie (1988/89 = 10,1 v.H.), Wasserkraft (= 1,4 v.H.), Mineralöl (= 0,7 v.H.), Steinkohle (= 0,2 v.H.) und sonstige Brennstoffe (= 4,1 v.H.) gedeckt. Vgl. das nach der „Wende“ im September 1990 erschienene letzte Statistische Jahrbuch der DDR 1990, S. 185.Google Scholar
  23. 23.
    Vgl. Statistisches Jahrbuch der Bundesrepublik Deutschland 1993, S. 741.Google Scholar
  24. 24.
    Vgl. Statistisches Jahrbuch der DDR 1990, S. 146/47 und Umweltbericht DDR, hrsg. vom Institut für Umweltschutz, Berlin (Ost), 15. Februar 1990, S. 10.Google Scholar
  25. 25.
    Vgl. auch Horst Förster, Umweltprobleme und Umweltpolitik in Osteuropa. In: Aus Politik und Zeitgeschichte, Beilage der Wochenzeitung „Das Parlament“, Heft B 10/91 vom 1. März 1991, S. 13–25, hier S. 15ff.Google Scholar
  26. 26.
    Vgl. Cord Schwartau, Umwelt und Modernisierung. In: DDR-Perspektiven, hrsg. von der Frankfurter Allgemeinen Zeitung GmbH, Informationsdienste, und von der Dresdner Bank AG, Frankfurt am Main, Mai 1990, S. 122–124, hier S. 123.Google Scholar
  27. 27.
    Vgl. auch Bundesministerium für Raumordnung, Bauwesen und Städtebau (Hrsg.): Raumordnungsbericht 1991 der Bundesregierung. Bonn, September 1991, S. 109.Google Scholar
  28. 28.
    Vgl. Hannsjörg F. Buck und Ute Reuter, Das Scheitern des SED-Wohnungsbauprogramms und die infrastrukturellen und ökologischen Erblasten für die Wohnumwelt in den neuen Bundesländern (Vom Mißbrauch der Statistik unter dem SED-Regime). Analysen und Berichte Nr. 6/1991, hrsg. vom Gesamtdeutschen Institut, Bonn, 15. November 1991, S. 48–50Google Scholar
  29. 29.
    Zum Beleg siehe das Statistische Jahrbuch der DDR 1990, S. 147 und Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit: Eckwerte… (s.o. Anm. 15 ), S. 16.Google Scholar
  30. 30.
    Siehe hierzu auch das Statistische Jahrbuch 1993 der Bundesrepublik Deutschland, S. 742.Google Scholar
  31. 31.
    Siehe hierzu Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit: Eckwerte… (s.o. Anm. 15 ), S. 16.Google Scholar
  32. 32.
    Vgl. Akademie der Wissenschaften der DDR: Sozialpolitik konkret (s.o. Anm. 14 ), S. 13.Google Scholar
  33. 33.
    Vgl. hierzu die Datensammlung des Ministeriums für Umweltschutz und Wasserwirtschaft der DDR: Information zur Entwicklung der Umweltbedingungen in der DDR und zu weiteren Maßnahmen, hrsg. vom Institut für Umweltschutz/Zentrum für Umweltgestaltung, Material zur Beratung am Runden Tisch, nicht im Buchhandel, erste Fassung vorgelegt im Januar 1990, hier Fassung vom 15. Februar 1990, S. 4, 6 und S. 7ff. und Anlage 6 dieser Studie; dazu Statistisches Jahrbuch 1993 der Bundesrepublik Deutschland, S. 742 und „Umweltschutz verlangt rasches Handeln“ (Interview mit Dr. Peter Diederich, Minister für Naturschutz, Umweltschutz und Wasserwirtschaft). In: Regierungspressedienst DDR, Nr. 2 vom 30. Januar 1990, S. 1 und 2.Google Scholar
  34. 34.
