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Kapitalstruktur und Agency-Theorie

  • Michael Wosnitza
Chapter
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Part of the Neue Betriebswirtschaftliche Forschung book series (NBF, volume 122)

Zusammenfassung

Im vorliegenden Kapitel soll im Abschnitt 2 zunächst ein Überblick über den Stand der finanzierungstheoretischen Diskussion der Kapitalstrukturproblematik unter der — in der neoklassischen Theorie üblichen — Annahme gegeben werden, daß alle an den betrachteten Finanzierungsbeziehungen beteiligten Akteure über den gleichen Informationsstand verfügen, mithin eine symmetrische Informationsverteilung vorliegt. Ausgehend von Modigliani und Millers Irrelevanztheorem werden Erweiterungen zunächst um Aspekte der Besteuerung und dann zusätzlich um die Möglichkeit des Konkurses betrachtet.

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Literatur

  1. 1).
    Harris und Raviv sprechen angesichts der geradezu explosionsartig ansteigenden Zahl von Veröffentlichungen davon, daß „the asymmetric information approach has reached the point of diminishing returns“. Siehe Harris, M./Raviv, A., 1991, S. 300.Google Scholar
  2. 1).
    Vgl. z.B. Fama, E.F., 1978 sowie mit weiteren Nachweisen Kim, E.H., 1978, S.45; siehe ausführlicher auch unten, S. 30 ff.Google Scholar
  3. 2).
    Zwei Unternehmungen gehören derselben Risikoklasse an, wenn die Zufallsvariablen ihrer Gesamtkapitalrenditen vollständig positiv miteinander korreliert sind.. Vgl. Modigliani, F./Miller, M.H., 1958, S. 266 f.Google Scholar
  4. 2).
    Vgl. Modigliani, F./Miller, M.H., 1963, S. 435; zur späteren Kritik an dieser Aussage vor dem Hintergrund dynamischer Aspekte der Kapitalstrukturentscheidung der Unternehmung vgl. Modigliani, F., 1982; zusammenfassend ders., 1988, S. 151 ff.Google Scholar
  5. 1).
    Vgl. z.B. Zechner, J., 1989, S. 21 ff.; Swoboda, P., 1991, S. 46 ff.; Gordon bemerkt dazu: „I could not… imagine that the person who had enlarged the theory of corporate finance to recognize the presence of uncertainty and risk aversion would subsequently present a theory that not only abandoned this assumption but do so without noting it.“ Siehe Gordon, M.J., 1989, S. 21.Google Scholar
  6. 2).
    Schneider spricht im Zusammenhang mit diesem engen Begriff der Finanzierungsneutralität auch von Kapitalkostenneutralität. Vgl. Schneider, D., 1990, S. 173 fGoogle Scholar
  7. 2).
    Nicht verschuldungsbedingte Steuerschilde entstehen vor allem durch Abschreibungen. Vgl. DeAngelo, H./Masulis, R.W., 19806.Google Scholar
  8. 2).
    Einen entsprechenden Beweis unter der Annahme homogener Erwartungen der individuellen Investoren liefern Stiglitz, J.E., 1969, S. 789 f sowie im Rahmen des CAPM Haugen, R.A./Pappas, J.L., 1971; Kim, E.H., 1978.Google Scholar
  9. 1).
    Vgl. Altman, E.I., 1984. Da es sich bei indirekten Konkurskosten um Opportunitätskosten handelt, ist eine direkte Messung nicht möglich. Altman vergleicht - mittels einer Regressionsanalyse ermittelte - Konkurskosten-bereinigte erwartete Unternehmensgewinne mit den nach Konkurseintritt tatsächlich realisierten Werten.Google Scholar
  10. 2).
    Haugen und Senbet nennen die Ansätze von Scott und Kim (s.o. S. 48 Fußnote 1). Vgl. Haugen, R.A./Senbet, L.W., 1978, S. 388 fGoogle Scholar
  11. 2).
    Vgl. zum folgenden ausführlicher und mit weiteren Nachweisen Wosnitza, M., 1991, S. 5 ff.Google Scholar
  12. 3).
    Vgl. zum folgenden ausführlich: Wosnitza, M., 1991, S. 28 ff.Google Scholar
  13. 1).
    Vgl. mit weiteren Nachweisen Copeland, T.E./Weston, J.F., 1988, S. 361 ff., 818 ff.Google Scholar
  14. 3).
    Zu Unterschieden und Konvergenztendenzen beider Typen von Kontrollinstanzen vgl. mit weiteren Quellenangaben Wosnitza, M., 1991, S. 39 fGoogle Scholar
  15. 1).
    Vgl. Jensen, M.C./Meckling, W.H., 1976, S. 308. Zur kritischen Diskussion um die Bedeutung der Agency-Kosten vgl. die Kontroverse zwischen Schneider, D., 1987 und Schmidt, R.H., 1987 sowie Spremann, K., 1987, S. 348.Google Scholar
  16. 2).
    Eine Übersicht findet man bei Wosnitza, M., 1991, S. 50, Fußnote 3).Google Scholar
  17. 1).
    Vgl. Myers, S.A., 1977 (Jensen und Meckling lag eine noch unveröffentlichte Arbeitspapier-Version vor).Google Scholar
  18. 1).
    Erstmalig explizit untersucht wird die Möglichkeit einer Steuerarbitrage von Miller, M.H./Scholes, M.S., 1978.Google Scholar
  19. 1).
    Barnea, Haugen und Senbet verweisen auf Arbeiten von McCulloch und Skelton. Vgl. ebd., S. 115. Siehe auch die Übersicht bei Haugen, R.A./ Senbet, L.W., 1986, S. 12 f sowie die Untersuchung von Buser, S.A./Hess, P.J., 1986.Google Scholar
  20. 3).
    Vgl. im einzelnen Grossman, S.J./Hart, O.D., 1982, S. 115 ff.Google Scholar
  21. 1).
    Die Autoren selbst betrachten den Manager eher als „Unternehmer“ im Sinne des Eigentümer-Managers bei Jensen und Meckling. Vgl. Grossman, S.J./Hart, O.D., 1982, S. 128.Google Scholar
  22. 1).
    Die in Annahme 4 genannten Bedingungen stellen die Existenz eines eindeutigen first-bestoptimalen Investitionsvolumens sowie eines endlichen Unternehmenswertes sicher. Vgl. Seward, J.K., 1990, S. 355.Google Scholar
  23. 1).
    Bereits bei Ross, dessen Incentive-Signalling Modell jedoch dem Bereich der ex ante-Informationsasymmetrie zuzuordnen ist, wird der Konkurs durch einen Penalty im Rahmen der Vergütungsvereinbarung als Disziplinierungsinstrument des Managements eingesetzt. Vgl. Ross, 1977.Google Scholar

Copyright information

© Betriebswirtschaftlicher Verlag Dr. Th. Gabler GmbH, Wiesbaden 1995

Authors and Affiliations

  • Michael Wosnitza

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