Advertisement

Einleitung

  • Caroline Schmidt Hornstein
Chapter
  • 27 Downloads

Zusammenfassung

Mit einem bilateralen Anwerbeabkommen zwischen der Türkei und der Bundesrepublik hat die Geschichte der Einwanderung türkischer Staatsangehöriger nach Deutschland 1961 ihren Anfang genommen. Es war keine Einwanderung im klassischen Sinne, die mit der Absicht einer dauerhaften Niederlassung geplant wurde, sondern eine Arbeitsmigration auf Zeit. Daß die damaligen „Gastarbeiter“ ihre Rückkehr ins Herkunftsland nur in Ausnahmen verwirklichten, ist allgemein bekannt. Diese Einwanderer der ersten Generation haben heute bereits Kinder und Enkel. Doch auch sie werden wie ihre Eltern als „Einwanderer“ betrachtet. Im Rechtssinn sind sie „Ausländer“, faktisch aber ist ihr gesellschaftlicher Status der von Inländern ohne deutsche Staatsangehörigkeit.

Preview

Unable to display preview. Download preview PDF.

Unable to display preview. Download preview PDF.

Literatur

  1. 1.
    Die Bezeichnung geht auf Uli Bielefeld zurück, vgl. Bielefeld 1991.Google Scholar
  2. 2.
    Ich habe auch mit Personen gesprochen, die eine Einbürgerung für sich nicht in BetrachtGoogle Scholar
  3. ziehen oder grundsätzlich ablehnen. Daß ich hier nur auf solche Positionen eingehe, die eine „positive“ Entscheidung getroffen haben, liegt daran, daß mich besonders die Überlegungen, die der Annahme der deutschen Staatsbürgerschaft vorausgingen, als auch die Erfahrungen als Immigrant mit deutscher Staatsangehörigkeit beschäftigen. Denn gerade diese Positionen, so habe ich den Eindruck gewonnen, lassen die Abwägungen für oder wider die Annahme der deutschen Staatsbürgerschaft deutlich werden.Google Scholar
  4. 3.
    Im Gegensatz zur Bundesrepublik besteht in anderen Staaten eine Mischform zwischen ius sanguinis und ius so/i,sodaß neben der Abstammung vor allem die Geburt im Land das entscheidende Kriterium ist, das die Staatsangehörigkeit regelt. Siehe S. 111ff.Google Scholar
  5. 4.
    Vgl. Rittstieg 1992.Google Scholar
  6. 5.
    Es gibt jedoch auch dezidierte Positionen unter hier lebenden türkischen Staatsangehöri-gen, die gerade in der Ablehnung einer Einbürgerung ihr Selbstverständnis behaupten. Für sie bedeutete eine Einbürgerung ein Zugeständnis an die Strukturen der Ausgrenzung, die den Einbürgerungsanforderungen inhärent sind. Ihre Weigerung bezieht sich vor allem auf die Forderung, die bisherige Staatsangehörigkeit ablegen zu müssen.Google Scholar

Copyright information

© Leske + Budrich, Opladen 1995

Authors and Affiliations

  • Caroline Schmidt Hornstein

There are no affiliations available

Personalised recommendations