    Vgl. Ministerium für Naturschutz, Umweltschutz und Wasserwirtschaft der DDR: Konzeption für die Entwicklung der Umweltpolitik, erarbeitet aufgrund des Beschlusses des Ministerrates der DDR vom B. Februar 1990 unter der Leitung des Ministerpräsidenten Modrow, nicht im Buchhandel, als Manuskript vervielfältigt, Berlin (Ost), den 2. März 1990, S. 24.Google Scholar
  35. 35.
    Nach Angaben der Ostberliner Regierung vom 15. Februar 1990 war die DDR allerdings am Weltverbrauch von Fluorchlorkohlenwasserstoff (FCKW) nur mit ca. 1 Prozent beteiligt. Vgl. Ministerium für Umweltschutz und Wasserwirtschaft der DDR: Information zur Entwicklung der Umweltbedingungen in der DDR und zu weiteren Maßnahmen, nicht im Buchhandel, als Manuskript vervielfältigt, Berlin (Ost), 15. Februar 1990, S. 9.Google Scholar
  36. 36.
    Einige der ringförmigen Kohlenwasserstoffe, z. B. diejenigen, die mit den Autoabgasen in die Luft abgegeben werden, die beim Kraftstoffumschlag auf Depot-und Handelsplätzen verdunsten oder die über emittierte Reinigungs-und Teerprodukte freigesetzt werden, sind starke Krebserreger (= Polycyclische aromatische Kohlenwasserstoffe). Vgl. Umwelt-Lexikon, hrsg. von der Katalyse-Umweltgruppe, Köln 1985, S. 309 und Udo E. Simonis, Globale Umweltprobleme und zukunftsfähige Entwicklung. In: Aus Politik und Zeitgeschichte, Beilage der Wochenzeitung „Das Parlament“, Heft B 10/91 vom 1. März 1991, S. 3–12.Google Scholar
  37. 37.
    Vgl. Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit: Eckwerte… (s.o. Anm. 15 ), S. 17.Google Scholar
  38. 38.
    Institut für angewandte Wirtschaftsforschung, Berlin (Ost), (Hrsg.): Wirtschaftsreport, Daten und Fakten zur wirtschaftlichen Lage Ostdeutschlands. Berlin (Ost) 1990, S. 34–38. (Das Institut für angewandte Wirtschaftsforschung ging in der ersten Hälfte des Jahres 1990 aus dem früheren Wirtschaftsforschungsinstitut bei der Staatlichen Plankommission der DDR hervor.).Google Scholar
  39. 39.
    Für die Beheizung von Räumen wurden in der DDR im Jahre 1987 40 v.H. und im Jahre 1988 37 v.H. der erzeugten Gebrauchsenergie aufgewendet. Die Erzeugung von technischer Wärme verschlang in diesen beiden Jahren 37 v.H. bzw. 39 v.H. der kostbaren Gebrauchsenergie. Demgegenüber wurden im gleichen Zeitraum nur 8 v.H. der Gebrauchsenergie für den Antrieb von Maschinen und nur 2 v.H. für Beleuchtungszwecke eingesetzt. Vgl. Institut für angewandte Wirtschaftsforschung, Berlin (Ost), Wirtschaftsreport (s.o. Anm. 38 ), S. 37.Google Scholar
  40. 40.
    Demgegenüber erreichten zur Endzeit der DDR die Braunkohlen-Kraftwerke der früheren Bundesrepublik mit einem Wirkungsgrad von in der Regel 35 bis 38 v.H. eine fast doppelt so hohe Stromausbeute. Vgl. Fritz Vahrenholt, Sanierung der DDR-Umwelt — eine deutsche Aufgabe. In: Wissenschaft und Fortschritt, hrsg. von der Akademie der Wissenschaften der DDR, Heft Nr. 7/1990, S. 170–172, hier S. 170 und Gerhard Voss (Institut der Deutschen Wirtschaft, Köln), Erste Betriebsstillegungen reichen noch längst nicht aus (Energieversorgung und Umweltschutz in der DDR). In: Blick durch die Wirtschaft, Frankfurt am Main, 28. März 1990, S. 7.Google Scholar
  41. 41.
