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Problemstellung

  • Iris Oldenburger
Chapter
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Part of the Gabler Edition Wissenschaft book series (REU)

Zusammenfassung

Eine Analyse der deutschen Rechnungslegung in den letzten zwei Jahrzehnten läßt erkennen, daß verschiedene Entwicklungsstufen in nur kurzer Zeit aufeinander folgten. Mit der Einführung des Bilanzrichtlinien-Gesetzes vom 19.12.1985 wurde „eine Reform der Rechnungslegung von säkularer Bedeutung für das deutsche Handelsrecht vollzogen“1. Während bis zu diesem Zeitpunkt nur für Aktiengesellschaften ein gesichertes Fundament für die Aufstellung des Jahresabschlusses bestand, die lediglich mittelbar auch für andere Rechtsformen Bedeutung hatte,2 wurde mit dem Bilanzrichtlinien-Gesetz ein Drittes Buch in das HGB eingefügt, das erstmalig Rechnungslegungsvorschriften für alle Kaufleute vorgibt. Diese Vorschriften entsprechen größtenteils den bisher allgemein anerkannten ungeschriebenen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung und Bilanzierung.3 Mit der Einführung rechtsform- und größenunabhängiger Rechnungslegungsregeln wurde erkannt, daß nicht nur der über Börsen organisierte, sondern auch der nichtorganisierte Kapitalmarkt für Eigen- und Fremdkapital Regelungen für ein faires Verhalten der Marktteilnehmer benötigt. Es bedarf obligatorischer Rechnungslegungsvorschriften als Rahmenbedingungen eines leistungsfähigen Kapitalmarktes.4 Gleichzeitig wurde mit dem Bilanzrichtlinien-Gesetz eine Stärkung der Informationsfunktion des Jahresabschlusses vollzogen, demzufolge der Jahresabschluß wieder mehr der dynamischen Bilanzauffassung von Schmalenbach und zugleich dem anglo-amerikanischen matching principle entspricht.5

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Literatur

  1. 1.
    Busse von Colbe (Betriebswirtschaftliche Sicht, 1987), S. 191. Siehe hierzu auch Moxter (Anlegerschutz, 1985), S. 258, der von einer „Revisionsbedürftigkeit der [bisherigen] Rechnungslegungsrichtlinien“spricht.Google Scholar
  2. 2.
    Vgl. Busse von Colbe (Betriebswirtschaftliche Sicht, 1987), S. 191.Google Scholar
  3. 3.
    Vgl. Busse von Colbe (Betriebswirtschaftliche Sicht, 1987), S. 194.Google Scholar
  4. 4.
    Vgl. Busse von Colbe (Betriebswirtschaftliche Sicht, 1987), S. 192; Moxter (Anlegerschutz, 1985), S. 266.Google Scholar
  5. 5.
    Vgl. Busse von Colbe (Betriebswirtschaftliche Sicht, 1987), S. 194 f.; Schildbach (US-GAAP, 1999), S. 359.Google Scholar
  6. 6.
    Krumnow (Ausblick, 1994), S. 679–698 (Titel).Google Scholar
  7. 7.
    Krumnow (Konzerne, 1996), S. 18.Google Scholar
  8. 8.
    Die Grundgesamtheit setzte sich aus allen börsennotierten deutschen Aktiengesellschaften zusammen, die nicht Tochtergesellschaften anderer Konzerne waren und im Jahr 1993 einen Umsatz von mindestens 1 Mrd. DM aufwiesen. Banken und Versicherungen wurden von der Befragung ausgenommen. Vgl. Förschle/Glaum/Mandler (Umfrage, 1995), S. 393.Google Scholar
  9. 9.
