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Freiheitliche Aspekte der schleswig-holsteinischen Verfassungsgeschichte in Mittelalter und früher Neuzeit

  • Ulrich March
Part of the Altenholzer Schriften book series (ALTH, volume 5)

Zusammenfassung

Es gibt Regionen in Europa, deren Verfassungsgeschichte über Jahrhunderte hinweg ausgesprochen freiheitliche Züge aufweist. Skandinavien gehört dazu, der Alpenraum und die Küstengebiete der Nordsee. Für Mitteleuropa wären in diesem Zusammenhang etwa Tirol, die friesischen Lande oder die Schweiz zu nennen. Auch die Quellen zur Geschichte Schleswig-Holsteins sprechen in dieser Hinsicht eine deutliche Sprache, und zwar bereits seit dem frühen Mittelalter.

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Literatur

  1. 1.
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  3. 3.
    Auch Opposition gegen die Kirche ist vielfach bezeugt: Der zweite Erzbischof, Rimbert, darf sich kaum im Lande blicken lassen, die Bauern in der Gegend um Bornhö-ved verweigern die Zahlung des Zehnten, „durch den fast das ganze Christengeschlecht geknechtet wird“, und die Dithmarscher prozessieren jahrhundertelang vor dem Reichskammergericht gegen den Erzbischof von Bremen, weil sie der Ansicht sind, die Kirchen im Lande gehörten ihnen. Einzelheiten bei Ulrich March, Zur Kirchengeschichte Nordelbingens in vorschauenburgischer Zeit, in: Aus Reichsgeschichte und nordischer Geschichte. Festschrift für Karl Jordan, Stuttgart 1972, S. 153ff.Google Scholar
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    Die einheimische Führungsschicht, die im Rahmen der bei Helmold genannten „Virtus Holtzatorum“ sicherlich berittenen Kriegsdienst leistet, werden nie als „milites“ bezeichnet; der Ausdruck tritt in den Zeugenlisten der Urkunden jetzt erstmalig auf.Google Scholar
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Copyright information

© Leske + Budrich, Opladen 1998

Authors and Affiliations

  • Ulrich March

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