    Dies beweist unter anderem, daß alle seit den zwei Ölpreisexplosionen (1973/74 und 1978/79) unternommenen Versuche der DDR-Wirtschaftsführung, den Energieverbrauch in der DDR einzudämmen und die wirtschaftliche Ausbeute des Energieeinsatzes in der Zentralplanwirtschaft zu steigern, wenig gefruchtet hatten.Google Scholar
  42. 42.
    Siehe zu dieser Thematik auch den informativen Überblicksartikel von Regula Heinzelmann, Die Erde darf nicht zum Treibhaus werden (Die Hoffnung auf den technischen Fortschritt). In: Blick durch die Wirtschaft, Frankfurt am Main, B. November 1988, S. 7.Google Scholar
  43. 43.
    Diese Zahlen über den Schadstoffexport beruhen auf Angaben, die seitens der Regierung der DDR der UNO-Wirtschaftskommission für Europa (ECE) offiziell mitgeteilt wurden. Vgl. Ministerium für Umweltschutz und Wasserwirtschaft der DDR: Information zur Entwicklung der Umweltbedingungen in der DDR und zu weiteren Maßnahmen, op. cit., a.a.O., S. 4ff.Google Scholar
  44. 44.
    Vgl. hierzu die Belege aus dem Umweltrecht der ehemaligen DDR bei Buck/ Spindler, Luftbelastung… (s.o. Anm, 21), S. 956ff.Google Scholar
  45. 45.
    Vgl. Ministerium für Umweltschutz und Wasserwirtschaft der DDR: Information zur Entwicklung der Umweltbedingungen (s.o. Anm. 35), S. 5, siehe ergänzend Tabellen 1,2 und 4 dieser Studie.Google Scholar
  46. 46.
    Bis 1989 hatte die Wirtschaftsführung der DDR die Zahl der Braunkohlengruben auf insgesamt 38 erhöht (Zahl der in Betrieb befindlichen Tagebaue 1986/87 = 32). Diese beschäftigten über 100 000 Bergleute. Die Jahresfördermenge bei Rohbraunkohle betrug 1975 247 Mio. t, 1980 258 Mio. t, 1985 312 Mio. t und 1989 301 Mio. t. Mit dieser Jahresausbeute wurde die DDR zum bedeutendsten Braunkohleförderland der Welt.Google Scholar
  47. 47.
    Vgl. Gerhard Voss, Erste Betriebsstillegungen reichen noch längst nicht aus (Energieversorgung und Umweltschutz in der DDR). In: Blick durch die Wirtschaft, Frankfurt am Main, 28. März 1990, S. 7 und Horst Paucke, Umweltsituation… (s.o. Anm. 12), S. 153–156, hier S. 153.Google Scholar
  48. 48.
    Rechtlich verantwortlich für die Wiederurbarmachung von ausgekohlten Braunkohlengruben waren in der DDR diejenigen Bergbaubetriebe, welche die Devastierungen verursacht hatten. Die zur Erfüllung dieser Aufgabe benötigten Geräte und Fahrzeuge wurden ihnen, soweit vorhanden, durch die staatliche Wirtschaftsführung zugeteilt (= Investitionsmittelbilanzierung). Die Räte der Bezirke hatten demgegenüber den Auftrag erhalten zu kontrollieren, ob und wie die Bergbaubetriebe ihren gesetzlichen Auftrag erfüllten, Bergbaufolgebrachen wieder urbar zu machen. Vgl. hierzu § 1 bis 5 der Anordnung über die Wiederurbarmachung bergbaulich genutzter Bodenflächen — Wiederurbarmachungsanordnung — vom 4. November 1985, in: GBI. der DDR, Teil I, Nr. 33, S. 369ff. und Landeskulturrecht Lexikon, hrsg. von der Akademie für Staats-und Rechtswissenschaft der DDR, Berlin (Ost) 1983, S. 142 und S. 191.Google Scholar
  49. 49.
