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Das Verhältnis der wirtschaftlichen Betrachtungsweise und der substance over form zur Betriebswirtschaftslehre

  • Iris Oldenburger
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Part of the Gabler Edition Wissenschaft book series (REU)

Zusammenfassung

Nach Groh 214 setzt die Gleichstellung der wirtschaftlichen Betrachtungsweise mit einer betriebswirtschaftlichen Betrachtungsweise die Erfüllung des Gesetzeszwecks — bzw. übertragen auf die anglo-amerikanische Bilanzwelt die Erfüllung der übergeordneten Rechnungslegungsziele (qualitative characteristics)215 — durch die betriebswirtschaftlichen Bilanztheorien216 voraus. Die Verkörperung einer betriebswirtschaftlichen Betrachtungsweise durch die (kodifizierten und nicht kodifizierten) GoB bzw. Standards bedingt also die Umsetzung bzw. Anwendung der durch die Betriebswirtschaftslehre entwickelten Bilanztheorien durch den Gesetzgeber und/oder durch den BFH/BGH auf deutscher Ebene bzw. durch das FASB und das IASC auf anglo-amerikanischer Ebene. Das bedeutet gleichzeitig, daß betriebswirtschaftliche Bilanztheorien nur in dem Maße in das geltende Recht hineingetragen werden können, in dem sie den Gesetzeszweck bzw. das von den Rechnungslegungsnormen beabsichtigte Ziel berücksichtigen; es dürfen keine von außen vorgegebenen Bilanzzwecke in das geltende Recht einfließen. Hier muß also grundsätzlich zwischen der im Rahmen einer betriebswirtschaftlichen Bilanztheorie als richtig angesehenen Bilanzierung und dem geltenden Recht unterschieden werden.217 Trifft die betriebswirtschaftliche Theorie den Gesetzeszweck bzw. die Zielsetzung der Standards, so ist sie durchaus für die Auslegung der Rechnungslegungsnormen relevant. Sie ist dann nicht mehr von der richtig verstandenen wirtschaftlichen Betrachtungsweise zu unterscheiden und steht damit nicht mehr im Verdacht der Außerrechtlichkeit.218

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Literatur

  1. 214.
    Vgl. Groh (Bilanztheorie, 1980), S. 126.Google Scholar
  2. 215.
    Vgl. IASC-Framework Abs. 24–46; SFAC 2.32–2.144.Google Scholar
  3. 216.
    Die betriebswirtschaftlichen Bilanztheorien (oder „reinen“Bilanztheorien), die ihre Inhalte ohne Berücksichtigung von gesetzlichen Vorschriften, d.h. unabhängig von der Realität, erklären, sind zu unterscheiden von den Bilanzrechtstheorien, die die Rahmenbedingungen des geltenden Rechts beachten. Vgl. Wangemann (Bilanztheorien, 1996), S. 522.Google Scholar
  4. 217.
    Vgl. Beisse (Maßgeblichkeitsgrundsatz, 1980), S. 644; ders. (Betriebswirtschaftslehre, 1984), S. 12 f.Google Scholar
  5. 218.
    Vgl. Böcking (Verbindlichkeitsbilanzierung, 1994), S. 19–21.Google Scholar
  6. 219.
    Vgl. Hastedt (Finanzierungs-Leasing, 1992), S. 9 sowie Mellwig (Bilanzrechtsprechung, 1983), S. 1615.Google Scholar
  7. 220.
    Vgl. Moxter (Entwicklung, 1993), S. 64.Google Scholar
  8. 221.
    Vgl. Groh (Bilanztheorie, 1980), S. 125.Google Scholar
  9. 222.
    Vgl. Coenenberg (Jahresabschluß, 1997), S. 787.Google Scholar
  10. 223.
    Zu den klassischen Bilanztheorien zählen die statische, die dynamische und die organische Bilanzauffassung.Google Scholar
  11. 224.
    Vgl. Simon (Bilanzen, 1899), S. 2 f. und 118. Zu den statischen Bilanztheorien siehe auch Moxter (Bilanztheorie, 1990), S. 5–24.Google Scholar
  12. 225.
    Vgl. Simon (Bilanzen, 1899), S. 5, 68 sowie 125.Google Scholar
  13. 226.
    Vgl. Simon (Bilanzen, 1899), S. 296.Google Scholar
  14. 227.
    Simon spricht in diesem Zusammenhang von „effektiven Vermögensstücken“, „effektiven Schulden“und „effektiven Kapitalbeträgen“, Simon (Bilanzen, 1899), S. 126 f.Google Scholar
  15. 228.
    Vgl. Moxter (Gewinnermittlung, 1983), S. 302.Google Scholar
  16. 229.
    Zum statischen Charakter der Handels- und Steuerbilanz siehe Beisse (Rechtsprechung, 1980), S. 244 und ders. (Betriebswirtschaftslehre, 1984), S. 2.Google Scholar
  17. 230.
    Zur Abkehr vom Vorsichtsprinzip vgl. Simon (Bilanzen, 1899), S. 304 f. Danach ist für die Bewertung der „individuelle Werth“maßgeblich. Vgl. dazu auch Moxter (Gewinnermittlung, 1983), S. 303. Zur Ablehnung des Anschaffungskostenprinzips vgl. Simon (Bilanzen, 1899), S. 337: „Die Vorschrift, daß die Vermögensstücke nicht über ihrem Erwerbspreis angesetzt werden dürfen, ist denn auch materiell keine Bilanzvorschrift, sondern betrifft nur die Dividendenvertheilung.“Google Scholar
  18. 231.
    Simon (Bilanzen, 1899), S. 150 (im Original hervorgehoben). „Nicht das juristische Eigenthum, sondern die thatsächliche Frage, ob eine bewegliche Sache nach kaufmännischen Anschauungen als zum Vermögen des Bilanzierenden gehörig anzusehen ist, muß für die Einstellung derselben in die Bilanz als maßgebend erachtet werden.“Simon (Bilanzen, 1899), S. 153. Dabei ist allerdings fragwürdig, was unter „kaufmännischer Anschauung“zu verstehen ist.Google Scholar
  19. 232.
    Zur organischen Bilanztheorie siehe auch Moxter (Grundsätze, 1966), S. 31 f. und ders. (Bilanztheorie, 1990), S. 57–69.Google Scholar
  20. 233.
    Schmidt (Tageswertbilanz, 1951), S. 285 (beide Zitate).Google Scholar
  21. 234.
    Die Aufstellung einer Liquidationsbilanz kommt für Schmidt nur im Falle der Liquidation einer Unternehmung in Betracht. Vgl. Schmidt (Tageswertbilanz, 1951), S. 74 f.Google Scholar
  22. 235.
    Vgl. Schmidt (Tageswertbilanz, 1951), S. 83 f.Google Scholar
  23. 236.
    Vgl. Schmidt (Tageswertbilanz, 1951), S. 121 f.Google Scholar
  24. 237.
    Vgl. Schmidt (Tageswertbilanz, 1951), S. 124–126.Google Scholar
  25. 238.
    Vgl. Schmidt (Tageswertbilanz, 1951), S. 91 f.Google Scholar
  26. 239.
    Vgl. Schmidt (Tageswertbilanz, 1951), S. 128.Google Scholar
  27. 240.
    Schmidt (Tageswertbilanz, 1951), S. 139.Google Scholar
  28. 241.
    Der Tagesbeschaffungswert des Umsatztags ist folglich der für die Erfolgsrechnung grundlegende Wert. Vgl. Schmidt (Tageswertbilanz, 1951), S. 73 und 77.Google Scholar
  29. 242.
    Vgl. Schmidt (Tageswertbilanz, 1951), S. 144–149 sowie Moxter (Bilanztheorie, 1990), S. 64 f.Google Scholar
  30. 243.
    Vgl. Moxter (Bilanztheorie, 1990), S. 70–79.Google Scholar
  31. 244.
    Vgl. Beisse (Wirtschaftliche Betrachtungsweise, 1981), S. 7.Google Scholar
  32. 245.
    Vgl. Moxter (Gewinnermittlung, 1983), S. 303.Google Scholar
  33. 246.
    Moxter (Bilanztheorie, 1990), S. 75 (im Original teilweise hervorgehoben).Google Scholar
  34. 247.
    Vgl. Moxter (Bilanztheorie, 1990), S. 76 f.Google Scholar
  35. 248.
    Zu den folgenden Ausführungen vgl. insbesondere Moxter (Bilanztheorie, 1990), S. 33–47; ders. (Entwicklung, 1993), S. 67 f.Google Scholar
  36. 249.
    Vgl. Schmalenbach (Dynamische Bilanz, 1926), S. 85.Google Scholar
  37. 250.
    Schmalenbach (Dynamische Bilanz, 1926), S. 85 (alle Zitate).Google Scholar
  38. 251.
    Vgl. Schmalenbach (Dynamische Bilanz, 1948), S. 15.Google Scholar
  39. 252.
    Schmalenbach stellt seine rein betriebswirtschaftliche Bilanz mit der handelsrechtlichen Bilanz gleich. Vgl. Schmalenbach (Dynamische Bilanz, 1926), S. 350 sowie Moxter (Entwicklung, 1993), S. 69 f. „Denn wenn er auch verschiedentlich in seiner Dynamischen Bilanz bei der Behandlung von Einzelproblemen betont, daß ihn die Frage, was gesetzlich richtig ist, nichts angehe, so waren es doch immer wieder die kaufmännische Übung und die Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung bzw. Bilanzierung, auf die er sich nach Darstellung dessen, was eigentlich, d.h. theoretisch richtig wäre, oft gegen sein besseres Wissen zurückzog.“Muscheid (Dynamische Bilanz, 1957), S. 16.Google Scholar
  40. 253.
    Vgl. Schmalenbach (Dynamische Bilanz, 1926), S. 96 f.Google Scholar
  41. 254.
    Die Bilanz und GuV dienen folglich als Hilfsmittel der Einnahmen- und Ausgabenrechnung. Vgl. Schmalenbach (Dynamische Bilanz, 1926), S. 118 und 121.Google Scholar
  42. 255.
    Vgl. Schmalenbach (Dynamische Bilanz, 1926), S. 121.Google Scholar
  43. 256.
    Vgl. Schmalenbach (Dynamische Bilanz, 1926), S. 138 und 336.Google Scholar
  44. 257.
    Vgl. Schmalenbach (Dynamische Bilanz, 1926), S. 170–172.Google Scholar
  45. 258.
