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Modelle zur rationalen Anlage am Aktienmarkt

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Part of the Neue betriebswirtschaftliche Forschung book series (NBF)

Zusammenfassung

Modelle sind vereinfachende, nicht alle Objekteigenschaften erfassende Beschreibungen von Untersuchungsobjekten. Ihr Einsatz ist dort unverzichtbar, wo die Komplexität des Objektes es unmöglich macht, das Objekt vollständig abzubilden1). Modellhafte Analyse löst also das Komplexitätsproblem, indem sie weniger relevante Objekteigenschaften vernachlässigt und dafür Eigenschaften hervorhebt, die „an sich“ oder bei gegebenem Erkenntniszweck in besonderem Maße die Struktur des Objektes bestimmen. Auf diese Weise machen Modelle die fundierte Analyse komplexer Sachverhalte erst möglich. Dafür bringen sie ein subjektives — letzlich willkürliches — Element in den Erkenntnisprozeß und in die Ergebnisse: Über die Berücksichtigung einzelner Aspekte und Eigenschaften des Objektes oder ihre Vernachlässigung ist vorweg — vor der Formulierung des Modells — zu befinden. Diese Vorentscheidung bestimmt die Struktur des Modells und die aus ihm herleitbaren Ergebnisse.

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Copyright information

© Betriebswirtschaftlicher Verlag Dr. Th. Gabler GmbH, Wiesbaden 1987

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