    Vgl. das Berggesetz der DDR vom 12. Mai 1969, in: GB1. der DDR, Teil I, Nr. 5, S. 29ff.Google Scholar
  50. 50.
    Vgl. hierzu die Anordnung Nr. 1 über die Rekultivierung bergbaulich genutzter Bodenflächen — Rekultivierungsanordnung — vom 23. Februar 1971, in: GBI. der DDR, Teil II, Nr. 30, S. 245ff. in der Fassung der Anordnung Nr. 2 vom 4. Januar 1984, in: GB1. der DDR, Teil I, Nr. 5, S. 63ff.; die Anordnung über die Wiederurbarmachung bergbaulich genutzter Bodenflächen — Wiederurbarmachungsanordnung — vom 10. April 1970, in: GB1. der DDR, Teil II, Nr. 38, S. 279ff. und die Neufassung dieser Wiederurbarmachungsanordnung vom 4. November 1985, in: GBI. der DDR, Teil I, Nr. 33, S. 369ff. Dazu den Kommentar Landeskulturrecht, Berlin (Ost) 1986, S. 148.Google Scholar
  51. 51.
    Nach Feststellungen des DDR-Ministeriums für Umweltschutz und Wasserwirtschaft nahm in den Bergbaufolgelandschaften während der 80er Jahre auch die Rekultivierungsqualität der als wieder urbar und nutzbar gemeldeten Flächen beträchtlich ab.Google Scholar
  52. 52.
    Ermittlungsergebnisse des Instituts für Energetik der DDR, Leipzig; vorgelegt vom Ministerium für Wasserwirtschaft und Umweltschutz der DDR: Information zur Entwicklung der Umweltbedingungen in der DDR und zu weiteren Maßnahmen, op. cit., a.a.O., Anlage 17 dieser Studie.Google Scholar
  53. 53.
    Gänzlich im Widerspruch zu dieser Realität heißt es in einer Presseerklärung des Ministeriums für Kohle und Energie der DDR vom September 1988: „Die Wiederurbarmachung ausgekohlter Tagebaue ist fester Bestandteil langfristiger Planung der DDR. Die in den Territorien von den jeweiligen Bezirkstagen gefaßten Beschlüsse sind darauf gerichtet, die Bergbaufolgelandschaften im Interesse der Bürger zu gestalten.“ Vgl. Was geschieht mit ausgekohlten Tagebauen? In: Presse-Informationen des Presseamtes beim Vorsitzenden des Ministerrates der DDR, Nr. 115 vom 30. September 1988, S. 4.Google Scholar
  54. 54.
    Vgl. hierzu auch Wolfgang Stinglwagner, Energiewirtschaft in der DDR. In: Geographische Rundschau, Heft Nr. 11/1987, S. 635–640, hier S. 636.Google Scholar
  55. 55.
    Vgl. Braunkohle — wichtigster Energieträger und wertvoller Rohstoff. In: Presse-Informationen des Presseamtes beim Vorsitzenden des Ministerrates der DDR, Nr. 130/31 vom 9. November 1989, Beilage, S. I und ergänzend „Asche umfassend verwerten“. In: Presse-Informationen Nr. 4 vom 10. Januar 1989.Google Scholar
  56. 56.
    Vgl. auch Wolfgang Stinglwagner, Die Energiewirtschaft der DDR (Unter Berücksichtigung internationaler Effizienzvergleiche), hrsg. vom Gesamtdeutschen Institut, Bonn, Juli 1985, S. 48–53.Google Scholar
  57. 57.
    Siehe ergänzend auch C. Hoppe, Kraterlandschaft, der Fluch des „Braunen Goldes“. In: Die Welt vom B. Februar 1990, S. 14.Google Scholar
  58. 58.
    MIK-Werte = Grenzwerte über die maximal zulässige Immissions-Konzentration.Google Scholar
  59. 59.