    Vgl. Beisse (Rechtsprechung, 1980), S. 251; ders. (Wirtschaftliche Betrachtungsweise, 1981), S. 3 sowie Mellwig (Bilanzrechtsprechung, 1983), S. 1614.Google Scholar
  46. 259.
    Nach Mellwig handelt es sich dabei um ein „Mißverständnis des Untersuchungsgegenstandes der heutigen Betriebswirtschaftslehre“. Mellwig (Bilanzrechtsprechung, 1983), S. 1614. Das Bilanzrichtlinien-Gesetz ist der Sichtweise des Aktiengesetzes von 1965 gefolgt und führte nicht, wie angenommen, zu einer dynamischen Wende. Vgl. Beisse (Auslegung, 1990), S. 2008.Google Scholar
  47. 260.
    Vgl. Beisse (Maßgeblichkeitsgrundsatz, 1980), S. 643.Google Scholar
  48. 261.
    Vgl. Beisse (Betriebswirtschaftslehre, 1984), S. 2. Siehe hierzu auch Döllerer (Rückstellungen, 1979), S. 3–7 sowie Groh (Bilanztheorie, 1980), S. 129.Google Scholar
  49. 262.
    Vgl. Mellwig (Bilanzrechtsprechung, 1983), S. 1614; Moxter (Gewinnermittlung, 1983), S. 301; ders. (Wirtschaftliche Betrachtungsweise, 1989), S. 237.Google Scholar
  50. 263.
    Vgl. Köhlertz (Leasing, 1989), S. 68 f.Google Scholar
  51. 264.
    Vgl. Köhlertz (Leasing, 1989), S. 71; Moxter (Gewinnermittlung, 1983), S. 301.Google Scholar
  52. 265.
    Vgl. Moxter (Wirtschaftliche Betrachtungsweise, 1989), S. 237.Google Scholar
  53. 266.
    Vgl. Schmalenbach (Dynamische Bilanz, 1948), S. 26 f.Google Scholar
  54. 267.
    Vgl. Schmalenbach (Dynamische Bilanz, 1926), S. 111 f.Google Scholar
  55. 6.
    28 Vgl. Baetge (Bilanzen, 1996), S. 25.Google Scholar
  56. 269.
    Zur finanzwirtschaftlichen Bilanztheorie vgl. auch Seicht (Kapitaltheoretische Bilanz, 1970), S. 137–147.Google Scholar
  57. 270.
    Walb (Erfolgsrechnung, 1926), S. 102 (im Original teilweise hervorgehoben). Vgl. ebenso Walb (Finanzwirtschaftliche Bilanz, 1966), S. 23.Google Scholar
  58. 271.
    Vgl. Walb (Erfolgsrechnung, 1926), S. 114 f. (Ermittlung des Gewinns durch eine Bewegungsbilanz). Ebenso Walb (Bilanz, 1924), S. 36: „Betrachtet man […] zunächst die formelle Stellung der Bilanz im Rahmen der doppelten Buchführung, so stellen sich sowohl das Bilanz- als auch das Gewinn- und Verlustkonto als Mittel der Erfolgsrechnung dar. Man kann daher ebenso gut sagen, die Bilanz sei eine Kontrolle der Gewinn- und Verlustrechnung wie umgekehrt, die Gewinn- und Verlustrechnung sei eine Kontrolle der Bilanz.“Google Scholar
  59. 272.
    Vgl. die Gegenüberstellung der jeweiligen Bilanzinhalte in Walb (Erfolgsrechnung, 1926), S. 107 und 204–208.Google Scholar
  60. 273.
    Vgl. Walb (Finanzwirtschaftliche Bilanz, 1966), S. 79–82.Google Scholar
  61. 274.
    Vgl. Walb (Finanzwirtschaftliche Bilanz, 1966), S. 39.Google Scholar
  62. 275.
    Vgl. Walb (Finanzwirtschaftliche Bilanz, 1966), S. 83.Google Scholar
  63. 276.
    Zur pagatorischen Bilanztheorie siehe auch Lehmann (Dynamische Bilanz, 1963), S. 113–126 sowie Seicht (Kapitaltheoretische Bilanz, 1970), S. 147–156.Google Scholar
  64. 277.
    Kosiol (Bilanzreform, 1949), Vorwort. So auch ders. (Pagatorische Bilanz, 1976), S. 10 (Vorwort).Google Scholar
  65. 278.
    Vgl. Heinen (Handelsbilanzen, 1958), S. 48; Münstermann (Dynamische Bilanz, 1966), S. 518; Zimmerman/Holzer (Pagatorische Bilanz, 1964), S. 140.Google Scholar
  66. 279.
    Vgl. Kosiol (Pagatorische Bilanz, 1976), S. 68.Google Scholar
  67. 280.
    Kosiol (Pagatorische Bilanz, 1976), S. 68.Google Scholar
  68. 281.
    Vgl. Kosiol (Bilanzreform, 1949), S. 45 f.Google Scholar
  69. 282.
    Vgl. Lehmann (Dynamische Bilanz, 1963), S. 117.Google Scholar
  70. 283.
    Kosiol (Pagatorische Bilanz, 1976), S. 115.Google Scholar
  71. 284.
    Vgl. Kosiol (Pagatorische Bilanz, 1976), S. 761.Google Scholar
  72. 285.
    Vgl. Kosiol (Bilanzreform, 1949), S. 96.Google Scholar
  73. 286.
    Kosiol (Bilanzreform, 1949), S. 96.Google Scholar
  74. 287.
    Vgl. Beisse (Wirtschaftliche Betrachtungsweise, 1981), S. 4.Google Scholar
  75. 288.
    Moxter (Wirtschaftliche Betrachtungsweise, 1989), S. 232.Google Scholar
  76. 289.
    Vgl. Beisse (Betriebswirtschaftslehre, 1984), S. 11.Google Scholar
  77. 290.
    Vgl. Thies (Rückstellungen, 1996), S. 9–11.Google Scholar
  78. 291.
    Vgl. Beisse (Betriebswirtschaftslehre, 1984), S. 12; Mellwig (Bilanzrechtsprechung, 1983), S. 1615.Google Scholar
  79. 292.
    Vgl. Böcking (Verbindlichkeitsbilanzierung, 1994), S. 19.Google Scholar
  80. 293.
    Beisse (Maßgeblichkeitsgrundsatz, 1980), S. 644.Google Scholar
  81. 294.
    Zur Einbeziehung der betriebswirtschaftlichen Kalkulationsgrundlagen vgl. im Detail Gliederungspunkt 2 dieses Kapitels.Google Scholar
  82. 295.
    Haller (Grundlagen, 1994), S. 82.Google Scholar
  83. 296.
    Vgl. AAA (Acceptance, 1977), S. 1; Belkaoui (Accounting, 1994), S. 56.Google Scholar
  84. 297.
    Hylton bezeichnet diesen Zustand als „chaotic state of accounting theory“, Hylton (Accounting, 1962), S. 27.Google Scholar
  85. 298.
    Vgl. Blough (Need, 1937), S. 30 f.; Haller (Normen, 1990), S. 758; ders. (Grundlagen, 1994), S. 82.Google Scholar
  86. 299.
    Die Theorie soll dazu beitragen, die Konsistenz der US-GAAP zu verbessern. Vgl. Belkaoui (Accounting, 1994), S. 56 f.Google Scholar
  87. 300.
    Vgl. Haller (Grundlagen, 1994), S. 95.Google Scholar
  88. 301.
    Ballwieser (Jahresabschlußverbesserungen, 1982), S. 791.Google Scholar
  89. 302.
    Bei den deduktiven Theorien lassen sich zwei Formen unterscheiden. Während es Ansätze gibt, bei denen die Prämissen lediglich implizit berücksichtigt werden und somit eine Überprüfung der Rechtsgültigkeit unmöglich erscheint, finden sich demgegenüber solche, die ihre erstellten Basisgrundsätze auf den Realitätsbezug untersuchen. Vgl. Haller (Grundlagen, 1994), S. 88.Google Scholar
  90. 303.
    Während einige Ansätze von tatsächlichen Erhebungen (z.B. in Form von konkreten Beobachtungen oder Befragungen) ausgehen, ermitteln einige Autoren ihre Datensätze indirekt, d.h. durch Ableitung aus berufsständischen Verlautbarungen oder Literaturmeinungen. Vgl. Haller (Grundlagen, 1994), S. 89.Google Scholar
  91. 304.
    Induktive Theorien leiten sich aus der empirischen Erfassung realer Erscheinungen ab und sind i.d.R. deskriptiver Natur, da sie die Erscheinungsformen beschreiben und erklären.Google Scholar
  92. 305.
    Da sich deduktive Ansätze aus übergeordneten Grundsätzen ableiten, gehen sie i.d.R. analytisch (nach den Regeln der Logik) vor und haben für gewöhnlich normativen Charakter.Google Scholar
  93. 306.
    Die Vorgehensweise ist zu finden bei McDonald (Accounting, 1972), S. 14–22 und 25–30 sowie bei Goldberg (Accounting, 1965), S. 34 f.Google Scholar
  94. 307.
    Nach dem Kriterium der Methodologie werden die classical normative deductive approaches und die classical inductive approaches gegeneinander abgegrenzt; nach Sachgebieten unterscheidet die AAA die decision usefulness approaches und die information economics approaches. Vgl. AAA (Acceptance, 1977), S. 5–25. Eine methodologische und inhaltliche Systematisierung findet sich auch bei Belkaoui (Accounting, 1994), S. 58–65 sowie bei Hendriksen/Breda (Accounting, 1992), S. 4–20. Hendriksen/Breda unterscheiden zum einen den tax approach, legal approach, ethical approach, economic approach, behavioral approach sowie den structural approach; zum anderen wird sich neben den oben beschriebenen Charakterisierungsebenen zusätzlich der Linguistik (Pragmatik, Syntax, Semantik) bedient.Google Scholar
  95. 308.
    Zu den folgenden Ausführungen hinsichtlich der basis theories vgl. Coenenberg (Jahresabschluß, 1997), S. 741–745; Haller (Grundlagen, 1994), S. 108–122.Google Scholar
  96. 309.
    Als bedeutsamste Vertreter der proprietary theory gelten Hatfield und Sprague. Vgl. deshalb ausführlich Hatfield (Accounting, 1929), S. 25 und 240–243 sowie Sprague (Philosophy, 1923), S. 30, 67 und 148. Vgl. auch Belkaoui (Accounting, 1994), S. 233 f.; Goldberg (Accounting, 1965), S. 116–118.Google Scholar
  97. 310.