    Vgl. Glaum (Harmonisierung, 1998), S. 337; Glaum/Mandler (Empirical Study, 1997), S. 464. Etwa die Hälfte der Führungskräfte vertrat die Meinung, daß zwischen den HGB- und US-GAAP-Jahresabschlüssen hinsichtlich der Investorinformation keine wesentlichen Unterschiede bestehen und beide Abschlüsse den gleichen Informationswert aufweisen. Vgl. Förschle/Glaum/Mandler (Umfrage, 1995), S. 400–403. 25% der befragten Unternehmensvertreter lehnten eine Änderung der deutschen Rechnungslegungsnormen völlig ab, 38% tendierten zu einem lediglich wahlweisen Jahresabschluß nach internationalen Standards, allerdings nur für den Konzernabschluß. Vgl. dies. (Umfrage, 1995), S. 407 f.Google Scholar
  10. 10.
    Förschle/Glaum/Mandler (Meinungswandel, 1998), S. 2288.Google Scholar
  11. 11.
    Vgl. Förschle/Glaum/Mandler (Meinungswandel, 1998), S. 2288. Siehe auch Leuz/Verrecchia (Disclosure, 1999), S. 5 sowie Pellens/Bonse/Gassen (Perspektiven, 1998), S. 785.Google Scholar
  12. 12.
    Vgl. hierzu die von Horváth und Arnaout 1996/1997 durchgeführte empirische Studie, Horváth/Arnaout (Einheit des Rechnungswesens, 1997), S. 259. Der kompromißlose Standpunkt der SEC wird auch in den USA kritisiert. Vgl. Longstreth (Capital Markets, 1994), S. 95. Zu weiteren von der SEC auferlegten Berichtspflichten siehe Beaujean (NYSE, 1998), S. 273–276.Google Scholar
  13. 13.
    Einzusehen im Internet unter http://www.sec.gov/news/intlacct.htm (Stand: 3.3.2000).Google Scholar
  14. 14.
    Die IOSCO (International Organisation of Securities Commissions) ist ein weltweiter Zusammenschluß der Börsenaufsichtsstellen.Google Scholar
  15. 15.
    Vgl. IOSCO (Annual Conference, 2000); dies. (IASC Standards, 2000). Vgl. auch o.V. (Aufsichtsbehörden, 2000), S. 31.Google Scholar
  16. 16.
    Mueller/Gernon/Meek (Accounting, 1991), S. 1.Google Scholar
  17. 17.
    Vgl. Krumnow (Ausblick, 1994), S. 683 f.Google Scholar
  18. 18.
    Zum SMAX siehe Deutsche Börse AG (SMAX, 1999).Google Scholar
  19. 19.
    Vgl. Deutsche Börse AG (SMAX, 1999), S. 7; dies. (SMAX-Teilnahmebedingungen, 2000), S. 7 Rdnr. 3.2.Google Scholar
  20. 20.
    D’Arcy/Leuz (Neuer Markt, 2000), S. 385.Google Scholar
  21. 21.
    Vgl. Deutsche Börse AG (Publizität, 2000); D’Arcy/Leuz (Neuer Markt, 2000), S. 385.Google Scholar
  22. 22.
    Als Option zum Vollabschluß wird auch eine Überleitungsrechnung der nationalen Vorschriften nach US-GAAP oder IAS zugelassen. Vgl. Förschle/Helmschrott (Neuer Markt, 1998), S. 27 und 32. Nach dem Regelwerk des Neuen Markts ist auch eine befristete Befreiung von internationalen Rechnungslegungsstandards möglich, die jedoch in letzter Zeit nicht mehr ausgesprochen wurde. Vgl. D’Arcy/Leuz (Neuer Markt, 2000), S. 386.Google Scholar
  23. 23.
    Vgl. D’Arcy/Leuz (Neuer Markt, 2000), S. 387.Google Scholar
  24. 24.
    Nach Aussage der Kommission haben die IAS „den eindeutigen Vorteil, daß sie mit einer internationalen Perspektive verfaßt sind, anstatt allein auf das US-amerikanische Umfeld zugeschnitten zu sein“, EG-Kommission (Rechnungslegungsstrategie, 2000), S. 7 Rdnr. 15.Google Scholar
  25. 25.
    Vgl. EG-Kommission (Rechnungslegungsstrategie, 2000), S. 7 Rdnr. 16.Google Scholar
  26. 26.
    Vgl. EG-Kommission (Rechnungslegungsstrategie, 2000), S. 7 Rdnr. 16.Google Scholar
  27. 27.