    Akademie der Wissenschaften der DDR: Sozialpolitik konkret (s.o. Anm. 14 ), S. 14.Google Scholar
  60. 60.
    Im Durchschnitt betrug das natürliche Wasserdargebot 1988 1 062 m’ und 1989 1 065 m’ je DDR-Bewohner.Google Scholar
  61. 61.
    Demgegenüber konnte jeder Bürger der früheren Bundesrepublik selbst in Trockenjahren noch über ein Pro-Kopf-Wasserdargebot von im Durchschnitt rund 1 900 Kubikmeter gebieten. In Jahren mit einer durchschnittlichen Niederschlagsmenge belief sich dieses Dargebot auf über 2 600 Kubikmeter im Jahr.Google Scholar
  62. 62.
    Vgl. zur Bestätigung Ministerium für Umweltschutz und Wasserwirtschaft der DDR: Information zur Entwicklung der Umweltbedingungen… (s.o. Anm. 35 ), S. 16.Google Scholar
  63. 63.
    /89 betrug die Anbaufläche in der Landwirtschaft der DDR, die künstlich bewässert wurde, 1,2 bis 1,3 Millionen Hektar. Dies entsprach einem Anteil von 19–21 v.H. an der gesamten Landwirtschaftlichen Nutzfläche (LN). Vgl. hierzu auch das Statistische Jahrbuch der DDR 1990, S. 211 und 220.Google Scholar
  64. 64.
    Zur diesen „Einrichtungen“ gehörten unter anderem die Kinderkrippen, Kindergärten, Jugend-und Studentenwohnheime, Kultur-und Klubhäuser, Feierabend-und Pflegeheime, Sportstätten, Freizeiteinrichtungen und Ferienheime.Google Scholar
  65. 65.
    Vgl. Manfred Melzer unter Mitarbeit von Cord Schwartau, Hauptartikel Umweltschutz. In: DDR Handbuch, hrsg. vom Bundesministerium für innerdeutsche Beziehungen, 3. Auflage, Bd. 2 M — Z, Köln 1985, S. 1369–1381, hier S. 1372.Google Scholar
  66. 66.
    Vgl. Manfred Melzer, Wasserwirtschaft und Umweltschutz in der DDR. In: M. HaendckeHoppe, K. Merkel (Hrsg.), Umweltschutz in beiden Teilen Deutschlands. Schriften der Gesellschaft für Deutschlandforschung, Bd. 14, Jahrbuch 1985, S. 69–87, hier S. 72.Google Scholar
  67. 67.
    Ausgehend von dieser naturgegebenen Wasserarmut der Flüsse der DDR auf der einen und der enormen Inanspruchnahme ihres relativ dürftigen Wasserdargebots auf der anderen Seite konnten diese Gewässer im Vergleich zu Flüssen in wasserreichen Staaten auch viel weniger als „Vorfluter“ genutzt und als kostenfrei arbeitende biologische Reinigungskräfte eingesetzt werden.Google Scholar
  68. 68.
    Zum Beleg vgl. Ministerium für Naturschutz, Umweltschutz und Wasserwirtschaft der DDR: Konzeption für die Entwicklung der Umweltpolitik, als Manuskript vervielfältigt, nicht im Buchhandel, Berlin (Ost), vorgelegt am 2. März 1990, S. 29.Google Scholar
  69. 69.
    Vgl. Fritz Vahrenholt, Sanierung… (s.o. Anm. 40), S. 170–172, hier S. 172.Google Scholar
  70. 70.
    Vgl. ergänzend auch die ausführlichen Untersuchungsergebnisse zur Gewässergüte der wichtigsten Fließ-und Standgewässer Sachsen-Anhalts im Umweltbericht 1990 des Landes Sachsen-Anhalt, hrsg. vom Ministerium für Umwelt und Naturschutz des Landes Sachsen-Anhalt. Magdeburg, September 1991, S. 55ff.Google Scholar
  71. 71.