    Es darf jedoch nicht unberücksichtigt gelassen werden, daß insbesondere die Vermögenslage auch die Gläubiger interessiert (z.B. für die Kreditvergabe). Vgl. Hatfield (Accounting, 1929), S. 240.Google Scholar
  98. 311.
    Die Anteilseigner können entgegen der proprietary theory z.B. nur einen beschränkten Einfluß auf das Unternehmensgeschehen ausüben und haften auch nur beschränkt (mit ihrer Einlage) für eventuelle Verluste. Des weiteren haben die Anteilseigner i.d.R. ihre Leitungsfunktion an spezifische Organe übertragen, die sämtliche Interessen aller Aktionäre berücksichtigen müssen.Google Scholar
  99. 312.
    Vgl. Staubus (Accounting, 1961), S. 17–25, als Begründer der residual equity theory. Google Scholar
  100. 313.
    Vgl. Staubus (Accounting, 1961), S. 25 im Gegensatz zu SFAC 1.24 und 1.35.Google Scholar
  101. 314.
    Vgl. Goldberg (Accounting, 1965), S. 162–167.Google Scholar
  102. 315.
    So auch Haller (Grundlagen, 1994), S. 121.Google Scholar
  103. 316.
    Vgl. Belkaoui (Accounting, 1994), S. 234 f.; Goldberg (Accounting, 1965), S. 109–116.Google Scholar
  104. 317.
    Coenenberg (Jahresabschluß, 1997), S. 743.Google Scholar
  105. 318.
    Vgl. Haller (Grundlagen, 1994), S. 122.Google Scholar
  106. 319.
    Vgl. Vatter (Fund Theory, 1974) als Begründer der Theorie sowie Belkaoui (Accounting, 1994), S. 235 f. Siehe auch Goldberg (Accounting, 1965), S. 146–151; Husband (Entity Concept, 1954).Google Scholar
  107. 320.
    Vgl. Vatter (Fund Theory, 1974), S. 39 f.Google Scholar
  108. 321.
    „The point to be made is that the fund theory would countenance special purpose statements to any extent desired; extant entity and proprietary theories are too much concerned with the question, ‚Whose statement is it?‘to consider the problem, ‚What kind of statement should it be?‘“. Vatter (Fund Theory, 1974), S. 59 (im Original teilweise hervorgehoben).Google Scholar
  109. 322.
    Vatter (Fund Theory, 1974), S. 59 (alle Zitate).Google Scholar
  110. 323.
    Vgl. Haller (Grundlagen, 1994), S. 127. „The primary goal of accounting is the measurement of this profit“; „it indicates the efficiency with which […] the enterprise […] provides the best possible base for estimating prospective future profits“, so Husband (Entity Concept, 1954), S. 554 (beide Zitate).Google Scholar
  111. 324.
    Das Konzept des ökonomischen Gewinns geht insbesondere zurück auf Fisher. Vgl. Belkaoui (Accounting, 1994), S. 271; Menken (Informationsökonomie, 1993), S. 193; Wenger (Unternehmenserhaltung, 1981), S. 182. Für Fisher ist „the fundamental principle which applies here […] that the value of capital at any instant is derived form the value of the future income which that capital is expected to yield“. Fisher (Capital, 1906), S. 188. Die Zunahme des Kapitals stellt für Fisher einen Teil des Gesamteinkommens (earned income) dar, da „capital and income […] are strictly correlative; that all capital yields income and that all income flows from capital“. Ders. (Capital, 1906), S. 184. Zur Zusammensetzung des earned income vgl. Fisher (Capital, 1906), S. 234 sowie Canning (Accounting, 1929), S. 155. Zum economic concept of income vgl. ebenso Alexander (Income Measurement, 1962), S. 151 f. sowie Edwards/Bell (Income, 1961), S. 24 f. und 271. Zur Nutzerorientierung der Informationen vgl. AAA (Acceptance, 1977), S. 9.Google Scholar
  112. 325.
    „The purpose of income calculations in practical affairs is to give people an indication of the amount which they can consume without impoverishing themselves.“Hicks (Economic Theory, 1946), S. 172. Vgl. auch Ballwieser (Theorie, 1993), S. 113.Google Scholar
  113. 326.
    Vgl. Ballwieser (Theorie, 1993), S. 113. Alexander und Beaver ziehen den Barwert zur Bewertung heran. Vgl. Alexander (Income Measurement, 1962), S. 154; Beaver (Reporting, 1981), S. 64 und 98. Dieser entspricht in einer Welt unter Sicherheit dem Marktwert. Vgl. Beaver (Reporting, 1981), S. 66. Edward und Bell sowie Sweeney bedienen sich der Wiederbeschaffungswerte. Vgl. Edwards/Bell (Income, 1961), S. 22 f.; Sweeney (Stabilized Accounting, 1936), S. 44. Demgegenüber sprechen sich Canning, Kam und MacNeal für mehrere Bewertungsmaßstäbe aus. Vgl. Canning (Accounting, 1929), S. 204; Kam (Accounting, 1990), S. 137 f.; MacNeal (Accounting, 1962), S. 60 f. Zum Unsicherheitsaspekt vgl. Beaver (Reporting, 1989), S. 77–102, insbesondere S. 101 f.Google Scholar
  114. 327.
    Vgl. Alexander (Income Measurement, 1962), S. 163 und 171–173; Edwards/Bell (Income, 1961), S. 274–278 und 283 f.; MacNeal (Accounting, 1962), S. 69.Google Scholar
  115. 328.
    Vgl. u.a. Ijiri (Foundations, 1967), S. 66; ders. (Measurement, 1975), S. 71 und 85–90; Littleton (Invested Cost, 1952), S. 169–171; Mautz (Historical Cost, 1973); Paton/Littleton (Introduction, 1940), S. 25 f. und 123.Google Scholar
  116. 329.
    Vgl. Littleton (Invested Cost, 1952), S. 168; Mautz (Historical Cost, 1973), S. 24. Vgl. ebenso Kam (Accounting, 1990), S. 164–166.Google Scholar
  117. 330.
    Vgl. Belkaoui (Accounting, 1994), S. 242; Schroeder/Clark (Accounting, 1995), S. 693. Siehe auch FASB (Framework, 1976), S. 157 f.Google Scholar
  118. 331.
    Vgl. Ordelheide (Theorie, 1988), S. 275 f.; Schneider (Betriebswirtschaftslehre, 1997), S. 271.Google Scholar
  119. 332.
    Die Reinvermögenszugangstheorie zielt nicht auf eine Ertragswert-, sondern eine Kapitalerhaltung ab. Vgl. Ordelheide (Periodengewinn, 1988), S. 275 und 278. Bei ihr handelt es sich lediglich um eine Ertragswertannäherung. Vgl. Moxter (Gewinnermittlung, 1982), S. 90 f. und 143; Schneider (Gewinnermittlung, 1983), S. 1048 und 1053 f. Zur Dominanz des asset-liability view im Rahmen der US-GAAP vgl. Haller (Grundlagen, 1994), S. 272; Wolk/Tearney (Accounting, 1997), S. 294 f.Google Scholar
  120. 333.
    Eine empirische Untersuchung hinsichtlich des Zusammenhangs von Jahresabschlußinformationen und Investitionsentscheidungen liefert Martin (Relevance, 1971).Google Scholar
  121. 334.
    Vgl. AAA (Acceptance, 1977), S. 13; Chambers (Accounting, 1966), S. 154. Zur predictability der Informationen siehe Anderson (Income Measurement, 1976), S. 36 f. (insbesondere in Bezug auf Sterling) sowie Beaver/Kennelly/Voss (Evaluation, 1968), S. 678–680.Google Scholar
  122. 335.
    Die bekanntesten Vertreter sind Chambers, Revsine und Sterling. Vgl. Chambers (Accounting, 1966); Revsine (Income, 1970); ders. (Replacement Cost, 1973); Sterling (Statement, 1967). Einen guten Überblick über Chambers Theorie liefert auch Coenenberg (Entscheidungsfeld, 1968), S. 653–658.Google Scholar
  123. 336.
    Vgl. AAA (Acceptance, 1977), S. 14–21 sowie Wolk/Tearney (Accounting, 1997), S. 172 f.Google Scholar
  124. 337.
    Wolk/Tearney (Accounting, 1997), S. 157.Google Scholar
  125. 338.
    Vgl. Chambers (Possibility, 1976), S. 647. So auch AAA (Accounting, 1966), S. 8–13. Wenngleich auch die qualitativen Analysekriterien zwischen den Theorien differieren, so sind die Charakteristika der relevance und reliability allgemein als primär anerkannt. Vgl. AAA (Acceptance, 1977), S. 16; Chambers (Accounting, 1966), S. 154–157; Sterling (Statement, 1967), S. 111.Google Scholar
  126. 339.
    Vgl. AAA (Accounting, 1966).Google Scholar
  127. 340.
    Vgl. AICPA (Standards, 1980), Sec. 1021–1029, insbesondere Sec. 1024.Google Scholar
  128. 341.
    Vgl. AICPA (Objectives, 1973). Vgl. auch Anton (Objectives, 1976), S. 42–50.Google Scholar
  129. 342.
    Vgl. AAA (Acceptance, 1977).Google Scholar
  130. 343.
    Zu den einzelnen Theorien vgl. Wolk/Tearney (Accounting, 1997), S. 155–176.Google Scholar
  131. 344.
    Das economic income ist wiederum zu approximieren. So auch der Trueblood Report, nach dem „earnings for a period would be the change in the present value of future cash flows, discounted at an appropriate rate for the cost of money“. AICPA (Objectives, 1973), S. 22. Es wird darauf hingewiesen, daß diese Bestimmung der earnings nur unter Sicherheit möglich ist, die in der Realität allerdings nicht vorhanden ist. Vgl. AICPA (Objectives, 1973), S. 22 f. Während Chambers und Sterling Marktverkaufspreise heranziehen, bedient sich Revsine der Wiederbeschaffungskosten. Vgl. Chambers (Accounting, 1966), S. 92; Sterling (Income, 1973), S. 359; Revsine (Income, 1970), S. 515–520; ders. (Replacement Cost, 1973), S. 58–85. Der Trueblood Report bedient sich mehrerer Bewertungskalküle, abhängig von den jeweiligen Bilanzpositionen. Vgl. AICPA (Objectives, 1973), S. 41 f. Im Rahmen von ASOBAT, SATTA und APB Statement 4 wird zum optimalen Bewertungskalkül keine Stellung genommen.Google Scholar
  132. 345.
    Vgl. Haller (Grundlagen, 1994), S. 153.Google Scholar
  133. 346.