    Vgl. Küting/Hayn (Aussagewert, 1996), S. 49.Google Scholar
  28. 28.
    Bei den US-GAAP handelt es sich streng genommen nicht um internationale Rechnungslegungsnormen, sondern um reine nationale, US-amerikanische Normen. Vgl. PWC Deutsche Revision (IAS für Banken, 1999), S. 38. Dennoch werden US-GAAP in der Literatur und auch im folgenden unter dem Begriff „international“subsumiert.Google Scholar
  29. 29.
    Vgl. Förschle/Glaum/Mandler (Umfrage, 1995), S. 398; Leuz/Verrecchia (Disclosure, 1999), S. 5 f.; Schander/Lucas (Veränderungen, 1998), S. 76; Treptow (Steuerbilanz, 1999), S. 2.Google Scholar
  30. 30.
    Vgl. Beaujean (NYSE, 1998), S. 273; Pellens/Tomaszewski (Kapitalmarktreaktionen, 1999), S. 201.Google Scholar
  31. 31.
    Vgl. Roll/Kilka/ Schiereck (Zweitnotierungen, 1998), S. 771.Google Scholar
  32. 32.
    Wesentlicher finanzwirtschaftlicher Aspekt ist die Senkung der Eigenkapitalkosten. Vgl. Leuz/ Verrecchia (Disclosure, 1999), S. 8. Diese wird jedoch nur dann eintreten, wenn das Listing am ausländischen Börsenplatz höheren Publizitätsanforderungen unterliegt als an der Heimatbörse, also zusätzlich Informationen an die Marktteilnehmer weitergegeben werden. Vgl. Roll/Kilka/Schiereck (Zweitnotierungen, 1998), S. 771.Google Scholar
  33. 33.
    Unter personal- und absatzpolitischen Gesichtspunkten ist ein Listing an einer Auslandsbörse mit dem damit einhergehenden höheren Bekanntheitsgrad und der stärkeren Identifikation potentieller Arbeitnehmer bzw. Kunden mit dem Unternehmen zu erklären. Vgl. Roll/Kilka/Schiereck (Zweitnotierungen, 1998), S. 774 f.Google Scholar
  34. 34.
    Die Notierung an einer ausländischen Börse kann unter diesem Aspekt eine Entwicklungsstufe einer Internationalisierungsstrategie bilden oder eine Alternative zu einem Joint Venture mit einem einheimischen Unternehmen darstellen. Vgl. Roll/Kilka/Schiereck (Zweitnotierungen, 1998), S. 775 f.Google Scholar
  35. 35.
    Vgl. Auer (Transparenz, 1999), S. 374–378 sowie Krawitz/Albrecht/Büttgen (Internationalisierung, 2000), S. 544. Siehe darüber hinaus auch die Motive bei Rosen/Prechtel (US-Kapitalmarkt, 1996), S. 388 f.Google Scholar
  36. 36.
    Die Kapitalmarktorientierung zeigt sich insbesondere in den USA, da der Umfang der Rechnungslegungspflichten und der gesamten Unternehmenspublizität von der Inanspruchnahme der öffentlichen Kapitalmärkte abhängt. Unternehmen, die keinen Zugang zu öffentlichen Kapitalmärkten besitzen, haben lediglich auf Einzelstaatenebene regulierte Rechnungslegungsnormen anzuwenden.Google Scholar
  37. 37.
    Vgl. Achleitner (Standard Setting, 1996), S. 267 f.; Nahlik (Konzernbilanzierung, 1996), S. 484 f.; Strobl (IASC-Rechnungslegung, 1996), S. 389 f. Insbesondere dem US-GAAP-Abschluß wird aufgrund der strengen Anlegerschutzbestimmungen der SEC ein Höchstmaß an Aktionärsschutz zugeschrieben. Vgl. Pellens/Tomaszewski (Kapitalmarktreaktionen, 1999), S. 201. In diesem Zusammenhang haben Leuz/Verrecchia (Disclosure, 1999), S. 23, den empirischen Beweis erbracht, daß der Informationsgehalt von IAS- und US-GAAP-Abschlüssen als gleichwertig beurteilt wird. Kritisch zur Vorteilhaftigkeit der anglo-amerikanischen Vorschriften ist Streim (Informationen, 2000), S. 125.Google Scholar
  38. 38.