    Vgl. Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (Hrsg.): Eckwerte… (s.o. Anm. 15), S. 13; über die Gewässergüte der 598 klassifizierten größeren Seen der DDR im Jahre 1988 informiert folgender Artikel: Schlechte Noten für das H2O, Zustand der Flüsse und Seen: Übersicht der Staatlichen Gewässeraufsicht. In: umWelt (Das neue Öko-Magazin), Berlin (Ost), 1. (1990)-1 (erschienen im September 1990 ), S. 4.Google Scholar
  72. 72.
    Eine von der Bewertung her etwas andere Gütebestimmung legten 1990 die Wasserwirtschaftsdirektionen der DDR aufgrund einer 1989 durchgeführten Überprüfung von 744 Binnengewässern vor. Siehe hierzu die Veröffentlichung des Ostberliner Statistischen Amtes im Statistischen Jahrbuch der DDR 1990, S. 151.Google Scholar
  73. 73.
    Ministerium für Umweltschutz und Wasserwirtschaft der DDR: Information zur Entwicklung der Umweltbedingungen (s.o. Anm. 35, S. 17 ).Google Scholar
  74. 74.
    Vgl. H.-J. Krehl (Hrsg.) und Autorengemeinschaft, Wohnbausubstanz und Wohnbaubedarf in der DDR (Zustand, Erhaltungs- und Erneuerungserfordernisse städtischer Bausubstanz, vor allem der Wohngebäude in der DDR — Studie —). Leipzig, Bremerhaven 1990, S. 28.Google Scholar
  75. 75.
    Vgl. u.a. L. Brodtbeck und J. Karras, Möglichkeiten zur Sanierung der Abwasserverhältnisse bei den kommunalen und industriellen Direkteinleitern in die Oberflächengewässer der neuen Bundesländer, Kommunale Abwässer. Texte des Umweltbundesamtes, Berlin, Nr. 31/1991, S. 64.Google Scholar
  76. 76.
    Zum Beleg siehe Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (Hrsg.): Eckwerte… (s.o. Anm. 15 ), S. 14.Google Scholar
  77. 77.
    Siehe hierzu ebenda.Google Scholar
  78. 78.
    Dieser Durchschnittswert für die gesamte Industrie der DDR verschleiert jedoch die tatsächliche Gewässerschädigung der ostdeutschen Fließgewässer mehr als daß er sie offenlegt. Denn der Anteil der Industrieabwässer, die ungeklärt in diese Flüsse abgeleitet wurden, belief sich bei der metallurgischen Industrie (Säure-und Kühlmittelverunreinigungen) auf 50 v.H. und bei der chemischen Industrie auf 75 v.H. der Einleitungsmenge. Vgl. L. Brodtbeck und J. Karras, Möglichkeiten zur Sanierung der Abwasserverhältnisse bei den kommunalen und industriellen Direkteinleitern in die Oberflächengewässer der neuen Bundesländer; industrielle Direkteinleitungen. Textband, UBA Texte (Texte des Umweltbundesamtes), Berlin, Nr. 29/91, S. 43. Siehe dazu auch die hierauf aufbauenden Berechnungen des Ifo-Instituts in: Baubedarf in den neuen Bundesländern bis 2005, bearbeitet von Erich Gluch u.a., Ifo-Studien zur Bauwirtschaft, Nr. 18, München 1992, S. 120.Google Scholar
  79. 79.
    Vgl. Brodtbeck/Karras, Möglichkeiten… (s.o. Anm. 78), S. 23ff.Google Scholar
  80. 80.
    Vgl. Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (Hrsg.): Eckwerte.. (s.o. Anm. 15 ), S. 14.Google Scholar
  81. 81.