    Vgl. AAA (Evaluation, 1969), S. 80. Die Studie ist in Zusammenhang mit ASOBAT zu sehen. Abdel-Khalik unternahm den Versuch, das Problem, die Informationspräferenzen der Jahresabschlußadressaten zu bestimmen, zu lösen und entwickelte zu diesem Zweck ein stochastisches Modell, das allerdings nie implementiert wurde. Vgl. Abdel-Khalik (User Preference, 1971), S. 459–470.Google Scholar
  134. 347.
    Zu den Informationsbedürfnissen individueller Investoren vgl. Baker/Haslem (Information, 1973), S. 66 f.Google Scholar
  135. 348.
    Vgl. AAA (Acceptance, 1977), S. 33 f.Google Scholar
  136. 349.
    Das Conceptual Framework verlangt die Objektivität von Rechnungslegungsinformationen (verifiability), die lediglich gewährleistet werden kann, wenn u.a. Ermessensspielräume der Bilanzierenden eingeschränkt werden. Insbesondere die die Gewinnermittlung beeinflussenden realization und matching principle können in diesem Zusammenhang nicht willkürlich ausgeübt werden, sondern sind im Rahmen bestimmter Objektivierungskriterien anzuwenden. Dies zeigt sich u.a. beim Sachverhalt der langfristigen Fertigung, vgl. Böcking (Kapitalmarkt, 1998), S. 34 f.Google Scholar
  137. 350.
    Vgl. die Arbeiten von AAA (Acceptance, 1977), S. 21–25; Beaver/Demski (Objectives, 1974); dies. (Income Measurement, 1979); Bromwich (Possibility, 1980); Cushing (Accounting, 1977); Demski (Information, 1972); Feltham/Demski (Information, 1970); Gaa (User Primacy, 1986); Mattessich (Information Economics, 1975).Google Scholar
  138. 351.
    Während sich Gaa allgemein mit der user-primacy auseinandersetzt, gehen Beaver und Demski sowie Cushing eine Stufe weiter und beschäftigen sich im Rahmen der rationalen Entscheidungstheorie mit der Auswahl möglicher Berichtsalternativen. Vgl. Gaa (User Primacy, 1986); Demski (Reporting, 1974), S. 222–231; Beaver/Demski (Objectives, 1974), S. 185; Cushing (Accounting, 1977). Ein mögliches Auswahlkriterium könnte die Einkommenshöhe sein. Vgl. dazu Beaver/Demski (Income Measurement, 1979). Feltham/Demski sowie Crandall beschäftigen sich mit den Grundlagen der Entscheidungsmodelle sowie der Modelle zur Informationsbewertung. Vgl. Feltham/Demski (Information, 1970), S. 624–636; Crandall (Information, 1969), S. 459 f. Bromwich appelliert an die Standard-Setter, indem er sie auffordert, beim Erlaß neuer Rechnungslegungsvorschriften die Interdependenzen einzelner Standards und deren Einfluß auf den Informationsnutzen zu berücksichtigen. Vgl. Bromwich (Possibility, 1980), S. 292–297. Kritisch zur alleinigen Orientierung am Informationsnutzen von Individuen Ballwieser (Jahresabschlußverbesserungen, 1982), S. 791, und Ohlson/Buckman (Theory, 1981), S. 399–401, die ebenso den Einfluß der Informationen auf die gesellschaftliche Allokationseffizienz betrachten.Google Scholar
  139. 352.
    Vgl. Beaver/Demski (Income Measurement, 1979), S. 44 f.; Feltham/Demski (Information, 1970), S. 623; Wolk/Tearney (Accounting, 1997), S. 173.Google Scholar
  140. 353.
    Vgl. Demski (Accounting, 1973), S. 721 f.Google Scholar
  141. 354.
    Vgl. Mattessich (Information Economics, 1975), S. 359, der nach einer theoretischen Grundlage verlangt. Nach Ballwieser wird in den informationsökonomischen Untersuchungen „die Rechnungslegung nur als ein spezielles Informationssystem betrachtet, […] dessen konkrete Ausgestaltung aber zumindest auf der ersten Stufe der Analyse offenbleiben kann.“Ballwieser (Jahresabschlußverbesserungen, 1982), S. 780. Die Ursache für die unmögliche Ableitung von konkreten Rechnungslegungsvorschriften könnte auch in den unterschiedlichen Informationsbedürfnissen der Investoren liegen, die vorwiegend auf verschiedenen Interpretationen von Rechnungslegungsdaten basieren. Letztere führen zu unterschiedlichen Wahrscheinlichkeitsverteilungen über Umweltzustände und beeinflussen somit die Rangfolge der Präferenzen für die Informationssysteme. Vgl. ders. (Jahresabschlußverbesserungen, 1982), S. 784 sowie 791.Google Scholar
  142. 355.
    Vgl. Demski/Sappington (Income, 1990), S. 364 f. Die Vorarbeiten zu diesem Approach lieferten Brief und Owen. Vgl. Brief/Owen (Estimation, 1970), S. 172 f. sowie dies. (Reformulation, 1973), S. 14 f.Google Scholar
  143. 356.
    Vgl. Ballwieser (Jahresabschlußverbesserungen, 1982), S. 786 f.; ders. (Theorie, 1993), S. 114. Kritisch hierzu Beaver (Objectives, 1973) sowie Schmidt (Informationsproduktion, 1982), S. 739 f., die die Notwendigkeit der Informationsvermittlung auch auf nahezu effizienten Märkten sehen.Google Scholar
  144. 357.
    Vgl. Ballwieser (Jahresabschlußverbesserungen, 1982), S. 787; Beaver/Demski (Income Measurement, 1979), S. 38.Google Scholar
  145. 358.
    Vgl. Ballwieser (Theorie, 1993), S. 114.Google Scholar
  146. 359.
    Vgl. Ballwieser (Jahresabschlußverbesserungen, 1982), S. 776.Google Scholar
  147. 360.
    Vgl. SFAC 1.37.Google Scholar
  148. 361.
    Loss contingency ist nach SFAS 5.1 definiert als „an existing condition, situation, or set of circumstances involving uncertainty as to possible […] loss […] to an enterprise that will ultimately be resolved when one or more future events occur or fail to occur“.Google Scholar
  149. 362.
    Vgl. SFAS 5.8.Google Scholar
  150. 363.
    Vgl. SFAS 5.84.Google Scholar
  151. 364.
    Vgl. SFAS 5.3.Google Scholar
  152. 365.
    Nach SFAS 5.23 wird lediglich darauf hingewiesen, daß „[w]hether the amount of loss can be estimated […] will normally depend on, among other things, the experience of the enterprise […]. In the case of an enterprise that has no experience of its own, reference to the experience of other enterprises in the same business may be appropriate.“Google Scholar
  153. 366.
    Vgl. z.B. Baetge, der vorschlägt „eine Bandbreite möglicher — optimistischer und pessimistischer — Werte zu ermitteln und aus dieser Bandbreite den (arithmetischen) Mittelwert zu bilanzieren und gleichzeitig eine Rückstellung in Höhe der Differenz zwischen Mittelwert und pessimistischem Bandbreitenwert zu bilden.“Baetge (Bilanzen, 1996), S. 93.Google Scholar
  154. 367.
    Vgl. Böcking (Kapitalmarkt, 1998), S. 39.Google Scholar
  155. 368.
    Vgl. SFAC 1.28–1.40 in bezug auf die Informationsaufgabe der (internen und externen) Rechnungslegung sowie SFAC 2.133–2.144 hinsichtlich der Einbeziehung der Kosten-Nutzen-Analyse. Vgl. auch Müller (Characteristics, 1999), S. 158 und Schildbach (US-GAAP, 1999), S. 361.Google Scholar
  156. 369.
    Schildbach (US-GAAP, 1999), S. 361.Google Scholar
  157. 370.
    Über die Entwicklung und den genauen Inhalt des Framework siehe Kieso/Weygandt (Accounting, 1998), S. 35–51 sowie Wolk/Tearney (Accounting, 1997), S. 188–210.Google Scholar
  158. 371.
    Die bedeutsamsten Ansätze in diesem Bereich sind die von Sanders/Hatfield/Moore und Grady. Vgl. Sanders/Hatfield/Moore (Principles, 1938); Grady (Inventory, 1965); ders. (US-GAAP, 1965). Vgl. ebenso Belkaoui (Accounting, 1994), S. 78 f.Google Scholar
  159. 372.
    SFAC 5–7 legen die einzelnen Jahresabschlußelemente fest und regeln deren Ansatz und Bewertung. SFAC 4 bleibt in dieser Arbeit unberücksichtigt, da es sich ausschließlich auf die Rechnungslegung nicht gewerblicher Unternehmen bezieht.Google Scholar
  160. 373.
    Vgl. SFAC 1.34–1.49.Google Scholar
  161. 374.
    Zur Diskussion siehe insbesondere Wolk/Tearney (Accounting, 1997), S. 210–213.Google Scholar
  162. 375.
    Zur mangelnden Durchsetzungskraft vgl. Solomons (Framework, 1986), S. 115 sowie zur fehlenden Präzision Joyce/Libby/Sunder (FASB, 1982), S. 670 und Dopuch/Sunder (Statements, 1980), S. 8. Kritisch zum Framework auch Bryer (Framework, 1999), S. 555 sowie Davidson/Anderson (Development, 1987), S. 123, die darin „a limited success and possibly could even viewed as a failure“sehen.Google Scholar
  163. 376.
    Vgl. Dopuch/Sunder (Statements, 1980), S. 17.Google Scholar
  164. 377.
    Vgl. Rubin (GAAP, 1984), S. 129 sowie Pacter (Framework, 1983), S. 88. Siehe hierzu auch Watts/Zimmerman (Demand, 1979), S. 273 f., die der Meinung sind, daß „financial accounting theory has had little substantive, direct impact on accounting practice or policy formulation“. Somit hat auch das Conceptual Framework als theoretisches Konstrukt des FASB keinen Einfluß auf die Praxis.Google Scholar
  165. 378.
    Vgl. SFAC 2.13. Siehe auch Lenz (Mobilien-Leasingverträge, 1997), S. 77.Google Scholar
  166. 379.
    Vgl. dazu Kapitel 2, Gliederungspunkt 3.1.Google Scholar
  167. 380.
    So auch Davidson/Anderson (Development, 1987), S. 123 trotz ihrer Kritik.Google Scholar
  168. 381.
    Zur fehlenden eindeutigen Begriffsbestimmung vgl. Haller (Normen, 1990), S. 754 f.; ders. (Grundlagen, 1994), S. 59–62. Einen Überblick über die Entwicklung des Begriffs Generally Accepted Accounting Principles vermittelt Mautz (Concepts, 1983), S. 1–18.Google Scholar
  169. 382.