    Vgl. Ammon/Mandt (Finanzinstrumente, 1998), S. 170 f.; Küting (Perspektiven, 2000), S. 453; ders. (Rechnungslegung, 2000), S. 39. Die vorsichtige Gewinnermittlung im Sinne des Gläubigerschutzes resultiert aus den (gewachsenen) sozialen, politischen, kulturellen sowie wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, wie z.B. aus dem vom US-amerikanischen abweichenden deutschen Finanzierungssystem: der (Haus-)Bankenfinanzierung. Vgl. Krumnow (Ausblick, 1994), S. 684; Küting (Europäisches Bilanzrecht, 1993), S. 37; Weber-Grellet (Steuerbilanz, 1999), S. 7. Dabei ist anzumerken, daß diese Einflußfaktoren derzeit einem Wandel unterliegen, insbesondere im Hinblick auf die bestehenden Kapitalmarktstrukturen. Vgl. Achleitner (Standard Setting, 1996), S. 267.Google Scholar
  39. 39.
    Vgl. Schander/Lucas (Veränderungen, 1998), S. 79.Google Scholar
  40. 40.
    Vgl. Müller (Shareholder Value, 1998), S. 124–126.Google Scholar
  41. 41.
    Zur zunehmenden Berücksichtigung des Shareholder-Value-Konzepts in der Rechnungslegung siehe Busse von Colbe (Unternehmensführung, 1996), S. 16–19; Küting (Perspektiven, 2000), S. 451 f.Google Scholar
  42. 42.
    Vgl. Jacobs/Schmidt (IAS, 1999), S. 380; Mednick (Information Age, 1999), S. 47 f.Google Scholar
  43. 43.
    Die Reintegration von internem und externem Rechnungswesen wird in jüngerer Zeit sowohl in der Theorie als auch in der Praxis zunehmend unterstützt. Vgl. Benecke (Management Approach, 2000), S. 53 f.; Busse von Colbe (Unternehmensfuhrung, 1996), S. 17 f.; Esser (Unternehmensfuhrung, 2000), S. 176; Krawitz/Albrecht/Büttgen (Internationalisierung, 2000), S. 545; Küpper (Unternehmensplanung, 1995), S.46 f.; Neubürger (Unternehmensfuhrung, 2000), S. 188; Pfaff (Kosteninformationen, 1995), S. 124 f.; Schweitzer/Ziolkowski (Unternehmensrechnung, 1999), S. 71; Ziegler (Neuorientierung, 1994), S. 177. Coenenberg (Rechnungswesen, 1996), S. 155 f., steht einer Angleichung von interner und externer Rechnungslegung aufgrund einer Reihe von Abweichungen zwischen beiden Rechnungslegungssystemen eher skeptisch gegenüber.Google Scholar
  44. 44.
    Vgl. Janssen/Scheren (Führungskennziffern, 1999), S. 627; Pabst (Konzernberichtswesen, 1997), S. 243.Google Scholar
  45. 45.
    Vgl. Küting (Perspektiven, 2000), S. 455.Google Scholar
  46. 46.
    Vgl. Horváth/Arnaout (Einheit des Rechnungswesens, 1997), S. 261–265; Janssen/Scheren (Führungskennziffern, 1999), S. 626.Google Scholar
  47. 47.
    Vgl. Küting (Perspektiven, 2000), S. 451; ders. (Rechnungslegung, 2000), S. 40; Ziegler (Neuorientierung, 1994), S. 177.Google Scholar
  48. 48.
    Gesetz zur Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit deutscher Konzerne an Kapitalmärkten und zur Erleichterung der Aufnahme von Gesellschafterdarlehen, vgl. BGBl. 1998 I Nr. 22 vom 23.4.1998, S. 707–709.Google Scholar
  49. 49.
