Advertisement

Thermolumineszenzdosimetrie

  • Hanno Krieger
  • Wolfgang Petzold
Chapter
Part of the Teubner Studienbücher book series (TSBP)

Zusammenfassung

Eine Reihe von natürlichen oder künstlich erzeugten kristallinen Substanzen speichert die bei einer Bestrahlung mit ionisierender Strahlung auf den Kristall übertragene Energie in langlebigen Zuständen (metastabilen Energieniveaus) von Kristallelektronen, die ohne äußere Energiezufuhr nicht mehr aus diesen Zuständen befreit werden können. Durch Erhitzen kann die gespeicherte Energie in Form von Lichtquanten wieder freigesetzt werden. Diesen Vorgang bezeichnet man als Thermolumineszenz, die Substanzen, die Thermolumineszenz zeigen, als Phosphore oder Thermolumineszenz-Detektoren (TLD). Das beim Erhitzen freigesetzte Licht wird mit Photomultipliern in lichtdichten Auswertegeräten nachgewiesen. Der Lichtstrom bzw. die über die Zeit integrierte Lichtmenge ist ein Maß für die im Kristall gespeicherte Dosis. Die für die Strahlungsmeßtechnik wichtigsten Verbindungen sind Lithiumfluorid, Kalziumfluorid, Kalziumsulfat und Lithiumborat, die mit verschiedenen Fremdatomen wie Mn, Mg, Ti u. ä. gezielt verunreinigt (dotiert) sind (s. z. B. Tab. 5.1). Diese Dotierungen dienen der Erzeugung von Fehlstellen im Kristall, in denen die bei der Bestrahlung im Kristall freigesetzten Elektronen eingefangen werden.

Preview

Unable to display preview. Download preview PDF.

Unable to display preview. Download preview PDF.

Copyright information

© B. G. Teubner Stuttgart 1989

Authors and Affiliations

  • Hanno Krieger
    • 1
  • Wolfgang Petzold
    • 2
  1. 1.Klinikum IngolstadtIngolstadtDeutschland
  2. 2.Universität WürzburgWürzburgDeutschland

Personalised recommendations