    Vgl. Perridon (Bilanzierungsgrundsätze, 1974), S. 225.Google Scholar
  170. 383.
    Vgl. Rubin (GAAP, 1984), S. 122–129. Anzumerken ist, daß die Hierarchie von vielen Vertretern der Literatur weitgehend übernommen wurde, so z.B. von Haller (Normen, 1990), S. 766, der zusätzlich eine Unterteilung in promulgated und non-promulgated US-GAAP vornimmt, sowie von Heintges (Bilanzpolitik, 1997), S. 125; Kieso/Weygandt (Accounting, 1998), S. 14 (ohne Berücksichtigung der SFAC); Sonnemann (Grundlagen, 1989), S. 39.Google Scholar
  171. 384.
    Vgl. Rubin (GAAP, 1984), S. 129.Google Scholar
  172. 385.
    Vgl. Haller (Normen, 1990), S. 767 und ders. (Grundlagen, 1994), S. 255.Google Scholar
  173. 386.
    Vgl. Rubin (GAAP, 1984), S. 123. Vgl. hierzu im Detail Gliederungspunkt 3.2.1 dieses Kapitels.Google Scholar
  174. 387.
    Vgl. Meyer (Framework, 1976), S. 81.Google Scholar
  175. 388.
    Vgl. Ribstein (Form and Substance, 1994), S. 809 sowie 824 f.Google Scholar
  176. 389.
    Vgl. KPMG (IAS, 1999), S. 9.Google Scholar
  177. 390.
    Vgl. KPMG (IAS, 1999), S. 18.Google Scholar
  178. 391.
    Vgl. Gliederungspunkt 1.3.2.5.1 dieses Kapitels.Google Scholar
  179. 392.
    Es werden lediglich die Rechnungslegungsgrundsätze der Unternehmensfortführung (going concern), der Stetigkeit (consistency), der Periodenabgrenzung (accrual) sowie der Vorsicht (prudence), der wirtschaftlichen Betrachtungsweise (substance over form) und der Wesentlichkeit (materiality) angesprochen. Vgl. IAS 1.3 und 1.5 (reformatted 1994). Eine Deckungsgleichheit mit dem Framework ist nicht erkennbar.Google Scholar
  180. 393.
    Vgl. KPMG (IAS, 1999), S. 18.Google Scholar
  181. 394.
    Nach Jacobs und Schmidt gehört der Grundsatz der substance over form neben dem true and fair view und der materiality zu den Generalnormen der IAS. Vgl. Jacobs/Schmidt (IAS, 1999), S. 380 f.Google Scholar
  182. 395.
    Vgl. IAS 1.20–1.22 (revised 1997).Google Scholar
  183. 396.
    Der Begriff ist im übertragenen Sinne zu verstehen, da von einem Recht insoweit nicht gesprochen werden kann, weil der Tätigkeit des IASC die Rechtsgrundlage fehlt.Google Scholar
  184. 397.
    Böcking (Kapitalmarkt, 1998), S. 32.Google Scholar
  185. 398.
    Böcking (Wirtschaftliche Betrachtungsweise, 1997), S. 89.Google Scholar
  186. 399.
    Schneider geht von einer ökonomischen Analyse des Bilanzrechts aus, die von Normen der Wirtschaftsordnung (z.B. Allokationseffizienz) ausgeht. Vgl. Schneider (Analyse, 1996), S. 943.Google Scholar
  187. 400.
    Vgl. Clemm (Grundprobleme, 1981), S. 120; Forster (Langfristige Fertigung, 1988), Abschnitt B 700 RdNr. 26–38.Google Scholar
  188. 401.
    Leuschner (Langfristige Fertigung, 1995), S. 390.Google Scholar
  189. 402.
    So auch Goldberg (Accounting, 1965), S. 9, „that there is a field of study which […] underlies both economics and accounting and in which both economic and accounting concepts may find a common source and possibly a common expression but which has not been explored to more than a very limited extent, if at all“.Google Scholar
  190. 403.
    Vgl. Schuetze (Liability, 1993), S. 89.Google Scholar
  191. 404.
    Vgl. auch Höffken (Anlagenbau, 1991), S. 174; Richter (Gewinnrealisierung, 2000), S. 158; Wiedmann (Vergleich, 1994), S. 114.Google Scholar
  192. 405.
    Vgl. Böcking (Wirtschaftliche Betrachtungsweise, 1997), S. 101 f.Google Scholar
  193. 406.
    Vgl. Wündisch (Bilanzbündeltheorie, 1973), S. 205. Siehe auch Thies (Rückstellungen, 1996), S. 8.Google Scholar
  194. 407.
    Vgl. stellvertretend Thies (Rückstellungen, 1996), S. 8 Fn. 38.Google Scholar
  195. 408.
    Vgl. Mellwig (Bilanzrechtsprechung, 1983), S. 1613; Schulze-Osterloh (Vorabentscheidungen, 1995), S. 181.Google Scholar
  196. 409.
    Beisse (Maßgeblichkeitsgrundsatz, 1980), S. 644. Vgl. auch Knapp (Vermögensgegenstände, 1971), S. 1121 f.Google Scholar
  197. 410.
    Vgl. Lohner (Pensionsgeschäfte, 1992), S. 16 f. Ähnlich Rittner (Wirtschaftliche Betrachtungsweise, 1975), S. 40 und 50 sowie Van der Velde (Betriebswirtschaftslehre, 1950), S. 479.Google Scholar
  198. 411.
    Moxter (Wirtschaftliche Betrachtungsweise, 1989), S. 232. Siehe auch Moxter (Sinn, 1987), S. 363 f.Google Scholar
  199. 412.
    Vgl. Baetge (Bilanzen, 1996), S. 53 sowie ausführlich Böcking (Bilanzrechtstheorie, 1988), S. 108–121.Google Scholar
  200. 413.
    Unter Rückgriff auf Larenz/Canaris handelt es sich hierbei um die Anwendung einer hermeneutischen Methode, einer anerkannten und üblichen Methode zur Auslegung von Rechtsnormen. Vgl. Larenz/Canaris (Methodenlehre, 1995), S. 149–153.Google Scholar
  201. 414.
    Vgl. Beisse (Wirtschaftliche Betrachtungsweise, 1981), S. 1; Groh (Betätigung, 1989), S. 231; Lohner (Pensionsgeschäfte, 1992), S. 16; Moxter (Wirtschaftliche Betrachtungsweise, 1989), S. 232; Woerner (Verfassungsrecht, 1992), S. 228. Korrekt müßte die wirtschaftliche Betrachtungsweise somit als wirtschaftsrechtliche Betrachtungsweise bezeichnet werden. Vgl. Körner (Wirtschaftliche Betrachtungsweise, 1974), S. 798.Google Scholar
  202. 415.
    Vgl. Moxter (Bilanzrecht, 1986), S. 5.Google Scholar
  203. 416.
    Das Vorsichtsprinzip nimmt im Gefüge der Bilanzrechtsprinzipien eine Vorrangstellung ein. Vgl. Moxter (Bilanzrecht, 1986), S. 40. Zum Vorsichtsprinzip als Teil der wirtschaftlichen Betrachtungsweise vgl. ders. (Gewinnermittlung, 1983), S. 303.Google Scholar
  204. 417.
    Vgl. Moxter (Sinn, 1987), S. 368.Google Scholar
  205. 418.
    Zum Begriff vgl. Thies (Rückstellungen, 1996), S. 32 f.Google Scholar
  206. 419.
    Vgl. dazu insbesondere Möller (Wirtschaftliche Betrachtungsweise, 1997), S. 72–76; Thies (Rückstellungen, 1996), S. 2.Google Scholar
  207. 420.
    Vgl. Möller (Wirtschaftliche Betrachtungsweise, 1997), S. 153–156. Ähnlich Lohner (Pensionsgeschäfte, 1992), S. 18 f.Google Scholar
  208. 421.
    Der Gesetzeszweck ist objektiv zu bestimmen. Vgl. Bydlinski (Methodenlehre, 1991), S. 473.Google Scholar
  209. 422.
    Möller (Wirtschaftliche Betrachtungsweise, 1997), S. 156 (beide Zitate, im Original teilweise hervorgehoben).Google Scholar
  210. 423.
    Vgl. Möller (Wirtschaftliche Betrachtungsweise, 1997), S. 156.Google Scholar
  211. 424.
    Siehe Kapitel 5, Gliederungspunkt 5.2.1.Google Scholar
  212. 425.
    Scott (Synopse, 1997), S. 345. Vgl. auch Beisse (Gläubigerschutz, 1993), S. 82 f.; Goebel (Konzernrechnungslegung, 1995), S. 2490; Stein (Herausforderungen, 1994), S. 659–661; Strobl (IASC-Rechnungslegung, 1996), S. 393.Google Scholar
  213. 426.
    Scott spricht z.B. von „der absoluten Dominanz des Vorsichtsprinzips“, Scott (Synopse, 1997), S. 344. Vgl. auch Kübier (Stille Reserven, 1995), S. 552.Google Scholar
  214. 427.
    Vgl. Böcking (Kapitalmarkt, 1998), S. 18.Google Scholar
  215. 428.
    Vgl. Moxter (Gewinnermittlung, 1983), S. 307.Google Scholar
  216. 429.
    Vgl. Schildbach (Rechnungslegungsideale, 1995), S. 2637.Google Scholar
  217. 430.
    Würden Gewinne im Extremfall einer vorsichtigen Bilanzierung erst ausgeschüttet, nachdem alle Ansprüche von Gläubigern befriedigt worden sind, so würden dadurch Ausschüttungen oft derart in die Zukunft verschoben, daß der Wert des Eigenkapitalanteils sehr fragwürdig wäre. Mit anderen Worten darf das Problem der Ausschüttungsbemessung nicht einseitig zu Ungunsten der Anteilseigner gelöst werden. Vgl. Schildbach (Jahresabschluß, 1997), S. 41 f.Google Scholar
  218. 431.
    Anderer Auffassung Ekkenga (Wirtschaftliches Eigentum, 1997), S. 268 f. Ekkenga betrachtet die Messung eines haftenden Reinvermögens im Sinne des Gläubigerschutzes als primären Handelsbilanzzweck. Dabei stellt das Vorsichtsprinzip „ein Instrument des Gläubigerschutzes“im Interesse der „Erhaltung des Schuldendeckungspotentials“dar. Aufbauend auf dieser Grundidee orientiert sich die Bilanz für ihn vorrangig an formalrechtlichen Aspekten, so daß er zu dem folgenden Schluß kommt: „Entgegen h.M. und der Ansicht des Senats kennt das Handelsbilanzrecht keine wirtschaftliche Betrachtungsweise.“Ders. (Wirtschaftliches Eigentum, 1997), S. 270 (alle Zitate).Google Scholar
  219. 432.