    Gesetz zur Durchführung der Richtlinie des Rates der Europäischen Union zur Änderung der Bilanz- und der Konzernbilanzrichtlinie hinsichtlich ihres Anwendungsbereichs (90/605/EWG), zur Verbesserung der Offenlegung von Jahresabschlüssen und zur Änderung anderer handelsrechtlicher Bestimmungen, vgl. BGBl. 20001 Nr. 8 vom 8.3.2000, S. 154–162.Google Scholar
  50. 50.
    Vgl. Krawitz/Albrecht/Büttgen (Internationalisierung, 2000), S. 541.Google Scholar
  51. 51.
    Zur Definition des organisierten Markts nach § 2 Abs. 5 WpHG siehe Zwirner (Ausweitung, 1999), S. 882 f.Google Scholar
  52. 52.
    Zur Definition der Wertpapiere nach § 2 Abs. 1 WpHG siehe Zwirner (Ausweitung, 1999), S. 881 f.Google Scholar
  53. 53.
    Zur Problematik der Aufstellung eines Konzernlageberichts nach US-GAAP oder IAS siehe Küting/Hütten (Konzernlagebericht, 1999), S. 17–19.Google Scholar
  54. 54.
    Die Anwendung anderer nationaler Rechnungslegungsvorschriften ist aufgrund ihrer fehlenden internationalen Anerkennung zu verneinen. Vgl. Mujkanovic (Konzernabschlüsse, 1999), S. 1000.Google Scholar
  55. 55.
    Durch das KapCoRiLiG hat der Gesetzgeber die Befreiungsmöglichkeit einem größeren Kreis der am Kapitalmarkt auftretenden Unternehmen eröffnet, da das KapAEG die Notierung an einer in- oder ausländischen Börse als Anwendungsvoraussetzung vorsah. Nach § 3 Abs. 2 AktG gelten solche Unternehmen als börsennotiert, „deren Aktien zu einem Markt zugelassen sind, der von staatlich anerkannten Stellen geregelt und überwacht wird, regelmäßig stattfindet und für das Publikum mittelbar oder unmittelbar zugänglich ist“. Vgl. auch die Beschlußempfehlung und den Bericht des Rechtsausschusses zum KapAEG, Bundestags-Drucksache 13/9909 vom 12.2.1998, S. 16. Der Markt setzt sich demgemäß aus dem amtlichen Handel, dem geregelten Markt und dem Neuen Markt zusammen. Vgl. Küting/Hütten (Konzernlagebericht, 1999), S. 13 f.Google Scholar
  56. 56.
    Zur Auslegung des Begriffs „internationale Grundsätze“ vgl. Pellens/Bonse/Gassen (Perspektiven, 1998), S. 786 f. Inwieweit neben den US-GAAP und IAS auch andere nationale Rechnungslegungssysteme eine befreiende Wirkung haben, kann nur eine im Rahmen von § 292a Abs. 3 HGB zu erlassende Rechtsverordnung oder das DRSC klären bzw. die Einschätzung liegt im Ermessen der Wirtschaftsprüfer.Google Scholar
  57. 57.
    Vgl. Küting (Rechnungslegung, 2000), S. 41; Zwirner (Ausweitung, 1999), S. 881.Google Scholar
  58. 58.
    Vgl. Beschlußempfehlung und Bericht des Rechtsausschusses zum Entwurf eines KapAEG, Bundestags-Drucksache 13/9909 vom 12.2.1998, S. 10 sowie Wagener (Umbruch, 1998), S. 162, der primär die Kreditwirtschaft anspricht. Die angestrebte Flexibilität hätte noch erweitert werden können, wenn alle deutschen Mutterunternehmen die Befreiungsmöglichkeit des § 292a HGB in Anspruch nehmen könnten. Vgl. hierzu Pellens/Bonse/Gassen (Perspektiven, 1998), S. 786.Google Scholar
  59. 59.
    Vgl. BGBl. 1998 I Nr. 24 vom 30.4.1998, S. 786–794.Google Scholar
  60. 60.