    So gab es u.a. 1986 eine Phenol-Havarie in dem an der Pleiße gelegenen VEB „Otto Grotewohl“, Böhlen, (Kombinatsbetrieb des Petrolchemischen Kombinates Schwedt; Erdölverarbeitungsbetrieb, Produzent von Erzeugnissen der Olefin-und Karbochemie) und 1988 und 1989 zwei Heizöl-Havarien in den Buna-Werken (Anlieger der Saale). Alle Berichte über das Ausmaß der Vergiftungskatastrophen und die dadurch entstandenen Schäden wurden durch die SED-Zensur unterdrückt. Vgl. Hartmut Petersohn, Tatort Saale. In: umWelt (s.o. Anm. 71), S. 5–9, hier S. 5/6.Google Scholar
  82. 82.
    Siehe ausführlicher hierzu Hannsjörg Buck, Bernd Spindler und Hans Georg Bauer, Wasserversorgung, Wasserverbrauch und Gewässerbelastungen im Einzugsgebiet des Flußsystems Elbe. Analysen und Berichte Nr. 2/1989, hrsg. vom Gesamtdeutschen Institut, Bonn, 14. Februar 1989, hier u. a. S. 6ff..Google Scholar
  83. 83.
    Vgl. Buck/Spindler/Bauer, Wasserversorgung… (s.o. Anm. 82), S. la. und die von der ARGE Elbe durchgeführten Untersuchungen über die Veränderung der Schadstofffrachten dieses Flusses seit dem Beitritt der früheren DDR zur Bundesrepublik Deutschland. Eine Zusammenfassung hierüber enthält der Artikel Schadstoffe in der Elbe. In: umWelt, 2 (1991)-6, S. 261–264.Google Scholar
  84. 84.
    Ähnlich hohe, z.T. aber auch stark abweichende Resultate ergaben interne DDR-Messungen über die Höhe der Schadstofffrachten bei der Meßstation Boitzenburg der Staatlichen Gewässeraufsicht. Vgl. Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit: Eckwerte… (s.o. Anm. 15), S. 13; siehe ferner hierzu die Meßergebnisse des Greenpeace Flußlaborschiffes Beluga bei Magdeburg im Frühjahr 1990; Sendung von Radio DDR I am 30. April 1990, 12.00 Uhr, in: RIAS-Monitor vom 1. Mai 1990, S. 6–7.Google Scholar
  85. 85.
    Vgl. ergänzend den Artikel Chemische Industrie. In: DDR Handbuch, Bd. 1 A — L, 3., überarbeitete und erweiterte Auflage, hrsg. vom Bundesministerium für innerdeutsche Beziehungen. Köln, Januar 1985, S. 253–256.Google Scholar
  86. 86.
    Zu den Gesundheitsschäden durch Quecksilbervergiftungen und zu der damit auch verbundenen Lebensgefahr siehe den Stichwort-Artikel Quecksilber. In: Umweltlexikon. Köln 1985, S. 318/19.Google Scholar
  87. 87.
    Vgl. den Artikel Schadstoffe in der Elbe. In: umWelt, 2 (1991)-6, S. 261–264, hier S. 263.Google Scholar
  88. 88.
    Siehe hierzu auch Friedrich Winkler, Nitratelimination aus Trinkwasser. In: Wissenschaft und Fortschritt, hrsg. von der Akademie der Wissenschaften der DDR, 40 (1990)-1, S. 13–15.Google Scholar
  89. 89.
    Untersuchungen der Inspektionen für Wasserhygiene der ehemaligen DDR haben ergeben, daß ein Phenolgehalt von 0,001 Milligramm Phenol je Liter bereits zu einer geschmacklichen Beeinträchtigung des Trinkwassers führt. Bei höheren Phenolkonzentrationen wird Trinkwasser genußuntauglich.Google Scholar
  90. 90.
    Vgl. Ifo-Institut für Wirtschaftsforschung, München, (Hrsg.): Baubedarf in den neuen Bundesländern bis 2005. Ifo Studien zur Bauwirtschaft, Nr. 18, bearbeitet von Erich Gluch u.a., München 1992, S. 122/23.Google Scholar
  91. 91.
