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Einleitung

Chapter
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Part of the Neue betriebswirtschaftliche Forschung book series (NBF, volume 121)

Zusammenfassung

Beschleunigte Veränderungen der Umwelt innerhalb der letzten Jahre haben dazu geführt, daß es für kleine und mittlere Unternehmen (KMU)1 — vor dem Hintergrund gestiegener Anforderungen an die in diesen Unternehmen knappen finanziellen und personellen Ressourcen — heute nicht mehr ausreicht, sich auf der Pioniertat des Unternehmensgründers auszuruhen. Dieses Faktum hat in den Diskussionen um die Zukunftssicherung zur kontinuierlichen Wahrung der Autonomie der KMU die Erkenntnis verstärkt, daß beim Verständnis dieses Problemkreises die Beschränkung alleine auf Fragen des strategischen Managements, der Nachfolgesicherung o.ä. nicht befriedigend ist. Viel häufiger erfolgen in der Unternehmensentwicklung Zäsuren, bei denen z.B. Nachfolgeüberlegungen oder Wachstumsstrategien nur bedingt für die Zukunftssicherung des Unternehmens von Interesse sind. Dies ist nämlich dann der Fall, wenn das Unternehmen mit dem Tatbestand der Beeinträchtigung seiner Autonomie — der Unternehmenskrise — konfrontiert ist. Die Perspektive der Zukunftssicherung ist dann von viel dringlicherer und weitaus kürzerer zeitlicher Dimension, als dies beispielsweise bei den Überlegungen zur strategischen Unternehmensführung der Fall ist. In einer Unternehmenskrise ergibt sich nicht nur der umgehende Handlungsbedarf, diese zu erkennen, sondern gleichzeitig nach Möglichkeiten der Beherrschung und Bewältigung derselben durch ein geeignetes Krisenmanagement zu suchen. Eine wesentliche Möglichkeit des Krisenmanagements stellt hierbei das Turnaround Management dar.

