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Vergleich der Regelungen des § 340b HGB, SFAS 125 und IAS 39

  • Iris Oldenburger
Chapter
Part of the Gabler Edition Wissenschaft book series (REU)

Zusammenfassung

Der Vergleich der Bilanzierungsvorschriften zu Pensionsgeschäften ergibt zunächst, daß formal unterschiedliche Ansätze gewählt wurden. In § 340b HGB werden in einem ersten Schritt Legaldefinitionen für echte und unechte Pensionsgeschäfte vorgenommen; in einem zweiten Schritt knüpfen an diese Unterscheidung genau bestimmte Bilanzierungsweisen an. Aus der bilanziellen Behandlung der Pensionsgeschäfte läßt sich folglich nur indirekt — mit Hilfe der Anwendung des Grundsatzes des wirtschaftlichen Eigentums — entnehmen, daß sich der Gesetzgeber für eine wirtschaftliche Zuordnung entschieden hat. Formalrechtlich ergibt sich zwar aus der engen Fassung der Definitionen von Pensionsgeschäften, wie am Beispiel der Wertpapierleihe in Kapitel 5 (Gliederungspunkt 5.1) gezeigt, ein Bilanzierungsspielraum für die Vertragsparteien, bei Anwendung der wirtschaftlichen Betrachtungsweise zur Auslegung des § 340b HGB verschwindet dieser jedoch.

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Literatur

  1. 706.
    Vgl. Kapitel 6, Gliederungspunkt 2.1.1 sowie Kapitel 7, Gliederungspunkt 2.1.1.Google Scholar
  2. 707.
    Vgl. hierzu insbesondere Kapitel 7, Gliederungspunkt 1 zur Legaldefinition des IAS 39, da bereits hier ein Vergleich der einzelnen Komponenten mit SFAS 125 vorgenommen wird.Google Scholar
  3. 708.
    Zum Vergleich der anglo-amerikanischen Vorschriften mit den Regelungen des § 340b HGB vgl. Kapitel 6, Gliederungspunkt 2.1.2 zu SFAS 125.9c (Kriterium 3a) und Kapitel 7, Gliederungspunkt 2.1.2 zu IAS 39.38b (Kriterium 2). Zur Gegenüberstellung von IAS 39 und SFAS 125 siehe Kapitel 7, Gliederungspunkt 2.1.2.Google Scholar
  4. 709.
    Vgl. Pacter (Side by Side, 1999), S. 76.Google Scholar
  5. 710.
    Vgl. FASB (Transfers, 1999), S. 1878. So auch Kane (Transfers, 1997), S. 16.Google Scholar
  6. 711.
    Vgl. Kapitel 6, Gliederungspunkt 2.1.2 zu Kriterium (3) sowie Findeisen/Roß (Asset-Backed Securities, 1999), S. 2225.Google Scholar
  7. 712.
    Vgl. IASC (Financial Assets, 1997), S. 55 Rdnr. 5.7. Siehe auch Kapitel 7, Gliederungspunkt 2.1.1. Kane (Transfers, 1997), S. 16.Google Scholar
  8. 714.
    Zur Abweichung des § 340b Abs. 4 Satz 2 HGB (Bilanzierung der Verbindlichkeit in Höhe des Verkaufspreises) von § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB (Wertansatz der Verbindlichkeit zum Rückzahlungsbetrag, d.h. zum Rücknahmepreis) und zur daraus resultierenden Wahl zwischen der Netto- oder der Bruttobilanzierung siehe Kapitel 5, Gliederungspunkt 4.1.3.1.Google Scholar
  9. 715.
    Im Gegensatz zum Handelsrecht existiert nach US-GAAP und LAS kein einheitlicher Bewertungsmaßstab für Verbindlichkeiten, so daß keine Möglichkeit der Abweichung zwischen einer allgemeinen Bewertungsvorschrift und einer auf bestimmte Sachverhalte bezogenen Bewertungsregel besteht. Vgl. Pellens (Internationale Rechnungslegung, 1999), S. 422.Google Scholar
  10. 716.
    Für den Pensionsgeber stellt sich im Hinblick auf die erhaltene Gegenleistung kein Bewertungsproblem, da nach § 340b HGB ausschließlich Bargeld als Gegenleistung in Frage kommt.Google Scholar
  11. 717.
    Vgl. Kapitel 6, Gliederungspunkt 1.5 sowie Kapitel 7, Gliederungspunkt 1.5.Google Scholar
  12. 718.
    Vgl. EG-Kommission (Wertansätze, 2000). Vgl. hierzu auch Scharpf (Finanzinstrumente, 2000), der den Vorschlag der EG-Kommission mit den Regelungen des IAS 39 vergleicht.Google Scholar
  13. 719.
    Vgl. EG-Kommission (Wertansätze, 2000), S. 3.Google Scholar
  14. 720.
    Anstatt eine Liste mit Finanzinstrumenten aufzustellen, die zum fair value bewertet werden können, nennt die EG-Kommission die Bilanzposten, die nicht zum fair value bewertet werden dürfen. Vgl. EG-Kommission (Wertansätze, 2000), S. 9 sowie Artikel 42a Abs. 3.Google Scholar
  15. 721.
    Vgl. EG-Kommission (Wertansätze, 2000), S. 5.Google Scholar
  16. 722.
    Vgl. EG-Kommission (Wertansätze, 2000), S. 9.Google Scholar
  17. 723.
    Vgl. Kapitel 6, Gliederungspunkt 2.1.2 zu Kriterium (3a) sowie Kapitel 7, Gliederungspunkt 2.1.2 zu Kriterium (2). Vgl. auch Kane (Transfers, 1997), S. 16.Google Scholar
  18. 724.
    Das Kriterium der Börsennotierung wird nur bei Knapp angesprochen. Vgl. Knapp (Vermögensgegenstände, 1971), S. 1125.Google Scholar
  19. 725.
    Vgl. zu den Pensionsgegenständen Kapitel 6, Gliederungspunkt 1.4 und Kapitel 7, Gliederungspunkt 1.4.Google Scholar
  20. 726.
    Die Berichterstattung heilt die Schwächen des SFAS 125 und gewährleistet so die Anwendung der substance over form. Vgl. Kane (Transfers, 1997), S. 21.Google Scholar
  21. 727.
    Vgl. EG-Kommission (Wertansätze, 2000), S. 10.Google Scholar

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© Betriebswirtschaftlicher Verlag Dr. Th. Gabler GmbH, Wiesbaden, und Deutscher Universitäts-Verlag GmbH, Wiesbaden 2000

Authors and Affiliations

  • Iris Oldenburger

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