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Zum Problem der Interessenorientierung im betriebswirtschaftlichen Denken

Chapter
Part of the Neue betriebswirtschaftliche Forschung book series (NBF)

Zusammenfassung

Glaubte man in Kreisen wissenschaftstheoretisch interessierter betriebswirtschaftlicher Forscher — zumindest mehrheitlich — noch bis Ende der 70er Jahre, endlich das die deutsche Betriebswirtschaftslehre seit Anbeginn1) umtreibende Anliegen des Wissenschaftlichkeits-Beweises für das Fach durch die programmatische Bindung an die methodologischen Normen des Kritischen Rationalismus erfüllen zu können, so mehren sich in jüngerer Zeit die Stimmen der Skeptiker auch unter denjenigen, die nicht von vornherein der Möglichkeit oder der Wünschbarkeit einer Orientierung der betriebswirtschaftlichen Forschung an diesen Normen zögernd oder ablehnend gegenüberstanden2). Zwar spielt bei der zu beobachtenden Renaissance neoklassisch inspirierten Denkens in der Betriebswirtschaftslehre, die die Frage dieser Tagung nach Rolle und Berechtigung von Modellen aktuell macht, gewiß auch die auf wirtschaftstheoretischem Gebiet schon weit vor dem Ende der sozialliberalen Ära eingeläutete allgemeine Wende eine Rolle, spezifisch betriebswirtschaftlich scheint mir daran jedoch die Tatsache zu sein, daß mit dieser Reetablierung axiomatisch-deduktiver Denkmuster auch der Ausbruch aus dem engen Korsett einer allenfalls im nun nicht mehr aktuellen ideologischen Abwehrkampf brauchbaren Methodologie3) eingeleitet zu werden scheint.

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© Betriebswirtschaftlicher Verlag Dr. Th. Gabler GmbH, Wiesbaden 1987

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