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Theorien zur Sozialisation im Jugendalter

  • Ulrike Popp
Part of the Reihe Schule und Gesellschaft book series (SUGES, volume 5)

Zusammenfassung

Sozialisation ist ein interdisziplinär verwendeter Begriff, der auf eine wechselseitige Beziehung, auf eine Vermittlung zwischen Individuum und Gesellschaft verweist und begrifflich zu fassen ist als

»... Prozeß der Entstehung und Entwicklung der Persönlichkeit in wechselseitiger Abhängigkeit von der gesellschaftlich vermittelten sozialen und materiellen Umwelt. Vorrangig thematisch ist dabei die Frage, wie der Mensch sich zu einem gesellschaftlich handlungsfähigen Subjekt bildet« (Geulen/Hurrelmann 1982, S. 51).

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Literatur

  1. 1.
    Die Begriffe »Adoleszenz« und »Jugend« werden häufig synonym verwendet. Im allgemeinen wird »Jugend« als soziologische und »Adoleszenz« als psychologische Kategorie begriffen (vgl. Mitterauer 1986, S. 15 ff.).Google Scholar
  2. 2.
    Die Ausbildung der Ich-Identität sei - so Habermas - von der Kommunikationsstruktur innerhalb der Familie abhängig; dabei sollte bis zum Beginn der Adoleszenz ein reflexiver und analytischer Sprachgebrauch ausgebildet werden. Habermas räumt einer Mittelschichtsozialisation größere Chancen ein, bei ihren Mitgliedern eine balancierte Ich-Identität auszubilden (vgl. Habermas 1973a, S. 184). Im Sozialisationsmilieu der Unterschicht gäbe es dagegen Faktoren, wie beispielsweise einen eingeschränkten Sprachgebrauch, rigide Rollenverinnerlichung, hierarchisches Machtgefälle etc., welche die Ausbildung eines balancierten Interaktionssystems innerhalb der Familie erschweren würden (vgl. Krappmann 1977, S 328 f.; Habermas 1973a, S. 185; vgl. dazu die Kritik von Bilden 1975; 1977 ).Google Scholar

Copyright information

© Leske + Budrich, Opladen 1994

Authors and Affiliations

  • Ulrike Popp

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