    Vgl. H.-J. Krehl (Hrsg.), Wohnbausubstanz… (s.o. Anm. 74), S. 28.Google Scholar
  92. 92.
    Vgl. Buck/Reuter, Das Scheitern… (s.o. Anm. 28), S. 84/85.Google Scholar
  93. 93.
    Siehe zum Beleg u. a. den bereits 1981 erschienenen Bericht von Klaus-Eberhard Müller, Rationeller Betrieb und planmäßige Instandhaltung erhöhen die Leistungskraft der Wasserwirtschaft, in: Presse-Informationen des Presseamtes beim Vorsitzenden des Ministerrates der DDR, Nr. 83/1981, S. 3ff.Google Scholar
  94. 94.
    Vgl. hierzu ebenfalls Buck/Reuter, Das Scheitern… (s.o. Anm. 28), S. 85 und dazu Edmund Schunk (Bauakademie der DDR), Wie alt sehen unsere Städte aus? Gedanken zum Bauzustand der sozialen und technischen Infrastruktur in der DDR. In: Technische Gemeinschaft, Zeitschrift der Kammer der Technik der DDR, Berlin (Ost), 38 (1990)-7, S. 5–7 und H.-J. Krehl (Hrsg.), Wohnbausubstanz… (s.o. Anm. 74 ), S. 28–30.Google Scholar
  95. 95.
    TGL = Standardisierte Technische Normen, Gütevorschriften und Allgemeine Lieferbedingungen.Google Scholar
  96. 96.
    Vgl. Bernhard Priesemuth (1990 Inspektionsleiter für Wasserhygiene im Ministerium für Gesundheits-und Sozialwesen der DDR), Wasserhygiene in der DDR. In: Wissenschaft und Fortschritt, Berlin (Ost), 40 (1990)-4, S. 94–96, hier S. 96.Google Scholar
  97. 97.
    Die Zahl der durch diese Nitratbelastungen betroffenen Trinkwasserverbraucher betrug in den Jahren 1986 bis 1989 zwischen 200 000 und 500 000 Personen. Die in diesem Abschnitt dargestellten Qualitätsmängel des bis 1989 an die Bevölkerung der DDR gelieferten Trinkwassers beruhen auf den Analyseergebnissen der „Staatlichen Hygieneinspektion“ und des Ministeriums für Gesundheitswesen der DDR. Vgl. Ministerium für Umweltschutz und Wasserwirtschaft der DDR: Information zur Entwicklung der Umweltbedingungen… (s.o. Anm. 33), S. 21 und Priesemuth, Wasserhygiene… (s.o. Anm. 96 ), S. 96.Google Scholar
  98. 98.
    Siehe zum Beleg Priesemuth, Wasserhygiene… (s.o. Anm. 96), S. 96.Google Scholar
  99. 99.
    Da die brüchigen Rohrleitungsnetze in den Kommunen der DDR zumeist nicht durch Druck-Spülungen gereinigt werden konnten, versuchte die DDR, bakteriologische Verunreinigungen durch kräftige Beigaben von Chlor und Fluor zu bekämpfen. Näheres siehe bei Buck/Reuter, Das Scheitern… (s.o. Anm. 28), S. 84ff.Google Scholar
  100. 100.
    Vgl. das Statistische Jahrbuch der DDR 1990, S. 155, S. 158 und S. 166.Google Scholar
  101. 101.
    Vgl. Priesemuth, Wasserhygiene… (s.o. Anm. 96), S. 95/96.Google Scholar
  102. 102.
    Vgl. hierzu den Leitartikel von Klaus Töpfer (Bundesumweltminister), Eckwerte der ökologischen Sanierung in den neuen Bundesländern. In: umWelt, 2 (1991)-1, S. 5–7, hier S. 5 und Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (Hrsg.): Eckwerte… (s.o. Anm. 15), S. 15.Google Scholar

Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH 1996

Authors and Affiliations

  • Hannsjörg F. Buck

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