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Literatur

  1. 1.
    Der Begriff KMU wird i.S. einer terminologischen Vereinheitlichung durchgehend verwendet. Hinsichtlich gebräuchlicher Synonyme und ihrer Abgrenzung vgl. Kap. (2.1), S. 15ff.Google Scholar
  2. 1.
    Für Beispiele: o.V., 1990a, S. 68ff; Goslich, 1991, S. 18.Google Scholar
  3. 2.
    o.V., 1990b, S. 19.Google Scholar
  4. 1.
    Alle für die Bundesrepublik Deutschland wiedergegebenen Zahlenwerte beziehen sich aufgrund der für Vergleichszwecke noch ungeeigneten Daten auf das Gebiet der bisherigen 11 Bundesländer.Google Scholar
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    Creditreform, 1991, o.S.: Die Anzahl der Untemehmensinsolvenzen von 1990 bewegt sich mit 8.700 noch immer auf einem um knapp 40% höheren Niveau als 1980 und ist dreimal so hoch wie in den sechziger Jahren.Google Scholar
  6. 3.
    Rietmann, 1992, S. 3.Google Scholar
  7. 4.
    Interessant erscheint in diesem Zusammenhang, daß sogar noch vor kurzem Autoren in der Diskussion um Untemehmenskrisen und ihren Folgen den KMU eine bedeutungslose Rolle beigemessen haben. Vgl. beispielsweise Siegwart, Caytas, Mahari, 1988, S. 138.Google Scholar
  8. 5.
    Bekanntes Beispiel ist der Zusammenbruch des französischen Konzerns Boussac im Jahr 1981, wo von 10.000 Gläubigem ca. 2500 zumeist kleinere und mittlere Zulieferunternehmen ihre Tätigkeit in der Folge einstellen mußten. Winistörfer, 1990, S. 99.Google Scholar
  9. 1.
    Beispiele für ein derartiges Eingreifen des Staates in das Wirtschaftssystem sind die Fälle “Chrysler” (600.000 Arbeitsplätze zur Disposition) und “AEG” (100.000 Arbeitsplätze zur Disposition).Vgl. Meyer-Cording, 1982, S. 800; Albach, 1983, S. 872.Google Scholar
  10. 2.
    Franke, 1990, S. 27; Österreichisches Statistisches Zentralamt, 1991, o.S.Google Scholar
  11. 3.
    Creditreform, 1990, S. 12. Angesicht der ähnlichen Untemehmensgrößenstrukruren läßt sich vermuten, daß auch in Österreich und der Schweiz der Anteil der Unternehmen mit bis zu 500 Mitarbeitern an Anzahl aller Unternehmensinsolvenzen ähnlich hoch se in wird.Google Scholar
  12. 1.
    Winistörfer, 1990, S. 102; Wittek, 1990, S. 15.Google Scholar
  13. 2.
    Die Forderung nach sinnvoller Erhaltung sollte aber nicht als Plädoyer für eine interventionistische Wirtschaftspolitik um jeden Preis verstanden werden. Auf keinen Fall soll hier die Stützung von kranken Unternehmen gefordert werden, für die keine Perspektive mehr besteht, am Markt aus eigener Ertragskraft (wieder) bestehen zu können. Ein derartiges konsequentes Eingreifen in die Marktwirtschaft hemmt oder verhindert gar die notwendige und natürliche Auslese mit der Folge der Förderung kranker KMU ohne Zukunftsperspektive zum Nachteil gesunder KMU. Unter Umständen kann dies sogar noch zur Gefährdung von Arbeitsplätzen in gesunden Unternehmen führen.Google Scholar
  14. 3.
    Creditreform, 1990, S. 11.Google Scholar
  15. 4.
    Rietmann, 1992, S. 3.Google Scholar
  16. 1.
    Obwohl erste Anfänge wie z.B. Fleege-Althoff, 1930, bis in die dreißiger Jahre zurückgehen.Google Scholar
  17. 2.
    Witte, 1981, S. B.Google Scholar
  18. 3.
    Ähnlich Meyers, 1988, S. XVI.Google Scholar
  19. 4.
    Erwähnt seien hier beispielhaft Darstellungen von Greiner, 1972; Ansoff, 1976; Argenti, 1976.Google Scholar
  20. 5.
    Die von Witte, 1981, S. 13, vorgesehenen Schritte der Entwicklung einer Realtheorie der Unternehmenskrise können zwar bei weitem noch nicht als vollständig behandelt angesehen werden, sind aber als Ergebnis von diversen Einzelpublikationen auf allgemeiner Basis als in den Grundsätzen abgehandelt zu bezeichnen.Google Scholar
  21. 6.
    Z.B. Diez, 1987; Krystek, 1980 und 1987; Lüthy, 1988; Müller, 1986; Weber, 1980.Google Scholar
  22. 7.
    Vgl. hierzu die Veröffentlichungen des Instituts für Mittelstandsforschung, Köln/Bonn, sowie der Wirtschaftsinformationsdienste wie z.B. Creditreform oder Schimmelpfeng.Google Scholar
  23. 8.
    Die einzigen bekannten Darstellungen, die sich dieser Problematik zumindest bedingt annehmen, sind Maasmeier, 1987, S. 34ff. und Kemmetmüller,1982, S. 205ff.Google Scholar
  24. 9.
    Diese Darstellungen haben zumeist nur sehr beschränkten Aussagewert, da die Autoren eher Erlebnisberichte i.S. “How I turned Company X around” anbieten, wobei das Schwergewicht auf der Selbstdarstellung des Autors liegt.Google Scholar
  25. 2.
    Reske, Brandenburg, Mortsiefer, 1978, S. 211f.Google Scholar
  26. 3.
    o.V., 1981, S. 19; Reske, Brandenburg, Mortsiefer, 1978, S. 212f.Google Scholar
  27. 4.
    Goldstein, 1987, S. 58.Google Scholar
  28. 5.
    Zur Eigenreflexion vgl. insbesondere Bleicher, 199la, S. 408f.Google Scholar
  29. 1.
    Ulrich, 1984, S. 168.Google Scholar
  30. 2.
    Ulrich, 1984, S. 180.Google Scholar
  31. 1.
    Kromrey, 1986, S. 13.Google Scholar
  32. 2.
    Ulrich, 1984, S. 203.Google Scholar

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© Springer Fachmedien Wiesbaden 1992

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