    Vgl. Moxter (Bilanzrecht, 1986), S. 67 f. Ähnlich Ballwieser (Nutzen, 1996), S. 24, dem es vorteilhaft erscheint, „Gläubigerschutz durch unverzerrte Information statt durch eine vorsichtige Gewinnermittlung zu bewirken“.Google Scholar
  220. 433.
    Vgl. Göbel (Internationalisierung, 1999), S. 295. Darüber hinaus ist nicht belegt, daß die Investoren die Unterschiedlichkeit der nationalen Rechnungslegungssysteme als störend empfinden. Vgl. Förschle/Glaum/Mandler (Umfrage, 1995), S. 396.Google Scholar
  221. 434.
    Böcking (Kapitalmarkt, 1998), S. 19. Zur Dichotomie der externen Rechnungslegung in financial accounting und business reporting siehe auch Benecke (Management Approach, 2000), S. 45–52.Google Scholar
  222. 435.
    Vgl. Beisse (Normqualität, 1999), S. 2182 f.Google Scholar
  223. 436.
    Vgl. hierzu auch Problemstellung, Gliederungspunkt 1.Google Scholar
  224. 437.
    Vgl. Streim (Informationen, 2000), S. 113.Google Scholar
  225. 438.
    Auer (Transparenz, 1999), S. 379.Google Scholar
  226. 439.
    Vgl. Kuhner (Bewertungskonzeptionen, 1994), S. 175.Google Scholar
  227. 440.
    Vgl. Kübier (Vorsichtsprinzip, 1995), S. 373.Google Scholar
  228. 441.
    Vgl. u.a. Budde (Rechenschaftslegung, 1994), S. 52 f. „Für die Gläubiger ist […] der veröffentlichte Jahresabschluß die Quelle, um sowohl die Bonität als auch die Liquidität eines Unternehmens zu beurteilen.“Ders. (Rechenschaftslegung, 1994), S. 53.Google Scholar
  229. 442.
    Lewicki (IAS-Normen, 1996), S. 9.Google Scholar
  230. 443.
    Vgl. Böcking (Kapitalmarkt, 1998), S. 22.Google Scholar
  231. 444.
    Vgl. Macdonald (Substance, 1991), S. 838.Google Scholar
  232. 445.
    So auch die Auffassung von Millanta und Knapp, nach denen „Substance over Form is an important principle in accounting practice that underlies the accountant’s concern with reporting a true and fair view and with providing financial statement users with information that can assist them in their decision making.“Millanta/Knapp (ED 60, 1995), S. 33 (im Original teilweise hervorgehoben). Dabei beziehen sich die Autoren auf die accounting standards des Australian Accounting Standards Board (AASB). Die australische Rechnungslegung lehnt sich jedoch stark an die britische, internationale und US-amerikanische, d.h. angloamerikanische Rechnungslegung an. Vgl. Ordelheide/KPMG (Accounting, 1995), S. 88 f.; Walton/Haller/ Raffournier (International Accounting, 1998), S. 247.Google Scholar
  233. 446.
    Vgl. Hopwood (Substance over Form, 1990), S. 81.Google Scholar
  234. 447.
    Zu den Grundsätzen vgl. ebenso Gliederungspunkt 1.3.2.5.1 dieses Kapitels. Die Subsumption unter den Begriff fair presentation resultiert daher, daß der Wirtschaftsprüfer in seinem Bestätigungsvermerk testiert, daß die Rechnungslegung des Unternehmens eine fair presentation der wirtschaftlichen Lage gewährleistet. Eine Testierung kann jedoch nur in dem Fall abgegeben werden, wenn die zur Verfügung gestellten Informationen der relevance und der reliability genügen, so daß diese Qualitätsansprüche unter dem Begriff fair presentation zusammengefaßt werden. Vgl. Baetge/Roß (Fair presentation, 2000), S. 33 f.Google Scholar
  235. 448.
    Ähnlich auch Millanta/Knapp (ED 60, 1995), S. 33 in bezug auf die australische Rechnungslegung. Siehe in diesem Zusammenhang auch obige Fn. 445.Google Scholar
  236. 449.
    SFAC 2.160.Google Scholar
  237. 450.
    Vgl. Kieso/Weygandt (Accounting, 1998), S. 39. So auch Munter (Form over Substance, 1990), S. 54 sowie Schuetze (Liability, 1993), S. 89.Google Scholar
  238. 451.
    Vgl. Munter (Form over Substance, 1990), S. 54.Google Scholar
  239. 452.
    Vgl. Baetge/Roß (Fair presentation, 2000), S. 34; Goebel (Konzernrechnungslegung, 1995), S. 2490; Vigelius (Vergleich, 1998), S. 9 f.Google Scholar
  240. 453.
    Vgl. PWC Deutsche Revision (IAS für Banken, 1999), S. 66.Google Scholar
  241. 454.
    Vgl.IASC-Framework Abs.24 und 46.Google Scholar
  242. 455.
    Vgl. KPMG (IAS, 1999), S. 25; Vigelius (Vergleich, 1998), S. 73.Google Scholar
  243. 456.
    IASC-Framework Abs. 46.Google Scholar
  244. 457.
    Vgl. IASC-Framework Abs. 35.Google Scholar
  245. 458.
    Vgl. hierzu auch Kapitel 1, Gliederungspunkt 2.2.Google Scholar
  246. 459.
    Vgl. SFAC 1.34 sowie IASC-Framework Abs. 12–14. Im Rahmen der US-GAAP wird die Ermittlung einer Steuerbemessungsgrundlage weder als Sinn und Zweck der Bilanzierung angesehen, noch gibt es ein dem deutschen vergleichbares Maßgeblichkeitsprinzip. Vgl. Achleitne/Behr (International, 1998), S. 11Google Scholar
  247. 459a.
    Eisolt (Konzernrechnungslegung, 1992), S. 85–88Google Scholar
  248. 459b.
    Kahle (Konsequenzen, 1997), S. 324–327Google Scholar
  249. 459c.
    Schildbach (US-GAAP, 1999), S. 360Google Scholar
  250. 459d.
    Selchert/Erhardt (Internationale Rechnungslegung, 1999), S. 15.Google Scholar
  251. Anzumerken ist jedoch, daß in den USA die Vorschriften zur Einkommensteuerberechnung (Internal Revenue Code) mit den Vorschriften der Gewinnermittlung (US-GAAP) teilweise deckungsgleich sind. Hier liegt eine verdeckte Maßgeblichkeit vor. Vgl. Böcking/Benecke (Segmentberichterstattung, 1998), S. 93Google Scholar
  252. 459e.
    Schreiber (Maßgeblichkeitsprinzip, 1997), S. 496.Google Scholar
  253. 459f.
    Im Rahmen der LAS kann deshalb nicht von einer Maßgeblichkeit des IAS-Abschlusses für nationale steuerliche Belange gesprochen werden, da bisher dessen Anerkennung durch den nationalen Fiskus fehlt. Vgl. Selchert/Erhardt (Internationale Rechnungslegung, 1999), S. 13.Google Scholar
  254. 460.
    Zu den US-amerikanischen Unternehmen vgl. Heintges (Bilanzpolitik, 1997), S. 106–108.Google Scholar
  255. Ebenso streben die nach LAS bilanzierenden Unternehmen (langfristig) die Inanspruchnahme des internationalen Kapitalmarkts an. Vgl. Breker/Naumann/Tielmann (Wirtschaftsprüfer, 1999), S. 187.Google Scholar
  256. 461.
    Vgl. Deutsches Aktieninstitut (DAI-Factbook, 1998), Abbildung 08.7 USA f. Für den Einzugsbereich der IAS-Regelungen fehlt eine derartige Aufgliederung des Kapitalmarkts, da „der internationale“Kapitalmarkt im Sinne eines Konglomerats aller LAS anwendenden Staaten nicht existiert.Google Scholar
  257. 462.
    Vgl. FASB (Objectives, 1977), S. 2 sowie IASC-Framework Abs. 9f und g.Google Scholar
  258. 463.
    Vgl. FASB (Objectives, 1977), S. 3.Google Scholar
  259. 464.
    Vgl. FASB (Objectives, 1977), S. 4Google Scholar
  260. 464a.
    sowie Baker/Haslem (Information, 1973), S. 64.Google Scholar
  261. 465.
    Vgl. SFAC 1.32 sowie IASC-Framework Abs. 9 und 10.Google Scholar
  262. 466.
    Vgl. SFAC 1.34–1.49; IASC-Framework Abs. 15–18.Google Scholar
  263. 467.
    Vgl. SFAC 2, Summary; IASC-Framework Abs. 24–42.Google Scholar
  264. 468.
    Vgl. Hüttche (Aufbruchstimmung, 1996), S. 1024Google Scholar
  265. 468a.
    Pellens (Internationale Rechnungslegung, 1999), S. 136 f.Google Scholar
  266. 468b.
    Thies (Rückstellungen, 1996), S. 33 f.Google Scholar
  267. 469.
    Vgl. SFAC 2.91–2.97; IASC-Framework Abs. 37. Vgl. ebenso Jones (German Accounting, 1999), S. 64 f.; Kübier (Stille Reserven), S. 552Google Scholar
  268. 469a.
    Maltby (Prudence, 2000), S. 67 f.Google Scholar
  269. 469b.
    Streim (Informationen, 2000), S. 114Google Scholar
  270. 469c.
    Vorwold (Gewinn-Management, 1999), S. 2323. Beispiele finden sich in Schildbach (US-GAAP, 1999), S. 362 f. So dürfen nach US-GAAP Gewinne bei Grundstücksverkäufen auf Basis von Ratenzahlungen gemäß SFAS 66.47 erst proportional zum Eingang der Zahlungen angesetzt werden. Des weiteren gilt nach US-GAAP, daß Sachanlagen und Vorräte (nonfinancial assets) weiterhin mit den fortgeführten historischen Anschaffungskosten bewertet werden, so daß es hier zur Bildung stiller Reserven kommt. Gleiches gilt für den Ansatz selbsterstellter immaterieller Vermögensgegenstände des Anlagevermögens: Zwar besteht hier ein Ansatzwahlrecht, in der Praxis wird jedoch überwiegend von einem Ansatz abgesehen.Google Scholar
  271. 470.