    Vgl. Böcking (Kapitalmarkt, 1998), S. 44–52. Daran anknüpfend Küting (Perspektiven, 2000), S. 452; ders. (Rechnungslegung, 2000), S. 39; Menn (Auswirkungen, 1999), 632–634. Die Notwendigkeit der Darstellung einer unverzerrten Vermögens-, Finanz- und Ertragslage resultiert bereits aus § 264 Abs. 2 HGB. Vgl. Siegel/Bareis/Rückle/Schneider/Sigloch/Streim/Wagner (Stille Reserven, 1999), S. 2078.Google Scholar
  61. 61.
    Dabei können sowohl die anglo-amerikanischen Regelungen als auch die vom DRSC entworfenen Standards zur Kapitalflußrechnung (DRS 2) und Segmentberichterstattung (DRS 3) angewandt werden. Zum Entwurf des DRS 3 vgl. Böcking/Benecke (E-DRS 3, 1999), S. 841–845.Google Scholar
  62. 62.
    Zu den US-GAAP- und IAS-Vorschriften zur Segmentberichterstattung siehe Böcking/Benecke (Segmentberichterstattung, 1998), S. 99–104.Google Scholar
  63. 63.
    In der Praxis wird der Kapitalflußrechnung ganz besondere Bedeutung beigemessen, wie eine empirische Studie von Horváth und Arnaout zeigt. Vgl. Horváth/Arnaout (Einheit des Rechnungswesens, 1997), S. 260. Demgegenüber können die im Jahresabschluß enthaltenen Informationen allenfalls zur Analyse der Vermögens- (Bilanz) oder Ertragslage (GuV) herangezogen werden, eignen sich aber nicht oder nur mittelbar zur Analyse der finanziellen Entwicklung des Unternehmens. Vgl. Moxter (Anlegerschutz, 1985), S. 267.Google Scholar
  64. 64.
    Vgl. Küting (Rechnungslegung, 2000), S. 41; Pellens/Bonse/Gassen (Perspektiven, 1998), S. 788.Google Scholar
  65. 65.
    Pellens/Bonse/Gassen (Perspektiven, 1998), S. 785. So auch Küting (Perspektiven, 2000), S. 452.Google Scholar
  66. 66.
    Vgl. Küting (Rechnungslegung, 2000), S. 42.Google Scholar
  67. 67.
    Vgl. Budde/Steuber (Rückwirkung, 2000), S. 977; Streim (Informationen, 2000), S. 111. Zu den Auswirkungen auf das Maßgeblichkeitsprinzip vgl. Küting (Rechnungslegung, 2000), S. 42; Weber-Grellet (Maßgeblichkeitsgrundsatz, 1999), S. 2663.Google Scholar
  68. 68.
    Vgl. Kübier (Stille Reserven, 1995), S. 557.Google Scholar
  69. 69.
    In der Literatur finden sich auch die Begriffe „tatsächliche Betrachtungsweise“ und „faktische Betrachtungsweise“. Vgl. Möller (Wirtschaftliche Betrachtungsweise, 1997), S. 20. Zur Entstehung des Begriffs der wirtschaftlichen Betrachtungsweise siehe ders. (Wirtschaftliche Betrachtungsweise, 1997), S. 63–68.Google Scholar
  70. 70.
    Möller (Wirtschaftliche Betrachtungsweise, 1997), S. 63. So auch Munter (Form over Substance, 1990), S. 54. Anderer Auffassung ist Fleischer, nach dem „[e]in allgemeingültiger Rechtssatz des „substance over form“ [...] dem Privatrecht fremd“ ist. Fleischer (Finanzplankredite, 1995), S. 86.Google Scholar
  71. 71.
    Vgl. Böcking (Wirtschaftliche Betrachtungsweise, 1997), S. 101 f.Google Scholar
  72. 72.
    Böcking (Wirtschaftliche Betrachtungsweise, 1997), S. 85 f.Google Scholar
  73. 73.
    Vgl. Böcking (Kapitalmarkt, 1998), S. 43.Google Scholar
  74. 74.
    Vgl. Böcking (Wirtschaftliche Betrachtungsweise, 1997), S. 89.Google Scholar
  75. 75.
    Ballwieser (Laudatio, 1989), S. 8.Google Scholar
  76. 76.
    Vgl. Böcking (Kapitalmarkt, 1998), S. 53.Google Scholar
  77. 77.
    Zur Bilanzierung von Entsorgungsverpflichtungen nach HGB und US-GAAP siehe ebenso Roese (Verbindlichkeiten, 1999), S. 217–233.Google Scholar
  78. 78.
    Die Begriffe Pensionsgeschäfte, repurchase agreements und Repo-Geschäfte werden im folgenden synonym verwendet. So auch bei Acker (Wertpapierleihe, 1995), S. 20. Es ist allerdings darauf hinzuweisen, daß sich in Teilen der Literatur auch eine Gleichsetzung des Begriffs repurchase agreement bzw. Repo-Geschäft mit einem echten Pensionsgeschäft als Teil der gesamten Pensionsgeschäfte findet. Vgl. Oho/Hülst (Wertpapierleihe, 1992), S. 2583.Google Scholar
  79. 79.
    Zur weitgehenden Übereinstimmung der bilanziellen Abbildung der Langfristfertigung nach HGB und IAS siehe auch Backhaus (Anlagengeschäft, 1996), S. 45.Google Scholar
  80. 80.
    Vgl. Miller (Repo Market, 1997), S. 13; Stigum (Repo Markets, 1989), S. 81. Kritisch zur genauen Datierung des Beginns von Pensionsgeschäften ist Lumpkin (Repurchase Agreements, 1987), S. 19.Google Scholar
  81. 81.
    Vgl. Stigum (Repo Markets, 1989), S. 107.Google Scholar
  82. 82.
    Vgl. Gesell (Wertpapierleihe, 1995), S. 141 f. Das im Jahr 1981 zu verzeichnende Volumen von etwa 100 Milliarden US-Dollar (gemessen am Volumen der täglich ausstehenden Geschäfte) stieg 1987 auf ein sechsfaches. Vgl. Stigum (Repo Markets, 1989), S. 8.Google Scholar
  83. 83.
    Vgl. Gesell (Wertpapierleihe, 1995), S. 135; Miller (Repo Market, 1997), S. 13.Google Scholar
  84. 84.
    Vgl. Lumpkin (Repurchase Agreements, 1987), S. 15. Der Markt für Pensionsgeschäfte hat sich von 1990 bis 1997 mehr als verdoppelt. Der Tagesumsatz lag 1997 bei ca. 600 Milliarden US-Dollar, womit der Markt für Schatzbriefe in den Schatten gestellt wurde. Vgl. http://www.economist.com/archive/r...&endyear=99&submit.x=37&submit.y=6 (Stand: 3.11.1999). In bezug auf den deutschen Markt für Pensionsgeschäfte vgl. Krannich (Risiken, 1999), S. 532.
  85. 85.
    KPMG (Financial Instruments, 1995), S. 15 (im Original hervorgehoben).Google Scholar
  86. 86.
    Vgl. zum Einfluß der Pensionsgeschäfte auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage Kapitel 4, Gliederungspunkt 1.Google Scholar
  87. 87.
    „Accounting for Transfers and Servicing of Financial Assets and Extinguishments of Liabilities“.Google Scholar
  88. 88.
    „Financial Instruments: Recognition and Measurement“ bzw. „Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung“.Google Scholar
  89. 89.
    In Deutschland zeigt sich die Bedeutung einer für Pensionsgeschäfte gültigen Vorschrift insbesondere durch deren Stellung im Gesetz. Anstatt der Bilanzierung von Pensionsgeschäften in § 340b HGB hätte der Gesetzgeber die bilanzielle Behandlung dieser Geschäfte in der RechKredV regeln können. Nach Auffassung des Gesetzgebers hätte eine Aufnahme der Geschäfte in die RechKredV allerdings nicht der Bedeutung der Pensionsgeschäfte entsprochen. Vgl. Bundestags-Drucksache 11/6275 vom 19.1.1990, S. 20.Google Scholar

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Authors and Affiliations

  • Iris Oldenburger

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