    Die Regelung orientiert sich im Gegensatz zum traditionellen System, das an das Grundkapital in Form von Nennwertaktien anknüpft, am modernen nennwert- und grundkapitallosen System. Vgl. Kübier (Stille Reserven, 1995), S. 556Google Scholar
  272. 470a.
    Merkt (US-amerikanisches Gesellschaftsrecht, 1991), S. 278.Google Scholar
  273. 471.
    Anzumerken ist, daß in Kalifornien eine Modifikation des RMBCA vorgenommen wurde, indem es in § 114 seines Corporation Code eine Rechnungslegung nach US-GAAP vorschreibt, der gleichzeitig die Funktion einer Ausschüttungsrestriktion gleichkommt. Ausschüttungen dürfen gemäß § 500 des California General Corporation Law nur vorgenommen werden, wenn diese aus noch nicht ausgeschütteten Gewinnen bestehen oder alternativ, wenn das Vermögen nach Ausschüttung noch 125% der Schulden deckt. Allerdings sind gemäß § 1501 des Corporation Code Gesellschaften mit weniger als 100 Aktionären von dieser Regelung ausgenommen. Vgl. Merkt (US-amerikanisches Gesellschaftsrecht, 1991), S. 280Google Scholar
  274. 471a.
    Schildbach (Harmonisierung, 1998), S. 9–11Google Scholar
  275. 471b.
    ders. (US-GAAP, 1999), S. 360.Google Scholar
  276. 471c.
    § 500 des Corporation Law ist abgedruckt in: Kübier (Aktie, 1989), S. 73 f.Google Scholar
  277. 472.
    Vgl. ausführlich Alberth (Covenants, 1997), S. 744–747Google Scholar
  278. 472a.
    Benecke (Management Approach, 2000), S. 34 f.Google Scholar
  279. 472b.
    Kübier (Aktie, 1989), S. 31–33Google Scholar
  280. 472c.
    ders. (Vorsichtsprinzip, 1995), S. 369 f.Google Scholar
  281. 472d.
    Schildbach (US-GAAP, 1999), S. 360.Google Scholar
  282. 472e.
    Im Gegensatz zu Deutschland werden „die Gläubiger […] nicht als Objekt paternalistischer Fürsorge, sondern als zu rationaler Entscheidung befähigte Akteure behandelt, die nicht so sehr an den verborgenen Finanzpolstern abgelagerter Erträge, sondern wie die Eigenkapitalgeber primär an möglichst präziser Information über den finanziellen Zustand des Unternehmens interessiert sind“. Kübier (Vorsichtsprinzip, 1995), S. 365Google Scholar
  283. 472f.
    und ders. (Stille Reserven, 1995), S. 555 und 561.Google Scholar
  284. 472g.
    Kübler nennt den Vorrang des Informationsbedürfhisses auch „informational perspective“. Kübier (Stille Reserven, 1995), S. 555.Google Scholar
  285. 473.
    Vgl. Leftwich (Lending Agreements, 1983), insbesondere S. 23–25.Google Scholar
  286. 474.
    Vgl. Schildbach (US-GAAP, 1999), S. 360Google Scholar
  287. 474a.
    Streim (Informationen, 2000), S. 114Google Scholar
  288. 474b.
    Weber-Grellet (Maßgeblichkeitsgrundsatz, 1999), S. 2663Google Scholar
  289. 474c.
    Wüstemann (US-GAAP, 1996), S. 424.Google Scholar
  290. 475.
    Vgl. Breker/Naumann/Tielmann (Wirtschaftsprüfer, 1999), S. 143 f.Google Scholar
  291. 476.
    So auch die Meinung von Longstreth (Capital Markets, 1994), S. 92, nach dem „German accounting principles and its system of accounting are coherent, rigorous, applied with consistency and create transparency. They produce different results from U.S. GAAP. Those results differ mainly due to a greater conservatism. But, and this is one key point is that the German accounting profession, in performing its auditing and certification functions, is fully as demanding, diligent and suspicious as are its counterparts in the U.S.“Gleicher Ansicht ist Streim (Informationen, 2000), S. 125.Google Scholar
  292. 477.
    Vgl. Harris/Lang/Möller (Relevanz, 1995), S. 1025 f.Google Scholar
  293. 477a.
    Vgl. dazu auch Adelt (Internationalisierung, 1999), S. 420 f.Google Scholar
  294. 477b.
    Benecke (Management Approach, 2000), S. 17Google Scholar
  295. 477c.
    Schildbach (Rechnungslegungsideale, 1995), S. 2642.Google Scholar
  296. 477d.
    Kritisch zu derartigen Studien Göbel (Internationalisierung, 1999), S. 295.Google Scholar
  297. 478.
    Vgl. Chan/Seow (GAAP, 1996), S. 141, 150 f. und 156.Google Scholar
  298. 479.
    Vgl. Adelt (Internationalisierung, 1999), S. 422Google Scholar
  299. 479a.
    sowie Auer (Risikoparameter, 1998), S. 151.Google Scholar
  300. 480.
    Küting/Hayn (Aussagewert, 1996), S. 70.Google Scholar
  301. 481.
    Vgl. Lenz (Mobilien-Leasingverträge, 1997), S. 52 f.Google Scholar
  302. 482.
    Schuetze (Liability, 1993), S. 89.Google Scholar
  303. 483.
    Schuetze (Liability, 1993), S. 90.Google Scholar
  304. 484.
    So auch Lew/Kiringoda (Leasing, 1991), S. 29 in bezug auf die Leasingbilanzierung nach US-GAAP sowie Millanta/Knapp (ED 60, 1995), S. 33 in der australischen Rechnungslegung. Zu den Zusammenhängen zwischen der australischen und anglo-amerikanischen Rechnungslegung siehe S. 85 Fn. 445.Google Scholar
  305. 485.
    Vgl. Munter (Form over Substance, 1990), S. 54.Google Scholar
  306. 486.
    Vgl. Hopwood (Substance over Form, 1990), S. 81.Google Scholar
  307. 487.
    Vgl. IAS 1.15 (revised 1997). Nach US-GAAP kann sogar von den offiziellen Verlautbarungen abgewichen werden, wenn das wirtschaftliche Geschehen der Unternehmung trotz Einhaltung sämtlicher Rechnungslegungsstandards verzerrt dargestellt wird. Vgl. Pellens (Internationale Rechnungslegung, 1999), S. 158 f. So auch Benecke (Management Approach, 2000), S. 29.Google Scholar
  308. 489.
    Vgl. Cooter/Ulen (Law and Economics, 1988); Goetz (Law and Economics, 1984); Hirsch (Law and Economies, 1979); Stephen (Economies of Law, 1988); Polinsky (Law and Economics, 1989). In den USA lassen sich drei Schulen der ökonomischen Analyse des Rechts unterscheiden, und zwar die besonders effizienzorientierte Chicagoer Schule mit Posner, die Ostküstenschule mit Calabresi und die Los-Angeles-Schule mit Alchian und Demsetz. Vgl. dazu Weigel (Ökonomische Analyse, 1992), S. 211. Zu den einzelnen Schulen vgl. Posner (Economic Analysis, 1977). Zur Ostküstenschule vgl. Calabresi (Risk, 1961), S. 500–553.Google Scholar
  309. 490.
    Zur Kritik vgl. Fezer (Property Rights, 1986), S. 817–824; ders. (Ökonomische Analyse, 1988), S. 223–228; Gotthold (Eigentum, 1980), S. 545–562. Positiv stehen der Theorie gegenüber Behrens (Politische Ökonomie, 1986), S. V f. (Vorwort) und 335–337; Lehmann (Analyse, 1983), S. 27–30; Schäfer/Ott (Ökonomische Analyse, 1995), S. 1.Google Scholar
  310. 491.
    Innerhalb der modernen Institutionenökonomik werden schwerpunktmäßig die folgenden Lehren unterschieden: 1) Neue politische Ökonomik (Public Choice), die sich mit der ökonomischen Analyse von politikwissenschaftlichen Fragen wie der Staatstheorie befaßt, 2) Neue Institutionenökonomik (New Institutional Economics), die wirtschaftliche Institutionen wie die Unternehmung analysiert, 3) Ökonomische Analyse des Rechts, die hier näher behandelt wird und 4) Neue österreichische Schule (Neo-Austrian School), die sich mit der Entwicklung von Institutionen beschäftigt. Vgl. Richter (Institutionen, 1994), S. 3. Zur Neuen Institionenökonomik vgl. insbesondere Richter/Furubotn (Institutionenökonomik, 1996), S. 2–9.Google Scholar
  311. 492.
    Vgl. Kohl (Ökonomische Analyse, 1993), S. 30; Schäfer/Ott (Ökonomische Analyse, 1995), S. 10.Google Scholar
  312. 493.
    Vgl. Geigant/Haslinger/Sobotka/Westphal (Volkswirtschaft, 1994), S. 665.Google Scholar
  313. 494.
    Vgl. Schäfer/Ott (Ökonomische Analyse, 1995), S. 13–19.Google Scholar
  314. 495.
    Vgl. Behrens (Grundlagen, 1988), S. 213.Google Scholar
  315. 496.
    Vgl. Salje (Ökonomische Analyse, 1984), S. 277 sowie Schäfer/Ott (Ökonomische Analyse, 1995), S. 10.Google Scholar
  316. 497.
    Vgl. Behrens (Grundlagen, 1988), S. 213. Bydlinski spricht in diesem Zusammenhang von der Zweckmäßigkeit der Rechtsnormen. Vgl. Bydlinski (Methodenlehre, 1991), S. 330 f. Zur Beurteilung, ob eine rechtliche Entscheidung effizient bzw. wohlfahrtssteigernd ist, werden überwiegend das Pareto-Kriterium und das Kaldor-Hicks-Kriterium herangezogen. Vgl. Schäfer/Ott (Ökonomische Analyse, 1995), S. 21–48. Das Pareto-Kriterium zielt auf einen pareto-effizienten Zustand ab, in dem die Besserstellung eines Individuums nur noch durch die Verschlechterung eines anderen erreicht werden kann. Ist dieses Stadium noch nicht erreicht, kann das Recht durch Umverteilung von Handlungsrechten den Gesamtnutzen weiterhin erhöhen. Das Kaldor-Hicks-Kriterium versucht die Schwachpunkte des Pareto-Kriteriums, daß die Entscheidung für einen sozialen Zustand stets emstimmig erfolgen muß, zu heilen. Danach kann der Übergang von einem Zustand der Gesellschaft zu einem anderen zu einer Verbesserung der Gesellschaft führen, auch wenn ein oder mehrere Gesellschaftsmitglieder in dem neuen Zustand schlechter gestellt sind und ihn deshalb ablehnen. Voraussetzung ist, daß die vom Zustandswechsel profitierende Gruppe diejenigen entschädigen kann, die sich nach dem Übergang schlechter stellen. Dabei ist eine Kompensation der „Verlierer“durch die „Gewinner“nicht zwingend; ausschlaggebend ist nur die Möglichkeit. Vgl. zu diesen und alternativen Beurteilungsmaßstäben Geigant/Haslinger/Sobotka/Westphal (Volkswirtschaft, 1994), S. 1046 f.Google Scholar
  317. 498.
    Vgl. Eidenmüller (Effizienz, 1995), S. 451. Eine Studie zum Handelsrecht findet sich bei Lehmann (Analyse, 1983), S. 257–264. Zu den außerhalb des Handelsbilanzrechts durchgeführten Untersuchungen vgl. stellvertretend Salje (Ökonomische Analyse, 1984), S. 290–312.Google Scholar
  318. 499.
    Nach Eidenmüller ist es u.a. das Handelsrecht, das ökonomisch geprägt ist. Vgl. Eidenmüller (Effizienz, 1995), S. 451. Vgl. auch Lehmann (Analyse, 1983), S. 248 und 261, der dem Handelsrecht eine Schrittmacherfunktion für das Bürgerliche Recht zuschreibt. Vgl. auch Bydlinski (Rechtsdenken, 1988), S. 466.Google Scholar
  319. 500.
    Groh (Betätigung, 1989), S. 230.Google Scholar
  320. 501.
    Schneider (Gewinnermittlung, 1983), S. 1063. Schneider grenzt sich jedoch von der „Chicagoer ökonomischen Analyse des Rechts“ (siehe auch S. 93 Fn. 489) insoweit ab, als er neben Effizienzgesichtspunkten auch Gerechtigkeitskriterien in die Analyse einbezieht, so daß er den Begriff „ökonomische Analyse der Rechtspolitik unter dem Werturteil einer Wettbewerbsordnung“ kreiert. Schneider (Betriebswirtschaftslehre, 1997), S. 238 f. Hier wird der Versuch unternommen, sich von der primären Betrachtung des Effizienzziels zu lösen und „[ü]ber Regeln zur Verbesserung der Allokation durch Marktprozesse und Marktzufuhrhandlungen […] hinaus […] in einer Wettbewerbsordnung Regeln gerechten Verhaltens zu beachten“. Ders. (Betriebswirtschaftslehre, 1997), S. 239. Schneider grenzt sich jedoch nur gegenüber dem ursprünglichen Ansatz der Chicagoer Schule ab, da dieser mittlerweile erweitert wurde und neben der Effizienz auch Gerechtigkeitskriterien als eigenständige Zielsetzung ansieht. Vgl. explizit in Posner (Economic Analysis, 1992), S. 27 sowie 455–477. Die Kritik an der einseitigen Ausrichtung findet sich auch im deutschen Schrifttum. Vgl. z.B. Adams (Ökonomische Analyse, 1980), S. 3–5; Schäfer/Ott (Ökonomische Analyse, 1995), S. 5–9.Google Scholar
  321. 502.
    Schneider (Betriebswirtschaftslehre, 1997), S. 110 (beide Zitate). Siehe dazu auch ders. (Eigenkapitallücke, 1986), S. 2297 f.Google Scholar
  322. 503.
    Schneider (Bilanzauffassung, 1982), S. 193.Google Scholar
  323. 504.
    So auch Deckert (Effizienz, 1995), S. 117, daß „der Rechtsanwender in subjektiv- oder objektiv-teleologischer Auslegung das ausdrückliche oder erkennbare Gesetzesziel zu verwirklichen [hat]“.Google Scholar
  324. 505.
    Siehe zum Sinn und Zweck der handelsrechtlichen Bilanzierung Gliederungspunkt 3.1.2 dieses Kapitels.Google Scholar
  325. 506.
    Schneider (Bilanzauffassung, 1982), S. 192. Siehe auch ders. (Wirtschaftliche Betrachtungsweise, 1980), S. 1232 sowie ders. (Gesetzesanwendung, 1982), S. 97.Google Scholar
  326. 507.
    Vgl. Schneider (Wirtschaftliche Betrachtungsweise, 1980), S. 1232.Google Scholar
  327. 508.
    Vorgaben über die Art der Rechnungslegung kann auch die Satzung des Unternehmens enthalten. Vgl. Busse von Colbe (Betriebswirtschaftliche Sicht, 1987), S. 193.Google Scholar
  328. 509.
    Moxter (Wirtschaftliche Betrachtungsweise, 1989), S. 233.Google Scholar
  329. 510.
    So auch Kohl (Ökonomische Analyse, 1993), S. 30 f., daß das geltende Recht nicht von Aussagen der ökonomischen Analyse des Rechts berührt wird, wenn diese Aussagen mit dem geltenden Recht nicht übereinstimmen. Gleicher Ansicht ist Möller (Wirtschaftliche Betrachtungsweise, 1997), S. 25, daß die wirtschaftliche Betrachtungsweise nicht mit einer wirtschaftswissenschaftlichen Vorgehensweise zu verwechseln ist.Google Scholar
  330. 511.
    Vgl. Schneider (Marktwirtschaftlicher Wille, 1989), S. 41: ders. (Betriebswirtschaftslehre, 1997), S. 285.Google Scholar
  331. 512.
    Kohl (Ökonomische Analyse, 1993), S. 31.Google Scholar
  332. 513.
    Vgl. Kohl (Ökonomische Analyse, 1993), S. 45. Insbesondere ist in diesem Zusammenhang Artikel 20 Abs. 3 Grundgesetz zu beachten, der die Rechtsprechung an Gesetz und Recht bindet. Vgl. Wälde (Policy Analysis, 1979), S. 96. Das bedeutet, daß jede richterliche Entscheidung auf Normen beruht, die gesetzlich oder richterlich kodifiziert sein müssen; eine Rechtsanwendung, die sich auf andere Normen stützt, ist derzeit nicht möglich. Vgl. Weyreuther (Buchbesprechung, 1996), S. 524, der auf die zunehmende Bedeutung der Folgenbeachtung mit Höhe der entscheidenden Instanz verweist.Google Scholar
  333. 514.
    Vgl. mit Beispielen Kohl (Ökonomische Analyse, 1993), S. 45.Google Scholar
  334. 515.
    Vgl. Schäfer/Ott (Ökonomische Analyse, 1995), S. 6; Wagner (Theorie, 1993), S. 10. 5,6 Wagner (Theorie, 1993), S. 8.Google Scholar
  335. 517.
    Vgl. Coenenberg (Jahresabschluß, 1997), S. 739 f.; Samuelson (Subjectivity, 1999), S. 633. Dabei wird unterstellt, daß es sich nicht um einen streng informationseffizienten Kapitalmarkt handelt. In diesem Fall könnte der Jahresabschluß den Marktteilnehmern keine Informationen mehr vermitteln, die ihnen nicht schon bekannt wären und sich nicht schon im Kurs niedergeschlagen hätten. Ein streng informationseffizienter Kapitalmarkt impliziert, daß den Marktteilnehmern auch Insiderinformationen zugänglich sind, so daß die Daten der Unternehmensentwicklung bereits vor der Jahresabschlußveröffentlichung vorliegen. Vgl. Schildbach (Jahresabschluß, 1986), S. 11.Google Scholar
  336. 518.
    So auch Ballwieser/Kuhner (Stabilität, 1994), S. 82, nach denen Voraussetzung für die Allokationseffizienz die Informationseffizienz des Kapitalmarkts ist, die durch bilanzielle und nicht kommunizierte Gestaltungsspielräume beeinträchtigt ist. Siehe auch Kuhner (Bewertungskonzeptionen, 1994), S. 173; Wagner (Informationsrunktion, 1982), S. 749 f.Google Scholar
  337. 519.
    Kuhner spricht in diesem Zusammenhang von der „Absolutsetzung des Gläubigerschutzes“, Kuhner (Bewertungskonzeptionen, 1994), S. 57.Google Scholar
  338. 520.
    Schreiben des BMJ vom 27.11.1996, Entwurf eines Gesetzes zur Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit deutscher Konzerne an internationalen Kapitalmärkten und zur Erleichterung der Aufnahme von Gesellschafterdarlehen vom 27.11.1996, S. 12. Ebenso Bundesrats-Drucksache 967/96 vom 20.12.1996, S. 19. Auch das IDW ist der Meinung, daß die LAS und US-GAAP einem besseren Einblick in die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit der Unternehmen gewähren als die deutschen Bilanzierungsvorschriften. Vgl. IDW (Rechnungslegungsgremium, 1998), S. 52 f.Google Scholar
  339. 521.
    Pellens/Bonse/Gassen (Perspektiven, 1998), S. 786, sprechen in diesem Zusammenhang auch von einer Höherwertigkeit der IAS und US-GAAP.Google Scholar
  340. 522.
    Vgl. Macdonald (Substance, 1991), S. 841.Google Scholar
  341. 523.
    Vgl. Kübier (Stille Reserven, 1995), S. 562.Google Scholar
  342. 524.
    Vgl. Wagner (Theorie, 1993), S. 7 f.Google Scholar
  343. 525.
    Vgl. insbesondere Schildbach (Jahresabschluß, 1986), S. 50. Siehe auch Haller (Grundlagen, 1994), S. 261 (zu US-GAAP) sowie Achleitner/Kleekämper (IAS 1, 1997), S. 137 (zu IAS).Google Scholar
  344. 526.
    Vgl. Freedman/Power (Law and Accounting, 1991), S. 785. Der Grundsatz der substance over form kann als allgemeines Rechtsprinzip angesehen werden, d.h. das US-amerikanische Rechtssystem ist geprägt durch eine „substantive“ Sichtweise. Im Gegensatz zu einer formalen Sichtweise werden Konflikte dadurch gelöst, daß nicht strikt nach Rechtsregeln entschieden wird, sondern moralische, politische und andere „substantive“ Untersuchungen angestellt werden. Vgl. Atiyah/Summers (Form and Substance, 1987), S. 413. 527 Vgl. Haller (Grundlagen, 1994), S. 50.Google Scholar
  345. 528.
    Siehe S. 89 Fn. 469.Google Scholar

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© Betriebswirtschaftlicher Verlag Dr. Th. Gabler GmbH, Wiesbaden, und Deutscher Universitäts-Verlag GmbH, Wiesbaden 2000

Authors and Affiliations

  • Iris Oldenburger

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